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Evangelische KircheDie Evangelische Kirche in Deutschland (EKD d ) hat sich nicht zuletzt auf der 5. Tagung der 9. Synode der EKD vom 5. bis 10. November 2000 in Braunschweig in ihrer Kundgebung d zum Schwerpunktthema "Eins in Christus - Kirchen unterwegs zu mehr Gemeinschaft" zur Nachhaltigen Entwicklung bekannt : „Nachhaltige Entwicklung: Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung Ziel der Entwicklung in der einen Welt muss die Befreiung von Hunger und Armut, die Überwindung der Ursachen von Krieg und Gewaltanwendung und der Aufbau einer gerechten und nachhaltigen Weltwirtschaftsordnung sein. Die Aufgabe ist groß, aber es gibt keinen Grund zur Resignation. Dankbar nehmen wir viele Initiativen wahr, die sich zu Anwälten einer gerechten Entwicklung machen. "Entwicklung braucht Entschuldung". Dieses Leitwort der Kampagne von Entwicklungswerken, Kirchen, ökumenischen Organisationen und Initiativen zum Erlassjahr 2000 bleibt weiterhin gültig. Die inzwischen von der Politik eingeleiteten Maßnahmen zur Entschuldung der ärmsten Länder können nur ein erster Schritt sein. Die Bemühungen müssen weitergehen. Die Kampagne zum Schuldenerlass muss fortgesetzt werden. Entwicklung und Menschenrechte gehören zusammen. Der Schutz der bürgerlichen und politischen sowie der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte sowie der Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen sind zentrale Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit und ein wichtiger Aspekt der ökumenischen Beziehungen der Kirchen. Entwicklung muss nachhaltig sein. Entwicklung muss lebensdienlich sein. Unser Konsumverhalten, insbesondere der hohe Energieverbrauch und der weltweite Raubbau an der Natur gefährden eine zukunftsfähige Entwicklung und widersprechen einem gerechten Umgang mit den Ländern, in denen Armut herrscht. Wirtschaftliche Interessen müssen in ein Gleichgewicht gebracht werden mit dem Einsatz für Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Wir brauchen eine Ethik der Nachhaltigkeit, die unsere Lebensweise und die Wirtschaft weltweit auf Zukunftsfähigkeit hin verändert. Umwelt- und Entwicklungsziele müssen zu grundlegenden Themen der Politik werden, die auch mit Entscheidungen in anderen politischen Bereichen in Übereinstimmung stehen. Wir brauchen beispielhaftes Handeln in unseren Kirchen, das sich nach diesen Maßstäben richtet. Kirchen, Entwicklungswerke und ökumenische Organisationen sind auf nationaler und internationaler Ebene Anwälte einer Entwicklung, die die Überwindung der Armut und die Bewahrung der Schöpfung miteinander verbindet. Entwicklungsorganisationen, Netzwerke und Bildungseinrichtungen, aber auch Initiativen wie die Lokale Agenda 21 brauchen die Unterstützung der Kirchen und Gemeinden. Kirchliche Entwicklungsarbeit will Zeichen der Hoffnung setzen. Das können wir nur gemeinsam tun: als Gemeinschaftsaufgabe in der EKD und in gemeinsamer Verantwortung mit den ökumenischen Partnern.“ Frieden/Gewalt
Umwelt/Klima/Ernährung
Weitere Einrichtungen der EKD.
[ Zuletzt geändert: 21.04.2005 11:55:42 ]
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