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Sonstiges

UN Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung


Am 20. Dezember 2002 beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen auf Empfehlung des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg, für die Jahre 2005 bis 2014 eine Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (Education for sustainable Development - ESD) auszurufen. Ihr Ziel ist es, durch Bildungsmaßnahmen zur Umsetzung der in Rio beschlossenen und in Johannesburg bekräftigten Agenda 21, Kapitel 36, beizutragen und die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern.

Die UNESCO wurde als "lead agency" mit der Koordination der Weltdekade beauftragt. Die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) hat bei ihrer 63. Hauptversammlung im Juli 2003 mit der "Hamburger Erklärung" (PDF) bereits weitreichende Empfehlungen für einen nationalen Aktionsplan zur Weltdekade beschlossen. In der Erklärung heißt es: "Die Deutsche UNESCO-Kommission fordert alle Verantwortlichen in Bund, Ländern und Gemeinden sowie interessierte Institutionen der Wirtschaft, Einrichtungen von Forschung und Lehre und der Zivilgesellschaft auf, sich zu einer 'Allianz Nachhaltigkeit lernen' zusammenzufinden, um einen gemeinsamen Aktionsplan für die Dekade zu entwickeln und Programme und Koordinationsmechanismen für dessen Umsetzung zu schaffen." Zur konkreten Umsetzung der Ziele der Weltdekade hat die DUK im Mai 2004 ein deutsches Nationalkomitee einberufen, dem Experten aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, Vertreter des Deutschen Bundestages, der Bundesregierung und der Kultusministerkonferenz angehören.

Aufgabe der Bildung für nachhaltige Entwicklung soll es sein, den Menschen die nötigen Kompetenzen und Einstellungen zu vermitteln, so dass künftige Generationen eine lebenswerte Welt vorfinden: "Die globale Vision der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist es, allen Menschen Bildungschancen zu eröffnen, die es ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen sowie Verhaltensweisen und Lebensstile zu erlernen, die für eine lebenswerte Zukunft und positive gesellschaftliche Veränderung erforderlich sind."

Im Nationalen Aktionsplan (NAP) wurden vier Ziele formuliert:
1) Die Weiterentwicklung und Bündelung der Aktivitäten sowie Transfer guter Praxis in die Breite
2) Die Vernetzung der Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung
3) Die Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung von Bildung für nachhaltige Entwicklung
4) Die Verstärkung internationaler Kooperationen.

Die Arbeitsgruppen gestalten Vorschläge und Ausarbeitungen.

Jedes Jahr ist einem eigenen Jahresthema festgelegt:
2007: Kulturelle Vielfalt
2008: Wasser
2009: Energie
2010: Geld
2011: Stadt
2012: Ernährung
2013: Mobilität
2014: generelles Fazit, ein Zusammenführen der bisherigen Themen und Ausblick

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
Entsprechend eines Beschlusses des Deutschen Bundestags vom Juni 2000, (Bundesdrucksache 14/3319) ist die Bundesregierung aufgefordert in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu veröffentlichen. Die Berliner Arbeitstelle des Vorsitzenden des Nationalkomitees der UN-Dekade Prof. Gerhard de Haan am Institut Futur ist damit beauftragt worden dem zuständigen Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Entwurf zum 4. Bericht vorzulegen.

Evaluiert werden die Teilbereiche Elementarbereich, Schule, Hochschule, berufliche Aus- und Weiterbildung und informelles Lernen. Experten der jeweiligen Bildungsbereiche werden mit einbezogen, um eine Sachstandsanalyse wie auch Empfehlungen für zukünftiges bildungspolitisches Handeln im Sinne der nachhaltigen Enwicklung abzugeben.

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Schlagworte

Bildung, Fortbildung, Johannesburg, Jugend, Kinder, Vereinte Nationen

Letzte Aktualisierung

19.09.2011 12:52