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Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)


Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) wurde am 6. Juni 1986 gegründet, womit erstmals die zuvor auf verschiedene Ministerien verteilten Zuständigkeiten der Umweltpolitik gebündelt wurden. Den Anstoß gab die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986.
Bereits Anfang der siebziger Jahre wurden durch das Umweltprogramm der Bundesregierung (1971) sowie zentrale Gesetzeswerke wie das Abfallbeseitigungsgesetz (1972) und das Bundesimmissionsschutzgesetz (1974) wichtige Grundlagen gelegt. Das UmweltbundesamtKaputter Link in Berlin und der Sachverständigenrat für UmweltfragenKaputter Link als wissenschaftliches Beratungsgremium der Bundesregierung wurden ebenfalls 1974 eingerichtet. Das Bundesumweltministerium hat seine Dienstsitze in Bonn und Berlin.

Bisherige Umweltminister:

Name


Walter Wallmann
Klaus Töpfer
Angela Merkel
Jürgen Trittin
Sigmar Gabriel
Norbert Röttgen
Peter Altmaier

Lebensdaten


geb. 1932
geb. 1938
geb. 1954
geb. 1954
geb. 1959
geb. 1965
geb. 1958

Partei


CDU
CDU
CDU
GRÜNE
SPD
CDU
CDU

Beginn der Amtszeit


6. Juni 1986
7. Mai 1987
17. November 1994
27. Oktober 1998
22. November 2005
28. Oktober 2009
22. Mai 2012

Ende der Amtszeit


22. April 1987
17. November 1994
27. Oktober 1998
22. November 2005
28. Oktober 2009
16. Mai 2012
im Amt



Ziele und Aufgaben

Leitbild der Umweltpolitik ist die Idee der Nachhaltigkeit.

Das Bundesumweltministerium nimmt heute folgende Aufgaben wahr:
  • Klimaschutz und erneuerbare Energien (seit 2002)
  • Ressourceneffizienz
  • Wasserwirtschaft
  • Abfallwirtschaft
  • Bodenschutz
  • Umwelt und Gesundheit
  • Immissionsschutz
  • Anlagensicherheit und Verkehr
  • Chemikaliensicherheit
  • Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung
  • Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen
  • nukleare Ver- und Entsorgung
  • Strahlenschutz
  • Internationale Zusammenarbeit in der Umweltpolitik
Eine detaillierte Übersicht über Gesetze, Programme und Maßnahmen des BMU bezogen auf Nachhaltigkeit, Klimawandel und Emissionsreduzierung finden Sie hier!


Leitung und Organisation

An der Spitze des Ministeriums steht der Bundesumweltminister. Derzeit ist dies Herr Peter Altmaier. Er leitet das Ministerium und vertritt es im Bundeskabinett. Ihm zur Seite stehen der Leitungs- und Kommunikationsstab.
Stellvertreter des Ministers ist der Staatssekretär. Er hat - wie der Minister - ein Weisungsrecht gegenüber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ministeriums. Zur Leitung des Ministeriums gehören zudem zwei Parlamentarische StaatssekretärInnen. Sie sind Mitglieder des Parlaments - also Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Sie vertreten den Minister beispielsweise bei Erklärungen vor dem Bundestag, dem Bundesrat sowie bei Sitzungen der Bundesregierung.

  • Mitarbeiterstruktur
Im Bundesumweltministerium arbeiten insgesamt 980 Beschäftigte, wovon 746 mit fester Planstelle eingestellt sind. Allerdings ist auch das BMU von Stellenabbau betroffen, sodass bis 2013 eine Reduzierung auf 692 Planstellen vorgesehen ist.

  • Abteilungen
Das Bundesumweltministerium gliedert sich in sechs Abteilungen entlang der fachlich und inhaltlichen Schwerpunkte:

Zentralabteilung, Grundsatzangelegenheiten des Umweltschutzes
Sie ist die Grundsatzabteilung im Bundesumweltministerium und kümmert sich um die Verwaltung - etwa von Personal und Geld - sowie um die Zusammenarbeit mit den Bundesländern und den Kommunen. Hinzu kommen Forschungsvorhaben, die Förderung von Umweltprojekten und die Umweltbildung. Zudem werden hier grundsätzliche, umweltrechtliche und wirtschaftliche Fragen der Umweltpolitik behandelt.

Abteilung Klimaschutz, Umwelt und Energie, erneuerbare Energien, internationale Zusammenarbeit
Hier geht es um das Thema Umwelt und Energie und die internationale Zusammenarbeit - z.B. die internationalen Klimaverhandlungen - sowie die Erforschung und Förderung erneuerbarer Energien.

Abteilung Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen, Strahlenschutz, nukleare Ver- und Entsorung
Das BMU kümmert sich hier um die Sicherheit kerntechnischer Anlagen, insbesondere Atomkraftwerke, und um Strahlenschutz. Weiterhin beschäftigt sich diese Abteilung vor allem mit der Entsorgung radioaktiver Abfälle sowie mit dem Stilllegen von Atomkraftwerken.

Abteilung Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz
Hier geht es um den Schutz der Gewässer und der Meeresumwelt. Zudem befasst sich die Abteilung vor allem mit dem Vermeiden, Verwerten und Entsorgen von Abfällen und dem Bodenschutz sowie der ökologischen Ressourceneffizienz.

Abteilung Umwelt und Gesundheit, Immissionsschutz, Anlagensicherheit und Verkehr, Chemikaliensicherheit
Diese Abteilung kümmert sich um den Schutz vor Luftbelastungen und Lärm und sorgt für die Sicherheit von Chemikalien.

Abteilung Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung
In dieser Abteilung geht es um den Schutz der Natur und um eine nachhaltige Nutzung der Natur - beispielsweise bei Sport und Tourismus.

Zum weiteren Geschäftsbereich gehören zudem das UmweltbundesamtKaputter Link, das Bundesamt für NaturschutzKaputter Link und das Bundesamt für StrahlenschutzKaputter Link


Haushalt

Dem Bundesumweltministerium standen für seine Arbeit "2012" insgesamt 1.591 Millionen Euro zur Verfügung (Ausgaben 2012Kaputter Link). Da Umweltpolitik jedoch eine Querschnittsaufgabe ist, sind auch in den Haushalten anderer Bundesministerien teils erhebliche Mittel für Umweltschutzausgaben vorgesehen.


Das BMU und Nachhaltigkeit

Eine Aufstellung dessen, was das BMU in Bezug auf Nachhaltigkeit in den letzten Jahrzehnten durchgesetzt hat, finden sie hier.

Dokumente
Organigramm des BMUKaputter Link

Interne Links
Externe Links
Homepage des BMUKaputter Link
Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und ReaktorsicherheitKaputter Link
Faktor xKaputter Link: Uran und Kernenergie. Ein Hintergrundpapier der Energy Watch Group Kaputter Link

 

 

Schlagworte

Biotechnologie, Bundesebene, Bundesministerium, Committee on Sustainable Development, Ministerium, Natur, Naturschutz, Naturverbrauch, Reaktorsicherheit, Umwelt, Umweltamt, Umweltbericht, Umweltpolitik

Letzte Aktualisierung

21.01.2013 12:34