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Bayern: Umweltpakt
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Im November 2010 unterzeichneten der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, gemeinsam mit dem Umweltminister Dr. Markus Söder und der Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel zusammen mit Wirtschaftsvertretern den neuen Umweltpakt Bayern. Dieser Umweltpakt ist die insgesamt vierte Auflage der freiwilligen Vereinbarung zwischen bayerischer Regierung und Wirtschaft, und trägt den Titel "Nachhaltiges Wachstum mit Umwelt- und Klimaschutz". Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Bayerisches Landesamt für Umwelt
Hintergrund
"Der Umweltpakt Bayern blickt mittlerweile auf eine 15-jährige Geschichte zurück. Erstmals im Jahr 1995 geschlossen, wurde die Vereinbarung mit einer Laufzeit von jeweils fünf Jahren bereits 2000 und 2005 fortgeschrieben. Dabei beruht der Umweltpakt stets auf Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation."
Ziele
"Im Vordergrund des Umwelpakts Bayern steht die vorausschauende Vermeidung künftiger Umweltbelastungen und nicht deren Reparatur. Der Umweltpakt ist gleichzeitig Impulsgeber für neue Wege, Methoden und Themenfelder, mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung Bayerns. Dies spiegelt sich in der Schwerpunktsetzung des neuen Umweltpakts mit den Bereichen Klima und Energie, nachhaltige Mobilität, Umwelttechnik und Ressourceneffizienz wider."
Informationen zu vorherigen Umweltpakten
Die "Bayerische Staatsregierung und bayerische Wirtschaft haben am 23.10.1995 den auf zunächst fünf Jahre befristeten Umweltpakt Bayern als freiwillige Vereinbarung mit dem Ziel eines verstärkten Umweltschutzes geschlossen. Damit wurde erstmals in Deutschland eine themen- und branchenübergreifende Vereinbarung auf Gegenseitigkeit getroffen, die die Kooperation von Staat und Wirtschaft im Umweltbereich zu einer Umweltpartnerschaft weiter entwickelt hat. Der Umweltpakt Bayern war Motor einer Entwicklung von der hoheitlichen zur konsensualen Umweltpolitik und wurde zum Vorbild für ähnliche Vereinbarungen und Allianzen in anderen Bundesländern." Bayerns Staatsregierung und die bayerische Wirtschaft haben am 23. Oktober 2000 den zweiten Umweltpakt Bayern unterzeichnet. Er sollte die Grundlagen für ein nachhaltiges Wirtschaften im 21. Jahrhundert schaffen.
"Basis dieser Vereinbarung wie des Umweltpakts vom Oktober 1995 ist das Bekenntnis von Bayerischer Staatsregierung und bayerischer Wirtschaft zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung. Nachhaltigkeit fordert, dass die Bedürfnisse der heute lebenden Generationen befriedigt werden, ohne den kommenden Generationen die Möglichkeiten für eine angemessene Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu nehmen. Individuelles, gesellschaftliches, wirtschaftliches und politisches Handeln hat sich danach gleichrangig am ökologischen, ökonomischen und sozialen Gleichgewicht zu orientieren."
- "Mit der Fortschreibung des Umweltpakts Bayern soll die Spitzenstellung Bayerns im partnerschaftlichen Umweltschutz ausgebaut und eine dauerhaft umweltverträgliche Entwicklung ökonomisch sinnvoll gesichert und gefördert werden."
- Klima und Erdatmosphäre
- Verminderung der CO2-Emissionen auf 80 Mio. t in Bayern bis zum Jahr 2010
- Durchführung von Projekten zur Erprobung der flexiblen Instrumente des Klimaschutzes nach dem Protokoll von Kyoto
- Reduzierung ozonbildender Luftschadstoffe (NO2 = Stickoxide um 60%, VOC = volatile organic compounds = flüchtige organische Verbindungen um 69% bis 2010)
- Klima und Erdatmosphäre
- ...
- Die bayerische Papierindustrie verpflichtet sich, bis zum Jahr 2005 den spezifischen Energieeinsatz (Energie pro Tonne erzeugtes Papier) um 20 % und den spezifischen CO2-Ausstoß (CO2 pro Tonne erzeugtes Papier) um 22 % zu senken. Basis ist der Energieeinsatz des Jahres 1990.
- Die bayerische Kalkindustrie verpflichtet sich, bis zum Jahr 2005 die spezifischen CO2-Emissionen pro erzeugter Tonne Kalkprodukte einschließlich des zur Erzeugung verbrauchten Stroms um bis zu 15% zu reduzieren.
Und hier gibt's den Umweltpakt Bayern 2005 im Wortlaut
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