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Berichterstattung zur Nachhaltigkeit
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EU: CSR-Grünbuch (2001) und "Europäisches Bündnis für soziale Verantwortung der Unternehmen" (2006)Am 22.3.2006 hat die Europäische Kommission bekanntgegeben, dass sie die Schaffung eines „Europäischen Bündnisses für soziale Verantwortung der Unternehmen“ unterstützt. Das neue Bündnis ist offen, und die europäischen Unternehmen aller Größen sind aufgefordert, freiwillig ihre Unterstützung zu bekunden. Es handelt sich nicht um ein Rechtsinstrument, das von den Unternehmen unterzeichnet werden müsste, sondern um ein politisches Dach für neue oder bereits bestehende CSR-Initiativen von Großunternehmen, kleinen und mittleren Unternehmen und ihren Stakeholdern. Es soll zu neuen Partnerschaften mit allen Stakeholdern führen und ihnen in ihren Bemühungen um die Förderung von CSR neue Perspektiven eröffnen. Der heute vorgestellten Initiative ist eine breit angelegte Konsultation mit allen Stakeholdern im Rahmen des EU-Stakeholder-Forums zu CSR, das 2004 seinen Abschlussbericht vorgelegt hat, vorausgegangen. Die Kommission schlägt vor, 2006 erneut Sitzungen dieses Forums einzuberufen, um gemeinsam mit allen Stakeholdern eine Bilanz der Fortschritte im Bereich CSR zu ziehen. ... Mit diesem „Europäischen Bündnis für soziale Verantwortung der Unternehmen“ hat sich die Kommission zum Ziel gesetzt, zur weiteren Verbreitung von CSR in den europäischen Unternehmen anzuregen und die Unterstützung und Anerkennung von CSR als einem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zur Strategie für Wachstum und Beschäftigung zu verstärken. Hierzu ist nach Ansicht der Kommission ein neues politisches Konzept erforderlich. Dabei gilt es, die Unternehmen als die wichtigsten CSR-Akteure anzuerkennen. Gleichzeitig misst die Kommission dem Dialog mit allen Stakeholdern nach wie vor allergrößte Bedeutung bei und ist sich bewusst, dass CSR ohne die aktive Unterstützung und konstruktive Kritik seitens der nicht aus dem Unternehmensbereich stammenden Stakeholder keinen Erfolg haben kann. ... Dem heute von der Kommission vorgestellten Bündnis sind mehrere Jahre der öffentlichen Diskussion, der Konsultation und des Dialogs mit den Unternehmen und ihren Stakeholdern vorausgegangen. Ein Grünbuch (2001), eine Mitteilung (2002) und die Einrichtung eines EU-Stakeholder-Forums zu CSR markierten wichtige Etappen in diesem Prozess. ... Was kann CSR leisten?
Die komplette Pressemitteilung der EU-Kommission zum Europäischen Bündnis für soziale Verantwortung der Unternehmen finden Sie hier d . In dem oben angesprochenen Grünbuch der EU-Kommission d "Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen der EU (CSR) von 2001 heißt es in Abschnitt 3.2 Soziale Verantwortung - Berichterstattung und Audit": "Viele multinationale Unternehmen veröffentlichen mittlerweile CSR-Berichte. Während Umweltschutzberichte und Arbeitsschutzberichte heute an der Tagesordnung sind, gilt dies nicht für Berichte, die Fragen wie Menschenrechte und Kinderarbeit behandeln. Dabei sind die Ansätze der Unternehmen in der Sozialberichterstattung genauso vielfältig wie ihre Ansätze in der sozialen Verantwortung der Unternehmen. Damit diese Berichte ihren Zweck erfüllen, muss man sich global einigen über die Art der offen zu legenden Informationen, das Berichtsformat und die Zuverlässigkeit der Bewertungs- und Auditverfahren. Nur wenige Unternehmen informieren ausführlich über ihre Politik und ihre Leistung im Humanressourcenmanagement und über Beschäftigungsfragen die Tarifverhandlungen und Anerkennung, Anhörung der Belegschaft und Ausbildung sowie Verantwortlichkeiten der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates. Im Jahr 1998 forderte die auf Initiative des Europäischen Rates eingesetzte Hochrangige Sachverständigengruppe für die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen industrieller Wandlungsprozesse die Unternehmen mit mehr als 1.000 Arbeitnehmern auf, freiwillig einen Bericht "Strategie für den industriellen Wandel" zu veröffentlichen, d. h. im Wesentlichen einen jährlichen Bericht über Beschäftigung und Arbeitsbedingungen. Die