Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) (Archiv)

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Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung entstand 2005 durch die Umbenennung des Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) welches wiederum 1998 durch Zusammenlegung des Bundesministeriums für Verkehr und des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau gebildet wurde. Beide Vorgängerministerien wurden 1949 gegründet.


Ziele und Aufgaben

Seine wesentlichen Politikbereiche stellt das Ministerium in Kurzfassung folgendermaßen dar:

Mobilität: Grundlage für Wachstum und Beschäftigung
Eine dauerhafte, umweltgerechte und ressourcenschonende Sicherung der Mobilität für Bürger und Wirtschaft ist das zentrale verkehrspolitische Ziel der Bundesregierung. Der steigende Güter- und Personenverkehr wird in den kommenden Jahren sehr hohe Ansprüche an die Verkehrsinfrastruktur und das Verkehrssystem insgesamt stellen. Mobilität ist zu einer der wichtigsten Grundlagen für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung geworden.

Bauinvestitionen sichern Arbeitsplätze
Bauen hat in Deutschland Tradition und Zukunft. Der Bausektor ist eine Schlüsselbranche für Wachstum und Beschäftigung, in der hierzulande etwa zwei Millionen Menschen arbeiten. Jede Milliarde Euro Bauinvestitionen schafft bzw. sichert rund 25.000 Arbeitsplätze. Deshalb ist es sehr gut, dass sich die wirtschaftliche Situation der Baubranche langsam bessert. Daran haben auch die öffentlichen Investitionen ihren Anteil: etwa die Programme der Bundesregierung für die Städtebauförderung.

Städte und Gemeinden fördern - das Zusammenleben der Menschen verbessern
Schon Kirchenvater Augustinus stellte um 400 nach Christus fest: »Städte bestehen nicht aus Häusern und Straßen, sondern aus Menschen und ihren Hoffnungen«. In diesem Sinne geht es der Bundesregierung um eine umfassende Politik für die Städte und damit für die Menschen, die in ihnen leben. Deshalb trägt das zuständige Ministerium seit 2005 neben Verkehr und Bau auch die Stadtentwicklung im Namen. Städte, auch die Städte im ländlichen Raum, sind seit langer Zeit die Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und Europa.

Raumentwicklung: Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland schaffen
Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland sind das Ziel der Raumordnungspolitik der Bundesregierung. Diese Aufgabe folgt aus dem Grundgesetz und muss den tief greifenden Veränderungen gerecht werden, denen unsere Gesellschaft unterliegt. Phänomene wie schrumpfende Städte, demografischer Wandel, Migration und eine regional sehr unterschiedliche Entwicklung stellen die Politik vor zum Teil völlig neue Anpassungsaufgaben.


Leitung und Organisation

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wird seit der Bundestagswahl im Herbst 2009 von Dr. Peter Ramsauer (CSU), zwei beamteten (Rainer Bomba (CDU) und Prof. Klaus-Dieter Scheurle (CDU)) sowie drei Parlamentarischen Staatssekretären (Enak Ferlemann (CDU), Jan Mücke (FDP) und Dr. Andreas Scheuer (CSU)) geleitet

Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung ist das Amt des Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) auf den Bundesminister des Innern (BMI), Dr. Thomas de Maizière (CDU), übergegangen.
  • Abteilungen
    • Straßenbau
    • Ramordnung, Statdentwicklung, Wohnen und öffentliches Recht
    • Umweltpolitik und Infrastruktur, Grundsatzfragen
    • Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten
    • Landverkehr
    • Wasserstraßen und Schifffahrt
    • Leitung, poltische Planung und Kommunikation
    • Luft- und Raumfahrt
    • Zentralabteilung
Haushalt

Das Ministerium verfügt mit einem Mittelansatz von etwa 26 Milliarden Euro für 2010 über den zweitgrößten Anteil am Bundeshaushalt.


Das BMVBS und Nachhaltigkeit

Das BMVBS setzt sich in mehreren seiner Aufgabenbereiche mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander.

Im Bereich des "Städtebaus" geht es um die nachhaltige Raum- und Infrastrukturplanung der Städte, die die Herausforderungen der Zukunft berücksichtigt, da besonders Städte- und Raumplanung für einen langen Zeitraum geplant und gebaut werden.

Im Bereich "Bauen und Wohnen" beschäftigt sich das Ministerium mit der Förderung neuer energieeffizienter Gebäude. Hier wurde im Jahr 2001 ein Leitfaden nachhaltiges Bauen entwickelt. Zudem stellte das BMVBS ein Plus-Energie-Haus vor.

Im Bereich Verkehr und Mobilität werden Zukunftstechnologien wie Elektromobilität gefördert.
Einige Ziele des Integrierten Energie- und Klimaprogramms (IEKP) der Bundesregierung betreffen den Aufgabenbereich des BMVBS. Dazu findest du hier eine nähere Erläuterung. Zur Umsetzung des Energie- und Klimaprogramms (IEKP) wurde vom damaligen BMVBW die Energieeinsparungsverordnung (EnEV) vorgelegt und das BMVBS arbeitet an einem Energie- und Klimaschutzkonzept, das die Vorgaben des IEKP aufgreifen wird und 2011 abgeschlossen werden soll.


Dokumente
Organigramm des BMVBS

Interne Links:
Externe Links:
Internetauftritt des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)
Neues Fahren - Initiative des BMVBS

Schlagworte

Bundesebene, Bundesministerium, Ministerium, Verkehr

Letzte Aktualisierung

12.09.2014 11:58

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