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DST: Deutscher Städtetag


Der Deutsche Städtetag (DST) ist der größte kommunale Spitzenverband in Deutschland. Er vertritt die Interessen aller kreisfreien und der meisten kreisangehörigen Städte. In ihm haben sich über 4.300 Städte und Gemeinden mit insgesamt 51 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen.

Aktuelles
Auf der 36. Hauptversammlung des Deutschen Städtetages, vom 3.-5.Mai 2011 in Stuttgart, die unter dem Motto "Zusammenhalt und Zukunft-nur mit starken Städten" stand, wurde der Münchner Oberbürgermeister und SPD-Politiker Christian Ude zum neuen Präsidenten gewählt. Er löste damit Dr.h.c. Petra Roth, CDU-Politikerin und Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, ab, die zur Vizepräsidentin gewählt wurde. Christian Ude bekleidet das Amt nach 2005 in Berlin und 2007 in München nun schon zum dritten Mal. Als Ehrenmitglied und erste Frau, der diese Auszeichnung zuteil wird, wurde einstimmig Dr. Rosemarie Wilcken, die ehemalige Bürgermeisterin von Wismar, gewählt. Zentrale Themen der Hauptversammlung waren u.a. die wachsende Bedeutung der Städte bei der Bewältigung zukünftiger gesellschaftlicher Aufgaben wie Chancengleichheit in der Bildung, Integration, demografischer Wandel, Umwelt- und Klimaschutz. Besondere Beachtung fand der Stellenwert der Nachhaltigkeit für die Stadtentwicklung.

Gründung
Der Deutsche Städtetag wurde 1905 in Berlin gegründet. 1933 zwangsweise mit anderen kommunalen Spitzenverbänden zum Deutschen Gemeindetag zusammengeschlossen, entstand der Deutsche Städtetag bereits 1945 aufs neue. Ziel war und ist die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung. Hier können Sie 100 Jahre Deutscher Städtetag herunterladen und nachlesen.

Mitglieder

Rund 3400 Städte und Gemeinden mit mehr als 51 Millionen Einwohnern haben sich im Deutschen Städtetag zusammengeschlossen. 210 Städte sind unmittelbare Mitglieder, darunter 111 kreisfreie Städte. Die anderen Städte gehören dem Deutschen Städtetag über seine Mitgliedsverbände mittelbar an. Hinzu kommen zwölf höhere Kommunalverbände, Regional- und Fachverbände als außerordentliche Mitglieder.

Aufgaben
Als Solidargemeinschaft der Städte vertritt der Deutsche Städtetag die Idee der kommunalen Selbstverwaltung gegenüber Bund, Ländern, Europäischer Union, staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen sowie Verbänden. Seine Arbeit und Dienstleistungen orientiert der Deutsche Städtetag vor allem an den Anforderungen und Interessen der unmittelbaren Mitgliedsstädte sowie ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Seine Aufgaben fasst der Deutsche Städtetag wie folgt zusammen:
  • "Der Deutsche Städtetag vertritt aktiv die kommunale Selbstverwaltung. Er nimmt die Interessen der Städte gegenüber Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat, Europäischer Union und zahlreichen Organisationen wahr.
  • Der Deutsche Städtetag berät seine Mitgliedsstädte und informiert sie über alle kommunal bedeutsamen Vorgänge und Entwicklungen.
  • Der Deutsche Städtetag stellt den Erfahrungsaustausch zwischen seinen Mitgliedern her und fördert ihn in zahlreichen Gremien."
Zentrale Zielsetzung
"Die Städte müssen handlungsfähig bleiben, denn sie erbringen einen Großteil der öffentlichen Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger. Um hierbei wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden, sollten Bund und Länder die Städte als Partner begreifen. Für neue Aufgaben der Kommunen muss die Finanzierung gesichert sein.

Der Deutsche Städtetag

  • nimmt Einfluss auf die Gesetzgebung - durch Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen, Gespräche mit Parlament und Regierung sowie durch Öffentlichkeitsarbeit,
  • fördert eine moderne Verwaltung, die sich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert,
  • erarbeitet mit den Städten Konzepte für neue kommunalpolitische Herausforderungen."
Arbeitsfelder
In folgenden Arbeitsfeldern ist der DST tätig:
  • Finanzen
  • Bildung, Kultur, Sport
  • Arbeit, Jugend, Soziales
  • Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen, Verkehr
  • Umwelt, Wirtschaft
  • Recht, Verfassung, Gesundheit
  • Personal, Organisation
  • Europa und Ausland
  • Integration, Demografischer Wandel, Bürgerschaftliches Engagement, Gender Mainstreaming
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Organisation
  • "Der Deutsche Städtetag stützt sich auf die ehrenamtliche Mitarbeit zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter der Städte in der Hauptversammlung, im Hauptausschuss und im Präsidium. An der Spitze dieser Gremien steht der/die Präsident/in.
  • Durch seine/ihre Tätigkeit in Fachausschüssen, Arbeitskreisen, Konferenzen und Beiräten sind Ratsmitglieder sowie hauptberufliche städtische Expertinnen und Experten wesentlich an der Meinungsbildung beteiligt.
  • Den hauptamtlichen Bereich, die Hauptgeschäftsstellen in Berlin und Köln mit rund 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in acht Dezernaten, leitet das Geschäftsführende Präsidialmitglied, der Hauptgeschäftsführer."
Deutscher Städtetag und die Lokale Agenda 21
Um ihren Mitgliedsstädten und -gemeinden eine Orientierungshilfe für die Erstellung einer Lokalen Agenda zu geben, hat die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände unter Federführung des DST eine Materialsammlung für eine Lokale Agenda mit dem Titel "Städte für eine umweltgerechte Entwicklung. Materialien für eine Lokale Agenda 21" erarbeitet, die leider nur als Druckversion bezogen werden kann (Heft 24).

In dieser Orientierungshilfe werden 19 Handlungsfelder
formuliert, die jeweils in eine Bestandsaufnahme und in konkrete Handlungsmöglichkeiten gegliedert sind.


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Schlagworte

Kommunen, Stadtentwicklung

Letzte Aktualisierung

14.09.2011 08:41