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Deutsches Gesunde Städte-Netzwerk - Healthy cities network


„1986 hat das Europabüro der Weltgesundheitsorganisation in Kopenhagen das Gesunde Städte-Projekt in Lissabon ins Leben gerufen. Recht früh haben die Städte Bremen, Düsseldorf, München sich an dem internationalen Netzwerk beteiligt. Dieses internationale Modellprojekt zur Förderung von Gesundheit in Kommunen wie durch Kommunen hatte einen so großen Zulauf, dass das Regionalbüro der WHO sich nicht mehr in der Lage sah, diesen Nachfragen nach Mitwirkung am internationalen Projekt zu entsprechen. Deshalb empfahl die WHO die Gründung von nationalen Gesunde Städte-Netzwerken.

Im Juni 1989 haben 11 Kommunen das Bundesdeutsche Gesunde Städte-Netzwerk in Frankfurt am Main gegründet. Die Mitglieder des Gesunde Städte-Netzwerkes sind mittlerweile auf 65 Kommunen (Stand Oktober 2007) d angewachsen.

Nach eigenem Verständnis sind gesunde Städte solche, die sich bereit erklären, im Gesunde Städte-Netzwerk mitzuwirken und die einen sogenannten Neun-Punkte-Katalog der Weltgesundheitsorganisation befürworten. Damit das deutlich wird: Im Gesunde Städte-Netzwerk gibt es Mitglieder wie Berlin-Kreuzberg, Hamburg, Dortmund. Dies sind natürlich keine gesunden Städte. Aber die Kommunalpolitiker dieser Städte wollen mehr für gesundheitsfördernde Lebensbedingungen tun und die Verantwortung nicht auf Einzelne oder Verbände abschieben.

Jedes Mitglied im Netzwerk hat einen Koordinator im Gesundheitsamt, Gesundheitsdezernat oder einer anderen Behörde der Stadtverwaltung. Dieser Koordinator stellt die Kontakte zu anderen Vertretern z.B. aus der Bürgerbewegung, zu Initiativen und Selbsthilfegruppen her.

(...)

Das Leitbild des Gesunde Städte-Netzwerks heißt: Gesundheit ist ein Prozess, der auch gesellschaftlich zu gestalten ist. Auch das System Stadt hat Voraussetzungen zu schaffen, dass Bürgerinnen und Bürger gesund leben können. Bei jeder kommunalen Entscheidung stellen sich die Mitwirkenden des Gesunde Städte-Netzwerkes die Frage: Was ist gesund? Gefragt sind nicht eindimensionale Betrachtung sondern eine umfassende Analyse der Lebenssituation und Lebenswelten. Umkehrfragen sind: Macht die Autobahn vor dem Haus die Anwohner krank? Leiden Bewohner einer Trabantenstadt unter der Anonymität?

Der integrative Ansatz des Netzwerkes setzt auf die Mitwirkung verschiedener Politikfelder. Einbezogen werden so die Stadtentwicklung, die Umwelt- und Verkehrspolitik aber auch privatwirtschaftliche Unternehmen. Die Gesundheitsförderung soll möglichst allen Menschen zugute kommen, insbesonders aber sozial- und gesundheitlich Benachteiligten. Gesundheitsförderung ist auf Prävention, Aktivierung, Beteiligung und Kooperation ausgelegt.“

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[ Zuletzt geändert: 20.10.2008 13:05:13 ]