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Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Gesetze, Programme und Maßnahmen
Gesetze, Programme und Maßnahmen
Im Folgenden soll ein Überblick über wichtige Gesetze, Maßnahmen und Vereinbarungen in Bezug auf Nachhaltigkeit, Emissionsreduzierung und Klimawandel, die seit der Gründung des Bundesumweltministeriums beschlossen wurden, gewährt werden.
Jahr | Gesetze, Programme und Maßnahmen des BMU | |
| 2012 | Januar Auf Grundlage des Entwurfs zum Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG 29. Juni Abschluss des parlamentarischen Verfahrens der PV-Novelle 16./17.Juli III. Petersberger Klimadialog Oktober Verfahrensvorschlag | |
| 2011 | Januar Das Sondergutachten "Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung" des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) wird an das BMU übergeben. Ergebnis: Eine 100% erneuerbare Stromversorgung ist in Deutschland bis 2050 möglich! Februar Novelle des Treibhausgas-Emissionshandelgesetzes, die die EU-Emissionhandels-Richtlinie in nationales Recht umsetzt. März Erdbeben und Tsunami in Japan lösen Atomkraftwerk-Katastrophe in Fukushima aus. Der BMU trifft neue Maßnahmen zum Strahlenschutz und das Moratorium zur Kernenergie wird beschlossen in dem die Sicherheit der Atomkraftwerke überprüft wurden. Die Ethikkommission "Sichere Energieversorung" wird eingesetzt. Juni Der Bundestag verabschiedet mit großer Mehrheit das Gesetzespaket zur Energiewende. Veröffentlichung des Erfahrungsberichts 2011 Dezember Die Klimakonferenz 2011 in Durban (COP17), auf der beschlossen wurde, ein für alle verbindliches, internationales Klimaabkommen vorzubereiten. Bund und Länder einigen sich auf Endlager-Fahrplan Informationskampagne "Zukunft made in Germany | |
| 2010 | Juli Indikatorenbericht 2010 des Statistischen Bundesamtes: "Nachhaltige Entwicklung in Deutschland" 28. September Bundeskabinett beschliesst das Energiekonzept 2050 Dezember unerwartet erfolgreicher Ausgang der UN-Klimakonferenz in Cancún (COP 16). Es wurde ein Verfahren zur Überprüfung vereinbart, welche zusätzlichen Maßnahmen zur Einhaltung des 2-Grad-Ziels erforderlich sind. Außerdem wurden grundsätzliche Vereinbarungen zur Transparenz der Klimaschutzmaßnahmen von Staaten getroffen. Industrieländer haben zugesagt, ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern zu mobilisieren. | |
| 2009 | 1. Januar Die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 1. Januar Das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz 26. Januar In Anwesenheit von 124 Delegationen und der Europäischen Gemeinschaft unterzeichnen 75 Staaten in Bonn den Gründungsvertrag für eine Internationale Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) Januar Die Roadmap Energiepolitik 2020 "Neues Denken - Neue Energie" wird vorgestellt in der zehn Leitsätze für eine nachhaltigen Energieversorgung formuliert wurden. 27. Mai Das Bundeskabinett verabschiedet die Emissionshandels-Versteigerungsverordnung (EHVV 2012) 10. Juni Das Bundeskabinett beschließt auf Initiative von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eine Nachhaltigkeitsverordnung 25. Juni Das Klima- und Energiepaket der Europäischen Union (EU) | |
| 2008 | 1. Januar Seit Beginn des Jahres 2008 stehen dem Bundesumweltministerium (BMU) aus der Versteigerung von Emissionshandelszertifikaten zusätzliche Haushaltsmittel für die Umsetzung einer Klimaschutzinitiative zur Verfügung. Für 2008 standen insgesamt 400 Millionen Euro bereit, von denen 280 Millionen Euro in Deutschland und 120 Millionen Euro in Schwellen- und Entwicklungsländern investiert wurden. 2009 konnte eine Ausweitung auf 460 Millionen Euro zusätzlicher Mittel für den BMU-Haushalt erreicht werden. Ziel der Klimaschutzinitiative 17. Dezember Das Bundeskabinett verabschiedet die Deutsche Anpassungsstrategie | |
