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Sonstiges

Agenda 21


Auf der Rio-Konferenz 1992 ist deutlich geworden, dass eine nachhaltige Entwicklung nur durch ein weltweites Aktionsprogramm erreicht werden kann. Mit der in Rio verabschiedeten Agenda 21 werden detaillierte Handlungsaufträge (sozial, ökologisch, ökonomisch) gegeben, um einer weiteren Verschlechterung der Situation des Menschen und der Umwelt entgegenzuwirken und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sicherzustellen.

Nach der Agenda 21 sind es in erster Linie die Regierungen der einzelnen Staaten, die auf nationaler Ebene die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung planen müssen in Form von Strategien, nationalen Umweltplänen und nationalen Umweltaktionsplänen. Dabei sind auch regierungsunabhängige Organisationen und andere Institutionen zu beteiligen. Wichtig für den Erfolg der Maßnahmen und Projekte ist eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit bzw. der Bevölkerung, da nachhaltige Entwicklung auch in den Köpfen der Beteiligten Einzug finden muss. Eine besondere Rolle und Verantwortung kommt hier auch den Kommunalverwaltungen zu, die für ihren Bereich die Umsetzung der „Lokalen Agenda 21“ im Konsens mit ihren Bürgern herstellen soll.

Auf internationaler Ebene müssen die Bemühungen der einzelnen Staaten für eine nachhaltige Entwicklung koordiniert werden, z.B. durch Organisationen wie die Vereinten Nationen. Besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung bedürfen auch die Entwicklungsländer und die Nationen, deren Wirtschaft gerade im Umbruch begriffen ist, wie verschiedene osteuropäische Staaten oder die ehemalige Sowjetunion. Aus heutiger Sicht wären die Länder des ehemaligen Jugoslawiens hinzuzufügen.

Themenbereiche
Die Agenda 21 besteht aus insgesamt 40 Kapiteln, in denen alle relevanten Politikbereiche und Handlungsmaßnahmen angesprochen werden.

Aus der Präambel zur Agenda 21:
„Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte, gedeihlichere Zukunft zu gewährleisten. Das vermag keine Nation allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist.“

Die Agenda 21 ist thematisch in vier Bereiche unterteilt:
I. Soziale und wirtschaftliche Dimension
Diese behandelt die soziale und wirtschaftliche Dimension mit den wichtigen Aspekten Armutsbekämpfung, Bevölkerungsdynamik, Gesundheitsschutz und nachhaltige Siedlungsentwicklung.

II. Erhaltung und Bewirtschaftung der Ressourcen für die Entwicklung
Diese umfasst die ökologieorientierten Themen vom Schutz der Erdatmosphäre über die Bekämpfung der Entwaldung, dem Erhalt der biologischen Vielfalt bis hin zur umweltverträglichen Entsorgung von Abfällen.

III. Stärkung der Rolle wichtiger Gruppen
Diese umfasst die partizipativen Aspekte von diversen gesellschaftlichen Gruppen, die für die Umsetzung der Agenda von besonderer Bedeutung sind.

IV. Möglichkeiten der Umsetzung
Diese behandelt die Rahmenbedingungen der Umsetzung hinsichtlich der finanziellen und organisatorischen Instrumente (Technologietransfer, Bildung, internationale Zusammenarbeit, usw.).


Dokumente
Agenda 21Kaputter Link
Präambel zur Agenda 21Kaputter Link

Interne Links
Externe Links
United Nations Environment Programme:Kaputter Link Agenda 21 im englischen Original
Agenda 21 Treffpunkt Kaputter Link
Sustainability Center Bremen Kaputter Link
Deutsches Institut für UrbanistikKaputter Link

 

 

Schlagworte

Agenda , Effizienz, Klimaschutz, Rio

Letzte Aktualisierung

25.08.2014 11:15