Gruppe empfahl, in Übereinstimmung mit den nationalen Praktiken die Arbeitnehmer und deren Vertreter bei der Abfassung des Berichts einzubeziehen. Zur Erleichterung der Arbeiten gab die Gruppe auch Rahmenbedingungen vor: Unternehmenspolitik, Praktiken und Leistung in Bezug auf Beschäftigung und Arbeitsbedingungen, insbesondere Antizipation des strukturellen Wandels, Kommunikation, Arbeitnehmermitbestimmung und sozialer Dialog, allgemeine und berufliche Bildung, Arbeitsschutz und Chancengleichheit. Die Empfehlungen der Hochrangigen Gruppe übernehmend hat die Kommission in ihrer Sozialagenda vorgeschlagen, eine europäische Stelle zur Beobachtung des Wandels einzurichten. Funktion dieser Stelle soll es sein, einen proaktiven Ansatz in der Antizipierung und Bewältigung des Wandels zu entwickeln. Die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Dublin hat jetzt diese Initiative in ihr vierjähriges Turnusprogramm aufgenommen und damit ihre Funktion bekräftigt, die im Wesentlichen darin besteht, die relevanten Akteure durch Bereitstellung zuverlässiger und objektiver Information darin zu unterstützen, den industriellen Wandel besser zu verstehen, zu antizipieren und zu bewältigen. In immer stärkerem Maße fördern öffentliche Initiativen die Sozial- und Umweltberichterstattung. ... Eine Reihe von Organisationen entwickelt darüber hinaus derzeit Standards für Sozialbilanzen, -berichterstattung und -audit. Dabei werden unterschiedliche Ansätze zugrunde gelegt: Verfahrens- oder Leistungsstandards, freiwillige oder obligatorische Standards, spezifische oder komplexe Standards. Nur eine Hand voll dieser Standards decken die ganze Bandbreite der zu behandelnden CSRProblematik ab. Groß angelegte Initiativen auf internationaler Ebene haben die Globalisierung von Sozialstandards zum Ziel sowie die Offenlegung von Informationen und die Ausarbeitung von Sozialberichten. Im Einzelnen handelt es sich um den Standard Social Accountability 8000 und die Global Reporting Initiative. Die Entwicklung globaler Standards, die auf jede Kultur und jedes Land anwendbar sind, hat sich jedoch als eine äußerst komplexe Aufgabe erwiesen, die zahlreiche Kontroversen ausgelöst hat. Internationale Standards, z. B. die in der Erklärung von 1998 dargelegten grundlegenden Übereinkommen der IAO, bilden aufgrund ihres universellen Charakters die geeignetste Basis für derartige Initiativen. In diesem Kontext besteht der Bedarf, Unternehmen, insbesondere KMU, fachlich zu beraten und zu befähigen, über ihre Maßnahmen, ihre Verfahren und ihre Leistung im Bereich der sozialen Verantwortung in zweckmäßiger Form zu berichten. Große Unternehmen, die in diesem Bereich Wegbereiter sind, können die KMU hierbei unterstützen, indem sie diesen ihr Fachwissen und ihre einschlägige Kompetenz vermitteln. Unerlässlich ist ferner, dass die in Berichten zur sozialen Verantwortung veröffentlichten Informationen von einer unabhängigen dritten Partei überprüft werden. Nur so lässt sich Kritik vermeiden, dass es sich bei derartigen Berichten um substanzlose Public-Relations-Aktionen handelt. Eine Vielzahl von Firmen bieten entsprechende Dienstleistungen bereits an, die allerdings nach zu vereinbarenden einheitlichen Normen zu erbringen wären. Die Einbeziehung von Stakeholdern, einschließlich Gewerkschaften und NGO, könnte die Qualität der Prüfungsergebnisse verbessern." Das European Multi-Stakeholder Forum on Corporate Social Responsibility (CSR EMS Forum) hat in seinem Abschlussbericht d , der der Kommission am 29. Juni 2004 präsentiert wurde, die wichtigsten gemeinsamen Standpunkte der verschiedenen Stakeholder zur CSR zusammengefasst: Through CSR businesses contribute to sustainable development. The deliberations of the Forum have led to an enriched understanding of CSR. Our baseline understanding is:
Ende 2004 hat die Generaldirektion Beschäftigung der EU-Kommission ihr ABC of CSR Instruments d veröffentlicht. Dieses Online-Handbuch mit den wichtigsten CSR-Instrumenten ist in drei Kategorien geordnet:
Weitere Links zu CSR finden sich auf der Webseite der EU-Kommission, Generaldirektion Unternehmen d . [ Zuletzt geändert: 28.11.2006 15:06:14 ]
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