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Sonstiges

Rat für Nachhaltige Entwicklung


Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde im April 2001 von der Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder berufen, mit dem Ziel die Regierung bezüglich ihrer Nachhaltigkeitspolitik zu beraten.
Er soll Vorschläge zu Zielen und Indikatoren zur Fortentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie erarbeiten, sowie Projekte zur Umsetzung dieser Strategie vorschlagen.
Eine weitere Aufgabe des Rates für Nachhaltige Entwicklung ist die Förderung des gesellschaftlichen Dialogs zur Nachhaltigkeit. Mit dem Aufzeigen von Folgen gesellschaftlichen Handelns und der Diskussion von Lösungsansätzen soll die Vorstellung von dem, was Nachhaltigkeitspolitik konkret bedeutet, bei allen Beteiligten und in der Bevölkerung verbessert werden.

Auftrag

Seinen Auftrag beschreibt der Rat auf seiner Homepage wie folgt:

"Nachhaltigkeitspolitik soll eine wichtige Grundlage schaffen, um die Umwelt zu erhalten und die Lebensqualität, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und die wirtschaftliche Entwicklung in einer integrierten Art und Weise sowohl in Deutschland als auch international voran zu bringen. Ziel ist es dabei, eine ausgewogene und gerechte Balance zwischen den Bedürfnissen der heutigen Generation und den Lebensperspektiven künftiger Generationen zu finden."

Mitglieder

Im Juni 2010 berief Bundeskanzlerin Angela Merkel den Rat für Nachhaltige Entwicklung erneut. Derzeit gehören ihm 15 Mitglieder aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens an. Die laufende Berufungsperiode endet im Juni 2013.

Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung ist seit Juni 2010 Hans Peter Repnik, Jurist, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.D. Repnik löst damit den vorherigen Vorsitzenden Dr. Volker Hauff, ehemaliger Bundesminister für Forschung und Technologie und ehemaliges Mitglied der Brundtland-Kommission, ab. Marlehn Thieme, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Director der Deutsche Bank AG, ist die stellvertretende Vorsitzende des Rates.

Wirkungsweise

Der Rat tritt in den kritischen Dialog mit der Bundesregierung, wie auch mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, um die Fortentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu garantieren. Dazu versucht er Nachhaltigkeitsthemen auf die politische Agenda zu setzen, sowie an die unternehmerische Verantwortung zu appelieren. Des Weiteren wagt der Rat für Nachhaltige Entwicklung mit dem Projekt Visionen 2050 einen Blick in die Zukunft.

Corporate Social Responsibility

Seit 2005 ist das Thema der "unternehmerischen Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung" (Corporate Social Responsibility, CSR) integrativer Bestandteil der Arbeit des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Empfehlungen hierzu werden sowohl an die Bundesregierung als auch an die Wirtschaft weitergeleitet. Zusammen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt der Rat das Ranking der Nachhaltigkeitsberichte der 150 größten deutschen Unternehmen sowie auch kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU-Ranking). Seit September 2007 ergänzt die Arbeitsgruppe "Nachhaltiges Wirtschaften und Konsum" unter dem Vorsitz von Marlehn Thieme die Tätigkeiten des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Unter der Federführung der Gruppe wurde das Projekt Nachhaltiger Warenkorb aus dem Jahre 2003 generalüberholt. Der Ratgeber gibt Tipps wie das individuelle Konsumverhalten nachhaltiger gestaltet werden kann. Ergänzend dazu wurde im Oktober 2009 der Empfehlungsbericht "Konsum und Nachhaltigkeit" veröffentlicht, der sich sowohl an Politik, Wirtschaft als auch an die Zivilgesellschaft wendet.

Konferenzen

Einmal jährlich veranstaltet der Rat eine Jahreskonferenz zur Nachhaltigkeit mit Beiträgen von Politikern, Nachhaltigkeitsexperten sowie einer Beteilungsmöglichkeit der Öffentlichkeit.

Stellungnahmen, Empfehlungen und Publikationen

Der Rat äußert sich in Stellungnahmen zu aktuellen politischen Themen. Er richtet auch konkrete Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung, um die Nachhaltigkeit durch politische Entscheidungen zu stärken. Außerdem bringt er Publikationen wie beispielsweise Studien, Pressemitteilungen und einen Newsletter heraus, um die Öffentlichkeit zu informieren.

Veröffentlichungen

Die jüngsten Beiträge sind die Studie "Nachhaltig aus der Krise" und ein Positionspapier zur deutschen Klima- und Energiepolitik. Darüber hinaus hat er die Arbeiten einer kritischen Analyse der deutschen Nachhaltigkeitspolitik, einem internationalen Peer Review organisiert, woraus das Gutachten Sustainability made in Germany - we know you can do it hervorgegangen ist.

Alle Aktivitäten des Rates zu Corporate Social Responsibility sind in der Publikation "Dokumentation aller CSR-Aktivitäten" zusammengefasst.

Weitere Informationen bietet die Homepage des Rates für Nachhaltige Entwicklung.


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Schlagworte

Bürger, Indikatorenbericht, Klima, Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsrat, Nachhaltigkeitsstrategie, Rat für Nachhaltige Entwicklung

Letzte Aktualisierung

21.10.2011 13:16