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Naturaktienindex (NAI)
Bei dem Naturaktienindex (NAI) handelt es sich um einen Index an einer deutschsprachigen Börse.
Der 1997 aufgelegte „Naturaktienindex“ ist der älteste Nachhaltigkeitsindex in Deutschland. Er umfasst 30 internationale Unternehmen, die nach besonders strengen, konsequenten Maßstäben als Öko-Vorreiter ausgewählt werden. Der NAI wird gerne als Beleg dafür angeführt, dass ökologisch wirtschaftende Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg haben können. In den 14 Jahren seines Bestehens (Stand April 2011) ist er um 570 Prozent im Wert gestiegen. Damit hat er konventionelle Indizes wie MSCI World oder Dow Jones stets deutlich übertroffen, den seine Macher als Vergleichsmaßstab gewählt haben. Auch den DAX schlug er um Längen, von 2001 bis 2011 um 2,5 Prozent, so das Forum Nachhaltige Geldanlagen. Allerdings setzen sich diese Vergleichsindizes aus den Aktien großer Konzerne zusammen, während im NAI fast nur kleinere Unternehmen enthalten sind – und der Wert dieser Small Caps hat sich an den Börsen in den letzten Jahren trotz Krisenzeiten vielmals besonders gut entwickelt, egal ob sie nachhaltig wirtschaften oder nicht. Ein Teil der Gewinne des NAI war vielfach auch darauf zurückzuführen.
Welche Unternehmen in den NAI aufgenommen werden, entscheidet ein Gremium aus Wissenschaftlern und Vertretern von Umwelt- und Menschenrechtsgruppen. Sie wollen ausschließlich in weltweit ökologisch, sozial und ethisch herausragende Unternehmen investieren – also in Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen grundlegend und dauerhaft zur Lösung ökologischer und sozialer Probleme beitragen. Unternehmen, die etwa schulpflichtige Kinder beschäftigen, Frauen oder Minderheiten diskriminieren, Gentechnik in der Landwirtschaft benutzen oder umweltschädliche Produkte herstellen, haben keine Chance. Daneben gibt es weitere Ausschlusskriterien. Nur 30 Titel haben es bislang geschafft, die NAI-Macher zu überzeugen.
Die für die Zusammenstellung des Natur-Aktien-Index (NAI) nötigen Informationen erhält der Anlageausschuss seit Juni 2010 von der Schweizer Researchagentur Inrate. Sie löste die Hannoveraner Imug ab, deren Vertrag ausgelaufen war. Die Kriterien zur Zusammenstellung des NAI bleiben nach Angaben des Index-Anbieters Securvita unverändert streng.
Interne Links zu weiteren wichtigen Indizes an deutschsprachigen Börsen:
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