Umwelt NGO in Brüssel (Archiv)

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat in der Reihe EU-Rundschreiben ein Sonderheft 05.05 zum Thema Die Zukunft der Europäischen Union. Die europäischen Umweltverbände: Der heiße Draht nach Brüssel - Ein Nachschlagewerk herausgegeben. Darin heißt es:

Da die Umweltpolitik in Europa schon zu 80 % von der EU bestimmt wird und Umwelt und Natur in vielen Fällen effektiver mit gemeinschaftlicher europäischer Rechtssprechung geschützt werden kann, wächst auch die Zahl der in Brüssel ansässigen Umweltverbände stetig. Es gilt täglich in den verschiedenen Phasen der Gesetzgebung für die Belange der Umwelt einzutreten. Dass dies sehr erfolgreich geschieht, zeigt sich an vielen Gesetzesvorhaben, die ohne die Mitwirkung der Verbände entschieden anders ausgesehen hätten. Fast erstaunt zeigen sich oftmals EU-Parlamentsabgeordnete und Kommissionsmitarbeiter/innen darüber, wie die "Handvoll" Umweltaktivisten, die etwa gegenüber der Wirtschaftslobby personell und finanziell bald um ein Hundertfaches "unterlegen" sind, eine so gute und überzeugende Arbeit leisten, dass sie immer wieder Mehrheiten finden.

Natürlich bedarf es dafür intensiver Netzwerkarbeit und großer Unterstützung durch die nationalen Umweltverbände: sei es, um Aktionen abzustimmen oder gemeinsam durchzuführen, um EU-Themen in die Mitgliedstaaten zu tragen und wichtige
Informationen zu liefern, oder anders herum, um in Brüssel auf nationale Themen und Probleme aufmerksam zu machen. Neben dem oft bekannten europäischen Dachverband des eigenen nationalen Verbandes gibt es noch viele andere mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten und Ausrichtungen, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen wollen. Das vorliegende Heft will Ihnen als Nachschlagewerk dienen, um eine zukünftige gezielte Kontaktaufnahme zu den "Europa- Lobbyisten der Umweltszene" zu erleichtern.


Neben den Green 9
werden weitere in Brüssel aktive Umweltverbände vorgestellt:

Letzte Aktualisierung

08.01.2013 12:33

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