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Sonstiges

Verbände & Initiativen


Die Zeit, dass sich Großanleger nur um pure Finanzkennzahlen kümmerten, ist vorbei. In den vergangenen zehn Jahren haben sich einige Investoreninitiativen gebildet mit dem Ziel oder der Selbstverpflichtung, auch ökologische und soziale Aspekte des Wirtschaftens beachten. Einige fordern darüber hinaus Unternehmen auf, Umweltschutz und soziale Themen bei ihrer Strategie und ihrem Management effektiv zu berücksichtigen. Die Bandbreite der von den Investoren angegangenen Themen ist inzwischen sehr groß, und jedes Jahr kommen neue Initiativen hinzu. Entscheidend ist, dass die beteiligten Investorengruppen jeweils viele Milliarden und teilweise sogar unvorstellbar große Billionensummen an Vermögen besitzen oder verwalten und folglich durchaus kräftigen Einfluss auf Unternehmen und die Art des Wirtschaftens haben können und in einigen Fällen nachweislich auch haben. Manche Gruppierungen erzielen mit ihrer Kapitalmacht rund um den Globus Wirkung.

In einigen Initiativen verbünden sich institutionelle oder vermögende Investoren nicht nur untereinander, sondern auch mit Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftlern und anderen Anspruchsgruppen. Neben spezialisierten Branchenverbänden befassen sich inzwischen vermehrt auch eher traditionelle Verbände der Finanzbranche und politikberatende Akteure mit nachhaltigen und verantwortlichen Kapitalanlagen, international als „Socially Responsible Investment" (SRI) bezeichnet. Sie treiben mit speziellen Beiträgen die Beachtung von ökologischen, sozialen und Unternehmensführungsaspekten (ESG) durch Unternehmen und Kapitalmarktakteure voran. Oder sie wollen zu verantwortlicheren Finanzmärkten beitragen.

Neben globalen Großinitiativen gibt es zahlreiche regionale, auf Kontinente begrenzte oder auf Spezialthemen fokussierte Investorengruppen und mittelgroße Initiativen von Investoren und anderen Akteuren des Finanzmarktes und gesellschaftlicher Gruppen. Manche derartige Initiativen wachsen in jüngster Zeit aus ihrem ursprünglich nationalen oder kleinen Rahmen heraus und erlangen internationale und teilweise globale Bedeutung. Einige Initiativen widmen sich dem Thema Transparenz und Qualität.