| 2007 | 1. März Durch die Verordnung zur Kennzeichnung der Fahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung (Kennzeichnungsverordnung) werden Kraftfahrzeuge nach ihrem Emissionsverhalten bundeseinheitlich durch verschiedenfarbige Plaketten gekennzeichnet. Die Bundesländer können sich bei der Einrichtung von Umweltzonen auf die Kennzeichnungsverordnung beziehen und Fahrverbote für Fahrzeuge vorsehen, die nicht nach den Vorgaben eines Luftreinhalte- oder Aktionsplanes gekennzeichnet sind. 9. März Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) fassen unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel als EU-Ratsvorsitzende einen historischen Beschluss: das Klima- und Energiepaket der Europäischen Union (EU) 23. August Die Bundesregierung beschließt in Meseberg das Integrierte Energie- und Klimaprogramm . Dieses führt – zusammen mit bereits beschlossenen Maßnahmen – bei konsequenter und ambitionierter Umsetzung bis 2020 zu einer Senkung der Treibhausgasemissionen um etwa 35 Prozent und trägt somit entscheidend dazu bei, das deutsche Klimaschutzziel zu erreichen. Die Beschlüsse von Meseberg sind ein Paradigmenwechsel: Erstmals orientiert sich die Energiepolitik an den Erfordernissen des Klimaschutzes. Das IEKP besteht aus 29 Eckpunkten und stützt sich dabei vor allem auf drei Säulen: erneuerbare Energien ausbauen, Energieeffizienz steigern, Emissionen von Nicht-CO2-Treibhausgasen wie Methan, Lachgas und fluorierten Kohlenwasserstoffen vermindern. 3. bis 15. Dezember Auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (UN) auf Bali beschließt die Staatengemeinschaft, in den nächsten zwei Jahren ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll auszuhandeln. Sowohl Industrieländer als auch Entwicklungsländer wollen ihre Anstrengungen für den Klimaschutz verstärken. Das Verhandlungsmandat orientiert sich dabei an den wissenschaftlichen Erkenntnissen des UN-Klimarates IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), auf dessen jüngsten Synthesebericht hingewiesen wird. | |
| 2005 | 1. Januar In Deutschland und der Europäischen Union (EU) wird ein neues Instrument für den Klimaschutz eingeführt: der Emissionshandel 16. Februar Das Kyoto-Protokoll tritt in Kraft. Damit gibt es erstmals völkerrechtlich verbindliche Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen. Die Industrieländer sind verpflichtet, ihre Treibhausgas-Emissionen in der Zeit von 2008 bis 2012 insgesamt um mindestens fünf Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Deutschland hat sich im Rahmen des Protokolls und der Lastenteilung in der Europäischen Union verpflichtet, in diesem Zeitraum seine Treibhausgas-Emissionen um 21 Prozent zu reduzieren. 7. und 8. November Die von der Volksrepublik China in Peking ausgerichtete internationale Konferenz "birec06", die erste Folgekonferenz zur Bonner "renewables2004" vom Juni 2004, gibt dem weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien einen weiteren massiven Anschub. 28. November bis 10. Dezember In Montreal finden gleichzeitig die erste Konferenz der Staaten des Kyoto-Protokolls und die jährliche Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention statt. Auf der bisher größten Weltklimakonferenz beschließt die Staatengemeinschaft, den Weg des Kyoto-Protokolls mit verbindlichen Reduktionszielen und Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen fortzusetzen. | |
| 2004 | 1. bis 4. Juni Mit der in Bonn durchgeführten Internationalen Konferenz für erneuerbare Energien "renewables2004" 13. Juli Eine Richtlinie der Europäischen Union (EU) über nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe legt Obergrenzen für die Freisetzung der so genannten Massenschadstoffe Schwefeldioxid, Stickstoffoxide, flüchtige organische Verbindungen und Ammoniak fest, die ab dem Jahre 2010 nicht mehr überschritten werden dürfen. Diese Richtlinie wurde durch die Verordnung zur Verminderung von Sommersmog, Versauerung und Nährstoffeinträgen (33. BlmSchV) in deutsches Recht umgesetzt. 1. August Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) | |
