Schlagwort- / Artikelsuche von A-Z

Sonstiges

Wirkungszusammenhänge Ökologie, Soziales, Betriebswirtschaft


Umweltschutz und soziale Investitionen seien viel zu teuer, gerade wenn es wirtschaftlich nicht so gut gehe, heißt es immer noch in vielen Verbänden und Unternehmen. Doch es gibt nachweislich Vorteile und positive Wirkungszusammenhänge zwischen ökologischen, sozialen und betriebswirtschaftlichen Dimensionen, selbst wenn sie sich nicht immer aufs Quartal, oder manchmal gar nicht berechnen lassen. Eine zentrale These lautet: Unternehmen, die auf ökologische und soziale Aspekte achten, sind vorausschauender und insgesamt besser geführt. Was bringt das Engagement für nachhaltiges Wirtschaften konkret?

Im diesem Kapitel werden die Wirkungszusammenhänge summarisch dargestellt und anhand exemplarischer Firmenbeispiele erläutert. Von den folgenden Wirkungszusammenhängen berichten Unternehmen quer durch alle Branchen. Sie nutzen diese Themen, um sich von Wettbewerbern abzuheben und besser zu positionieren, ergab eine Studie von der unabhängigen Münchener Nachhaltigkeitsratingagentur Oekom Research, 2010.

Zusammenfassend ergeben sich für Unternehmen folgende Vorteile der positiven Wechselwirkungen zwischen Ökologie, Sozialem und Ökonomie:

- Ressourceneinsparung/Kostendämpfung
- Zuliefererbindung mit höheren Prozess- und Produktqualitäten
- Mitarbeitermotivation und höhere Produktivität
- Stärkere Kundenbindung
- Stabilisierung oder Steigerung der Gewinne
- Innovationspotenziale und neue Marktchancen
- Festigung oder Ausbau der Wettbewerbsposition
- Reputationsverbesserung bei allen Anspruchsgruppen
- leichterer Kapitalmarktzugang und bessere Aktionärsbindung

Diese Fragen sind keine Schönheitsfragen, sondern existentielle Gesichtspunkte für Unternehmen. Corporate Social Responsibility (CSR) oder Nachhaltiges Wirtschaften strategisch zu betreiben, ist zwingend erforderlich, weil es wettbewerbsrelevant ist. Damit CSR glaubwürdig ist und für Umwelt, Menschen und Unternehmen gleichermaßen nutzt, muss Nachhaltigkeit innerhalb von Unternehmen ein verbindlicher betriebswirtschaftlicher Entscheidungsfaktor sein.

Manche Experten fordern, der Staat müsse Unternehmen verpflichten, Corporate Social Responsibility (CSR) oder nachhaltiges Wirtschaften strategisch zu verankern. Das ist umstritten. Noch gilt Freiwilligkeit. Allerdings gibt es Bestrebungen in der Europäischen Kommission, eine Pflicht zur Berichterstattung über Nachhaltigkeit einzuführen. So hat die europäische Generaldirektion für Binnenmarkt im April 2011 angekündigt, bis Jahresende einen Gesetzesvorschlag vorzulegen, wonach Unternehmen „nicht-finanzielle“ Leistungsinformationen offenlegen müssten. In einigen EU-Mitgliedsstaaten existieren bereits solche ESG-Berichtspflichten, in Deutschland hingegen noch nicht in dieser umfangreichen Form.

Lesen Sie zu den einzelnen Wirkungszusammenhängen:

  • Zuliefererstandards nutzen vielen Seiten: Öko-soziale Standards, stabilere Geschäftsbeziehungen zu Zulieferern und eine höhere Mitarbeitermotivation steigern die Qualität von Produkten und Prozessen und bringen mehr Kundenzufriedenheit.
  • Nachhaltigkeit erleichtert Kapitalmarktzugang: Die vielen positiven Wechselwirkungen können den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern, indem sie die Aktionärsbindung und den Stand gegenüber anderen Kreditgebern wie Banken verbessern.
Externe Links

 

 

Schlagworte

Ökologie, Soziales, Unternehmenspolitik, Wirkungszusammenhänge, Wirtschaft

Letzte Aktualisierung

10.02.2012 13:17