Artikel
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- Bildung für Nachhaltigkeit
- Al Gore: Wege zum Gleichgewicht. Ein Marshallplan für die Erde, 1992
- Bildung für Nachhaltigkeit
- BLK Programm Transfer 21
- Bossel: Globale Wende, 1998
- Creative Gallery on Sustainability Communications
- Dictionary of Sustainable Management
- Lahl: Ölwechsel. Biokraftstoffe und nachhaltige Mobilität, 2009
- Lovins / Hennecke: Voller Energie. Visionen: Die globale Faktor 4 Strategie für Klimaschutz und Atomausstieg, 1999
- Monbiot: How to Stop the Planet Burning, 2006
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- The Meatrix: Werbung für nachhaltigen Konsum
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- Unser Planet: Dokumentarfilm zum System Erde
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Lahl: Ölwechsel. Biokraftstoffe und nachhaltige Mobilität, 2009
In seinem Anfang 2009 erschienenen Buch „Ölwechsel - Biokraftstoffe und nachhaltige Mobilität“ setzt sich Dr. Uwe Lahl vom BMU mit der Frage der Nachhaltigkeit der Biomassenutzung insbesondere in Form von Biokraftstoffen (Biosprit) auseinander.
6.13 Gesamtfazit Biokraftstoffe im Meinungsstreit
In Kapitel 6 werden zwölf Risiken analysiert, die in den vergangenen Monaten in der öffentlichen Diskussion über Biokraftstoffe von Bedeutung waren. Die Diskussion Anfang 2008 war stark geprägt von tatsächlichen und auch vermeintlichen Risiken, die ein expandierender Biokraftstoffsektor haben kann. Wenig wurde in dieser Debatte über Chancen gesprochen. Zunächst ist richtig, dass in einem Szenario stark expandierender Biomassemärkte vieles sich verändern kann und auch wird. So ist es häufig eine Frage des Standpunktes, ob man angesichts von anstehenden Veränderungen nur oder überwiegend die Risiken sieht und die Chancen unterbewertet – und umgekehrt.In einem Gesamtfazit werden nachfolgend die Risiken und die Chancen von Biokraftstoffen gegenübergestellt (...):
- Man kann zu dem Ergebnis kommen, dass nicht genügend Flächen vorhanden sind, um alle Wünsche in Hinblick auf Nahrungsmittel- und Energieversorgung zu erfüllen. Es stimmt: Eine Intensivierung der Agrarproduktion ist mit vielen Risiken behaftet.
| CCS = Carbon Capture and Storage = Abscheidung und Ablagerung von CO2 in abgeschlossenen Bereichen, z.B. unterirdisch |
- Biomassemärkte können Nahrungsmittelpreise beeinflussen.
- Eine gesteigerte Nachfrage nach Biokraftstoffen kann zu Lasten des Naturschutzes gehen. Die formulierten Risiken für die letzten verbliebenen Regenwälder sind ernst zu nehmen.
- Eine gesteigerte Nachfrage nach Biokraftstoffen kann zur Ausbreitung menschenunwürdiger Arbeitsbedingungen führen. Es kann auch zu einer Begünstigung von Großbauern kommen und kleinbäuerliche Strukturen könnten gefährdet sein. Hierzu gibt es ganz konkrete Erfahrungen in einzelnen Ländern.
- Will man die beschriebenen Risiken vermindern, kann man dies beispielsweise dadurch erreichen, dass Biomasse nicht für den Biokraftstoffsektor eingesetzt wird. Man könnte dies mit der vermeintlich geringen Effizienz der Biokraftstoffe begründen.
- Stellt es ein Risiko dar, dass mit der Schaffung von Nachfrage nach Biokraftstoffen – beispielsweise durch hohe Quoten – industriepolitische Entwicklungen induziert werden, von denen man dann nicht mehr abrücken kann?
9. Bioenergie – Chancen zur Lösung von Problemen
Was bisher in der öffentlichen Diskussion eher unterbelichtet war, war die Darstellung der Chancen, die in einer verstärkten Produktion und Nutzung von Biomasse liegen.Knapp die Hälfte des weltweiten Energiebedarfs im Jahr 2050, so die Internationale Energieagentur (IEA), müsste aus erneuerbaren Energien gedeckt werden, will man für 2050 das 2-Grad-Ziel erreichen. Deutschland müsste 2050 seine Treibhausgasemissionen um 80 % gesenkt haben. Ohne eine deutliche Steigerung der Biomassenutzung wird dies nicht möglich sein. ...
Global wird es nicht möglich sein, den Energiebedarf im Mobilitätssektor zu senken. Daher haben hier Biokraftstoffe eine noch größere Bedeutung, um die erforderlichen Treibhausgaseinsparungen zu erbringen. ...
- Aber führt dies nicht zu Nutzungskonkurrenzen und mehr Hunger auf der Welt?
- Kommt der Naturschutz nicht unter die Räder?
Der heute eher vergleichsweise kleine Biokraftstoffsektors hat die Entwicklung und Festlegung von Nachhaltigkeitskriterien und der Einführung verbindlicher Zertifizierungssysteme bei der Biomassegewinnung insgesamt stark beschleunigt. Hierüber wurden in Europa politische Prozesse in Gang gesetzt, von denen insbesondere der Naturschutz profitieren kann. Gelingt es, weltweit verbindliche Nachhaltigkeitsstandards für den Biokraftstoffsektor zu etablieren, dann ist der Weg frei, diese Standards auch auf die die Nahrungs- und Futtermittelindustrie zu übertragen, die beide die eigentlichen Verursacher der Regenwaldabholzung sind.
Interne Links
- Nachhaltige Waldwirtschaft
- Zertifikate für nachhaltige Waldbewirtschaftung
- FSC - Forest Stewardship Council
- PEFC - Programme for the Endorsement of Forest Certification
- Illegaler Holzeinschlag
- CO2-Belastung
- Regenwälder - Abkommen
- Entwaldung tropischer Regenwälder
- Walddeklaration von Rio 1992







