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Responsible Care


Responsible Care (Verantwortliches Handeln) lautet weltweit das Motto der Verpflichtung der chemischen Industrie zu kontinuierlicher Verbesserung in allen Bereichen des Gesundheitsschutzes, der Sicherheit und des Umweltschutzes sowie zu einer offenen Informationspolitik in Bezug auf ihre Aktivitäten und Errungenschaften. Die nationalen Verbände der chemischen Industrie sind für die Umsetzung des Konzeptes des Responsible Care in ihren jeweiligen Ländern verantwortlich.

Merkmale und Leitsätze Responsible Care Responsible Care wird durch folgende acht grundlegende Merkmale gekennzeichnet, die vom internationalen Chemieverband ICCA d (International Council of Chemical Associations) abgestimmt wurden.
Die acht grundlegenden Merkmale von Responsible Care (nach Fachverband der chemischen Industrie Österreichs - FCIO d ):
  • Leitsätze (Guiding Principles) - die formelle Verpflichtung eines Unternehmens zur Einhaltung von Leitsätzen, die auf internationaler Ebene von der chemischen Industrie vereinbart wurden.
  • Statuten, Anleitungen, Prüflisten (Codes, Guidance Notes, Checklists) - sollen den Unternehmen bei der Erfüllung ihrer Verpflichtung helfen.
  • Kennzahlen (Performance Indicators) - wachsende Anzahl der Vorgaben von Kennzahlen zur Messung der tatsächlichen Leistung.
  • Meinungsaustausch (Communication) - Meinungsaustausch mit interessierten Kreisen zu Themen aus den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt.
  • Ausschüsse für den Erfahrungsaustausch (Information sharing fora) - geben den Unternehmen die Möglichkeit zum Austausch von Meinungen und Erfahrungen in der Umsetzung der Verpflichtung zu Responsible Care.
  • Bezeichnung und Logo (Title and Logo) - verdeutlichen bei internationalen Programmen den Einklang mit Responsible Care.
  • Ermutigung aller Chemieunternehmen (Encouragement of all chemical companies) - Überlegungen, wie alle Unternehmen der chemischen Industrie in am besten geeigneter Form einzubeziehen und zu motivieren sind.
  • Überprüfung (Verification) - Verfahren zur Überprüfung der Umsetzung von Responsible Care durch die Mitgliedsunternehmen.


Die Leitsätze von Responsible Care (nach Fachverband der chemischen Industrie Österreichs - FCIO d ), welche international abgestimmt sind, lauten: "Die chemische Industrie ...
  • ... betrachtet Sicherheit sowie Schutz von Mensch und Umwelt als Anliegen von fundamentaler Bedeutung. Deshalb sind von der Unternehmensführung umweltpolitische Leitlinien zu formulieren und regelmäßig auf neue Anforderungen zu überprüfen sowie Verfahren zur wirksamen Umsetzung dieser Vorgaben in die betriebliche Praxis zu schaffen.
  • ... stärkt bei allen Mitarbeitern das persönliche Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und schärft deren Blick für mögliche Umweltbelastungen durch ihre Produkte und den Betrieb ihrer Anlagen.
  • ... nimmt Fragen und Bedenken der Öffentlichkeit gegenüber ihren Produkten und Unternehmensaktivitäten ernst und geht konstruktiv darauf ein.
  • ... vermindert zum Schutz ihrer Mitarbeiter, Nachbarn, Kunden und Verbraucher sowie der Umwelt kontinuierlich die Gefahren und Risiken bei Herstellung, Lagerung, Transport, Vertrieb, Anwendung, Verwertung und Entsorgung ihrer Produkte. Sie berücksichtigt bereits bei der Entwicklung neuer Produkte und Produktionsverfahren Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltaspekte.
  • ... informiert ihre Kunden in geeigneter Weise über den sicheren Transport, die Lagerung, die sichere Anwendung, Verwertung und Entsorgung ihrer Produkte.
  • ...arbeitet ständig an der Erweiterung des Wissens über mögliche Auswirkungen von Produkten, Produktionsverfahren und Abfällen auf Mensch und Umwelt.
  • ... wird, ungeachtet der wirtschaftlichen Interessen, die Vermarktung von Produkten einschränken oder deren Produktion einstellen, falls nach den Ergebnissen einer Risikobewertung die Vorsorge zum Schutz vor Gefahren für Gesundheit und Umwelt dies erfordert. Sie wird die Öffentlichkeit darüber umfassend informieren.
  • ... leitet bei betriebsbedingten Gesundheits- oder Umweltgefahren die erforderlichen Maßnahmen ein, arbeitet in enger Abstimmung mit den Behörden und informiert die Öffentlichkeit unverzüglich.
  • ... bringt ihr Wissen und ihre Erfahrung aktiv in die Erarbeitung praxisnaher und wirkungsvoller Gesetze, Verordnungen und Standards ein, um den Schutz von Mensch und Umwelt zu gewährleisten.
  • ... fördert die Grundsätze und die Umsetzung von Responsible Care. Dazu dient insbesondere ein offener Austausch von Erkenntnissen und Erfahrungen mit betroffenen und interessierten Kreisen.


Mehr zu Responsible Care:
  • Expertenkommission "Kunststoffindustrie in Niedersachsen am Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung". Berichte zum Download d
  • Webseite der CEFIC d (European Chemical Industry Council; Vereinigung der Europäischen Chemischen Industrie), mit dem Responsible Care-Bericht der CEFIC für 2003-2004, Download d (PDF) sowie dem neuen Responsible Care-Statusreport des internationalen Chemieverbands ICCA d , Download d (PDF)
  • Webseite der FECC d (Fédération Européene du Commerce Chimique; European Association of Chemical Distributors; europäische Vereinigung des Chemikalienhandels): Beispiele für RC-Partner-Initiativen d auf nationaler Ebene bietet u.a. für Österreich und Deutschland d


Folgende Unternehmen/Verbände nehmen auf ihrer Homepage explizit Bezug auf die Leitlinien der Initiative Responsible Care:

[ Zuletzt geändert: 18.06.2008 18:20:30 ]