| 2002 | 25. März Umfassende Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes April Die Bundesregierung legt die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie vor. Darin zeigt sie ihre Schwerpunkte einer zukunftsfähigen Politik auf: Vom Klimaschutz über die Energiepolitik bis hin zur Gestaltung des demografischen Wandels. Die Nachhaltigkeitsstrategie wird kontinuierlich weiterentwickelt. September Auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg werden die internationalen Vereinbarungen zu nachhaltiger Entwicklung mit neuen Zeitzielen und Handlungsprioritäten fortgeschrieben. Themenschwerpunkte des verabschiedeten Aktionsplans sind unter anderem Armutsbekämpfung, Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitäre Grundversorgung, biologische Vielfalt, Energiepolitik, Chemikaliensicherheit sowie nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster. 22. Oktober Im Zuge der Regierungsbildung nach der Bundestagswahl vom September 2002 erhält das Bundesumweltministerium die Federführung innerhalb der Bundesregierung für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und für die erneuerbaren Energien. Bis 2005 werden sechs Referate für erneuerbare Energien aufgebaut. | |
| 2001 | April Berufung des Rates für nachhaltige Entwicklung Juni Der Europäische Rat beschließt eine EU - Nachhaltigkeitsstrategie 25. Juni Die Klimavereinbarung zwischen Bundesregierung und deutscher Wirtschaft vom 9. November 2000 wird ergänzt. Ziel ist, die CO2-Emissionen durch den Erhalt, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung zu reduzieren. | |
| 2000 | 1. April Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 18. Oktober Das Bundeskabinett beschließt das Nationale Klimaschutzprogramm | |
| 1999 | 1. April Einführung der Ökologischen Steuerreform als ökonomisches Instrument in der Umweltpolitik. Ziel ist, die Nutzung der Umwelt zu verteuern, um Arbeit durch die Begrenzung der Rentenversicherungsbeiträge zu verbilligen und so einen weiteren Anstieg der Lohnnebenkosten zu verhindern. Nach Berechnungen von Experten wurden so bislang 250.000 Arbeitsplätze gesichert. Außerdem führte die Ökosteuer allein 2003 zu einer Einsparung von 20 Millionen Tonnen Treibhausgasen. | |
| 1998 | Entwurf eines „Umweltpolitischen Schwerpunktprogramms“ | |
| 1997 | Deutschland nimmt gemeinsam mit 21 anderen Staaten an der Testphase der CSD - Nachhaltigkeitsindikatoren teil. Dezember Nach gut zwei Jahren, die mit dem von Bundesumweltministerin Angela Merkel verhandelten Berliner Mandat ihren Ausgang nahmen, werden in Japan (COP 3) die Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll erfolgreich abgeschlossen. Erstmals werden für Treibhausgase verbindliche Emissionsminderungen für Industriestaaten vereinbart. | |
| 1994 | November Umweltschutz wird als Staatsziel im Grundgesetz verankert. In Kraft tritt der neue Artikel 20 a mit dem Wortlaut: "Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung." | |
| 1992 | 3. bis 14. Juni Auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro wird ein Aktionsplan für das 21. Jahrhundert verabschiedet: die Agenda 21. Sie definiert Handlungsfelder und Maßnahmen, um die Bewältigung der großen Herausforderungen von Umweltschutz und Entwicklung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung weltweit voranzutreiben. Ziel ist es, die natürlichen Lebensgrundlagen für eine wachsende Erdbevölkerung dauerhaft zu sichern. Weitere Ergebnisse der Konferenz waren: die Rio-Deklaration, die Grundsätze für das Verhalten der Staaten untereinander und von Staaten zu ihren Bürgern im Bereich Umwelt und Entwicklung enthält, die Walderklärung mit Grundsätzen zur Waldbewirtschaftung und Walderhaltung, die Zeichnung der Klimarahmenkonvention und der Konvention über die biologische Vielfalt, die Gründung der Kommission der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (CSD – Commission on Sustainable Development). | |
| 1990 | Juni Die Bundesregierung will die CO2-Emissionen Deutschlands im Zeitraum von 1990 bis 2005 um 25 Prozent reduzieren. Erreicht werden soll dieses Ziel durch effizientere Energienutzung, Energieeinsparung und den Ersatz kohlenstoffreicher durch kohlenstoffärmere und kohlenstofffreie Energiequellen. August Nach dem neuen Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung |
Dokumente
Bundesnaturschutzgesetz
Emissionshandels-Versteigerungsverordnung (EHVV 2012)
Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
Klima- und Energiepaket der Europäischen Union (EU)
Interne Links
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Emissionshandel
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Nachhaltigkeitsverordnung
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