NameBeschreibung
BAUM e.V.Der „Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V.“ (BAUM e.V.) ist die größte Umweltinitiative der Wirtschaft in Europa. Ihr Ziel ist, Unternehmen, Kommunen und Organisationen für Umweltschutz zu sensibilisieren und zu überzeugen, dass ökonomisch sinnvolles, ökologisch wirksames und sozial gerechtes Wirtschaften vereinbar ist. Die Initiative engagiert sich für die Verbreitung integrierter Systeme zur vorsorgenden Unternehmensführung und zur Einführung von Methoden und Maßnahmen zum Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement von Unternehmen. BAUM e.V. wurde 1984 gegründet und hat mittlerweile mehr als 500 Mitglieder, die den Ehrenkodex für umweltbewusste Unternehmensführung anerkennen. Er verbindet ökonomische, ökologische und soziale Prinzipien der Nachhaltigkeit. Im Netzwerk sind die Kommunikation erfolgreicher Beispiele sowie Lösungen zur praktischen Umsetzung nachhaltigen Wirtschaftens von großer Bedeutung.
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CSR GermanyCSR Germany ist das CSR-Internetportal der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), des Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Das Portal dient unter anderem zur Darstellung des gesellschaftlichen Engagements der Mitgliedsunternehmen und zur Förderung des Erfahrungsaustausches zwischen den Unternehmen. CSR Forum
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Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE)Das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik – EBEN Deutschland e.V. (DNWE) initiiert und führt neue Formen des Dialogs zwischen Praxis und Wissenschaft, um den Austausch von Gedanken und Ideen über ethische Fragen des Wirtschaftens zu fördern und wirtschaftliches Handeln ethisch zu orientieren. Damit will es zur Lösung von moralischen Dilemmasituationen im wirtschaftlichen Wettbewerb beitragen. Es wurde 1993 gegründet und zählt gegenwärtig mehr als 600 Mitglieder, natürliche und juristische Personen, darunter Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kirchen und Wissenschaft. Das DNWE ist ein nationaler Verband des European Business Ethics Network (EBEN), Brüssel, das sich um die Förderung des interkulturellen Dialogs über Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensethik bemüht. Das Zentrum für Wirtschaftsethik, das wissenschaftliche Institut des DNWE, bietet eine Weiterbildung „Business Ethics & Compliance Management“, die Know-how und Kompetenz vermittelt, um bei Zielkonflikten richtig zu entscheiden.
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EconsenseEconsense ist das „Forum für nachhaltige Entwicklung der deutschen Wirtschaft“ im Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Es entstand im Jahr 2000 als Zusammenschluss einiger führender, international agierender Unternehmen und Organisationen in Deutschland, die sich mit Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Ecosense versteht sich selber als „Think Tank und zentrale Dialogplattform“. Die Umsetzung von Nachhaltigkeit und CSR als Leitbilder sollen in einem offenen Dialog vorangebracht werden. Der im Vergleich zu anderen Initiativen und Netzwerken kleine Teilnehmerkreis besteht im Wesentlichen aus Großkonzernen.
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Future e.V.Future e.V. ist eine 1986 gegründete Umweltinitiative mittelständischer Unternehmer. Sie bietet eine Plattform für die Umsetzung „Hilfe zur Selbsthilfe“ und will vermitteln, dass wirtschaftlicher Erfolg und umweltbewusstes Handeln keinen Gegensatz bilden. Sie entwickelt praxisbezogene Lösungen für konkrete Fragestellungen. Future e.V. unterstützt Unternehmen, die eine Ökobilanz aufstellen oder sich am europäischen Öko-Audit-System beteiligen. Der Verein bietet ein Forum für den Erfahrungsaustausch sowie Methoden und Instrumente, die es Firmen ermöglichen Marktchancen und Wettbewerbsvorteile zu nutzen. Er unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, nachhaltige und zukunftsfähige Strukturen auszubauen und im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Über die Jahre hat sich der Fokus vom Umweltschutzgedanken hin zu nachhaltigem Wirtschaften verlagert. Der Verein gibt das Magazin „factorY“ für Nachhaltiges Wirtschaften heraus, zusammen mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und der Effizienz-Agentur NRW.
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UPJ e.V.UPJ e.V. ist ein 1996 gegründetes Netzwerk von Unternehmen und gemeinnützigen Mittlerorganisationen in Deutschland. UPJ steht für „Unternehmen Partner der Jugend“. Das Netzwerk betrachtet Corporate Social Responsibility (CSR) als Beitrag von Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung. Der UPJ ruft Projekte ins Leben, die durch neue Verbindungen zwischen Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Verwaltungen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen. Die Plattform unterstützt Unternehmen mit Informationen und auch individueller Beratung insbesondere zur Entwicklung und Umsetzung bürgerschaftlichen Engagements / Corporate Citizenship und einzelnen CSR-Aktivitäten. Es werden vor allem soziale Kooperationen im Gemeinwesen und eine verantwortliche Unternehmensführung gefördert.
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Unternehmensgrün e.V.Unternehmensgrün e.V.Unternehmensgrün e.V. bezeichnet sich als Bundesverband der grünen Wirtschaft. Hier haben sich im 1992 Unternehmen, Selbstständige und Führungskräfte der Wirtschaft zu einem Lobby-Verband zusammengeschlossen. Auf politischer sowie wirtschaftlicher Ebene tritt er für Rahmenbedingungen ein, die das ökologisch nachhaltige Wirtschaften erleichtern sollen. Die Mitglieder sind überzeugt, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland nur über einen Einklang zwischen Wirtschaft und Umwelt langfristig gesichert werden und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen kann. Die politische Arbeit basiert auf dem Verständnis, dass ökologisches Wirtschaften durch eine regionale, klein- und mittelbetrieblich ausgerichtete Wirtschaftsstruktur gefördert wird. Die traditionellen Wirtschaftsverbände behinderten in vielen Fällen die Verwirklichung ökologischer Konzepte, heißt es auf der Webseite. Dem will Unternehmensgrün entgegensteuern.
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Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV)Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) vertritt die Interessen der Verbraucher gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Er ist die Dachorganisation von 42 Verbraucherverbänden: 16 Verbraucherzentralen in den Bundesländern und 26 weiteren Verbänden. Der VZBV ist ein Netzwerk für Verbraucherpolitik mit mehr als 20 Millionen Einzelmitgliedern aus allen Mitgliedsverbänden. Wichtige Organisationen der Zivilgesellschaft unterstützen den vzbv als Fördermitglieder. Er ist Mitglied von Consumers International (CI) und dem Dachverband der europäischen Verbraucherorganisation BEUC.
Zukunft Mittelstand„Zukunft Mittelstand“ ist ein von der EU gefördertes Projekt der Gilde-Wirtschaftsförderung, das kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland zu CSR sensibilisieren und qualifizieren will. Es erläutert verständlich, worum es bei CSR strategisch geht.
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Schlagworte

Initiativen, Nachhaltiges Wirtschaften, Verband/Verbände, Wirtschaft

Letzte Aktualisierung

14.11.2011 12:19