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Socially Responsible Investment (SRI)
SRI steht für „Socially Responsible Investment“, also gesellschaftlich verantwortliche Kapitalanlagen. Dies ist ein Oberbegriff für sehr unterschiedliche Anlagekonzepte. Darunter fallen einerseits strenge nachhaltige Geldanlagen, die teilweise 200 – 300 ökologische, soziale und ethische Kriterien überprüfen, also auch verantwortliche Investments, bei denen nur einzelne umstrittene Branchen wie die Rüstungsindustrie ausgeschlossen sind oder andere Konzepte gelten, um nicht zu Verstößen gegen internationale Standards beizutragen und entsprechend auf Unternehmen einzuwirken.
Darum unterscheidet der europäische Branchenverband für nachhaltiges Investment Eurosif zwischen „Kern-SRI“, das strengere Konzepte enthält, und „breites SRI“, das weniger strenge Konzepte von großen, überwiegend konventionellen Investoren umfasst. Von den inzwischen fünf Billionen Euro an SRI, die Eurosif Ende 2010 ermitteltet, entfallen 1,2 Billionen Euro auf nachhaltige Geldanlagen im engeren Sinne und 3,8 Billionen Euro auf nachhaltige Geldanlagen im weiteren Sinne. Der Kernbereich dürfte zehn Prozent des gesamten Europäischen Kapitalmarktes ausmachen, so der Branchenverband.
Aufgrund dieser Zweiteilung haben manche Akteure den Oberbegriff SRI inzwischen im Englischen inhaltlich erweitert auf „Sustainable and Responsible Investment“, also „nachhaltiges und verantwortliches Investieren“.
Kern-SRI
„Kern-SRI“ enthält strengere Konzepte, die zu nachhaltigen Geldanlagen zählen. Der europäische Interessensverband Eurosif unterscheidet folgende Konzepte:
- Mindestens drei ethische wert- oder normbasierte Ausschlusskriterien: z.B. Verstöße gegen Menschenrechte und Arbeitsnormen und die Prinzipien des UN Global Compact)
- Positivkriterien / Best-in-Class-Konzepte: Positivkriterien beziehen sich auf positive Beiträge von Unternehmen und Staaten beispielsweise zum Umweltschutz oder Lebensbedingungen armer Menschen. Best-in-Class-Konzepte wählen die Unternehmen einer Branche aus, die die höchsten ökologischen, sozialen Leistungen erbringen und am besten geführt sind.
- Themenfonds: Sie enthalten Unternehmen insbesondere aus den Bereichen Wassertechnik, Umwelttechnik, Erneuerbare Energien. Doch Vorsicht: Nicht alle haben (ökologische und soziale) Nachhaltigkeitskriterien. Darum unterscheidet man bei Nachhaltigen Geldanlagen zwischen Umwelttechnikfonds und Nachhaltigkeitsthemenfonds.
- Strenge Kombinationen aus den genannten Ansätzen
„Breites SRI“ enthält sehr unterschiedliche Konzepte, die nicht mit nachhaltigen Geldanlagen zu verwechseln sind, sondern unter verantwortliche Investments fallen. Der europäische Interessensverband Eurosif unterscheidet folgende Konzepte:
- 'Einfache Ausschlusskriterien: mindestens ein Ausschlusskriterium, z.B. eine Branche; sehr oft Rüstungs- oder Tabakindustrie.
- „Engagement“ (englisch ausgesprochen): Hierbei geht es darum, dass Großanleger versuchen, Unternehmen mit kritischen Geschäftsaktivitäten in direktem Dialog zu nachhaltigeren Wirtschaftsweisen zu drängen. Engagement gewinnt international an Bedeutung.
- Integration von ESG-Kernkritieren'': Institutionelle Investoren integrierten zentrale, finanziell bedeutsame Nachhaltigkeitskriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Governance (ESG) - wie z.B. Klimaschutzdaten - in Aktienanalyse und Portfoliomanagment. Dieser Ansatz wird global immer bedeutsamer.







