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Bevölkerungswachstum: Institutionen (Archiv)
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Drei Institutionen, die sich mit Bevölkerungswachstum beschäftigen, sind von besonderer Bedeutung:
Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA)
1967 wurde auf Basis einer Entscheidung der Generalversammlung, die Technische Hilfe der Vereinten Nationen auf dem Gebiet der Bevölkerungsentwicklung zu verstärken, ein Treuhandfonds für Bevölkerungsfragen (United Nations Trust Fund for Population Activities) eingerichtet. 1969 wurde dieser Fonds der Verwaltung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) unterstellt und in "United Nations Fund for Population Activities" (UNFPA) umbenannt. Der UNFPA besitzt seit 1979 den Status eines Spezialorgans der Generalversammlung. Die engen Beziehungen zum Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen wurden nicht aufgegeben. 1987 änderte die Generalversammlung den Namen in "United Nations Population Fund" (UNFPA).
Der UNFPA ist der weltweit größte Fonds zur Finanzierung von Bevölkerungsprogrammen. Im Mittelpunkt der Arbeit des UNFPA stehen Programme zur Familienplanung, Aufklärungs-, Informations- und Ausbildungsprogramme, Sonderprogramme für Frauen, Maßnahmen der medizinischen Versorgung und die Errichtung von Dokumentationszentren. Jährlich gibt der UNFPA einen Weltbevölkerungsbericht heraus, der sich mit aktuellen Problemen der Bevölkerungsentwicklung beschäftigt. Die Weltbevölkerungskonferenzen werden von dem UNFPA im Auftrag der Generalversammlung und des Wirtschafts- und Sozialrats alle zehn Jahre veranstaltet. Bisher fanden die Konferenzen im Jahre 1974 in Bukarest, im Jahre 1984 in Mexiko-City und zuletzt 1994 in Kairo statt. 2004 fand keine Weltbevölkerungskonferenz statt.
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
In Deutschland beschäftigt sich insbesondere die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Eine weitere Organisation, die sich in Deutschland mit Bevölkerungsfragen beschäftigt, ist das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Die Stiftung Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung wurde im November 2000 gegründet und ist ein unabhängiges wissenschaftliches Forschungsinstitut, welches sich aus Spenden, Projektförderungen, Erträgen aus dem Stiftungskapital und Zustiftungen finanziert. Es unterstützt nicht wie die DSW oder der UNFPA Projekte in den Entwicklungsländern, sondern zielt darauf ab, die Öffentlichkeit in Deutschland über demografische Entwicklungen aufzuklären und für diese zu sensibilisieren.
Das Berlin-Institut versucht neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu erlangen und zu verbreiten. Dabei wird versucht neue Konzepte zur Lösung demografischer Probleme zu erarbeiten. Die Homepage des Berlin-Institutes für Bevölkerung und Entwicklung bietet zahlreiche Informationen rund um das Thema Bevölkerungswachstum. In dem Online-Handbuch Demografie
Dokumente
- DSW: Infoblatt - Weltbevölkerungsprojektionen für 2050
(PDF) - DSW: Infoblatt - Weltbevölkerungsprojektionen - Die Highlights
(PDF) - Franz Nuscheler: "Bevölkerung und Entwicklung - eine Einleitung", 03.2008 (PDF)
- Bevöllerungswachstum - Szenarien
- Weltbevölkerungskonferenz in Kairo 1994
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen
(UNFPA) - Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

- Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

- KFW-Entwicklungsbank

- Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO)

- Aktionsbündnis gegen Aids

- Online-Handbuch Demografie
des Berlin-Institutes







