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DED - Deutscher Entwicklungsdienst


Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) d ist einer der führenden europäischen Personalentsendedienste. Er wurde 1963 gegründet: Seither haben sich über 13.000 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer dafür eingesetzt, die Lebensbedingungen von Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika zu verbessern. Gegenwärtig sind rund 1.000 Entwicklungshelfer in über 40 Ländern tätig.

Der DED hat folgende Aufgaben:
  • Der DED entsendet berufserfahrene und sozial engagierte Fachkräfte weltweit in ausgewählte Schwerpunktregionen und -länder. Sie setzen sich dort unter anderem für Armutsminderung, selbstbestimmte nachhaltige Entwicklung, den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, die Verwirklichung demokratischer Strukturen und eine zivile Konfliktbearbeitung ein.
  • Der DED unterstützt einheimische Organisationen und Selbsthilfe-Initiativen durch fachliche Beratung, Finanzierung kleinerer Programme und Förderung einheimischer Fachkräfte.
  • Der DED bietet qualifizierten Berufsanfängern bis zu einem Alter von 28 Jahren im Rahmen des Nachwuchsförderungsprogramms die Möglichkeit, durch einen einjährigen Aufenthalt in einem Partnerland des DED entwicklungspolitische, berufliche, persönliche und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.
  • Der DED vermittelt deutsche Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in das Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen - United Nations Volunteers (UNV) d .
  • Der DED wirbt in der deutschen Öffentlichkeit für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft durch entwicklungspolitische Bildungsarbeit und will mit seiner Öffentlichkeitsarbeit für die gemeinsamen Interessen und Probleme der Einen Welt sensibilisieren.

Der DED hat keine eigenen Projekte, sondern wird erst auf Anfragen von Organisationen der Partnerländer hin aktiv. Er arbeitet inhaltlich in den Bereichen Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Demokratieförderung und kommunale Selbstverwaltung, Ländliche Entwicklung und Ressourcenschutz, Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensförderung sowie Gesundheit.

In seinen Partnerländern unterhält der DED, meist in der Hauptstadt, ein Büro, das von einem/einer Landesdirektor/in geleitet wird. Diese/r vertritt die Organisation gegenüber den einheimischen Partnern und steuert das Landesprogramm.

Der DED hat die Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mbH. Gesellschafter sind die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sowie der "Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e.V." (AKLHÜ). Seine finanziellen Mittel erhält der DED aus dem Bundeshaushalt.

Oberstes Entscheidungsgremium des DED ist die Gesellschafterversammlung. Sie beruft den Verwaltungsrat, dem neben der Bundesregierung und dem Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" (AKLHÜ )auch Vertreter von Parteien und des öffentlichen Lebens sowie der Entwicklungshelfer und des hauptamtlichen Personals angehören. Im Verwaltungsrat werden die Leitlinien und Grundsätze der Arbeit des DED bestimmt.

Oberstes Exekutivorgan ist die Geschäftsleitung.

Gemäß seinem Leitbild tritt der DED für folgende Ziele ein:
  • Minderung der Armut
  • Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensförderung
  • Selbstbestimmte nachhaltige Entwicklung
  • Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen
  • Gleichstellung der Geschlechter durch Stärkung der Rolle der Frauen
  • Verwirklichung demokratischer Prinzipien durch Stärkung der Zivilgesellschaft und Unterstützung dezentraler Strukturen in Entwicklungsländern
  • Gestaltung einer weltoffenen und toleranten Gesellschaft durch entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland.

Der DED ist seit September 2004 nach den Kriterien der "European Foundation for Quality Management" (EFQM) d zertifiziert.

Im Mai 2005 trat der DED dem Global Compact bei.

[ Zuletzt geändert: 21.11.2005 11:49:38 ]