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WBCSD - World Business Council for Sustainable Development


Der im Januar 1995 gegründete World Business Council for Sustainable Development (WBCSD d ) ging aus dem Zusammenschluß des Business Council for Sustainable Development (BCSD) in Genf und dem World Industry Council for the Environment (WICE) in Paris hervor. Mittlerweile sind mehr als 160 internationalen Unternehmen Mitglied im WBCSD. Er hat regionale Netzwerke in Afrika, Nord- und Südamerika, Asien, Europa und Ozeanien. Eine Reihe großer deutscher Unternehmen sind Mitglied im WBCSD (adidas-Salomon, Allianz, BASF, Bayer, Continental AG, DaimlerChrysler, Degussa, Deutsche Bank, HeidelbergCement, Henkel und Volkswagen; Webseite des WBCSD d , Stand 16.01.2006).

Der WBCSD versteht sich als Vorreiter und Katalysator auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung. Er will die Rolle von Ökoeffizienz, Innovation und gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung voranbringen.

Er knüpft an die Ergebnisse der Konferenz von Rio und die Agenda 21 an. Die zukünftige Entwicklung muss danach so gestaltet werden, dass ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Zielsetzungen gleichrangig angestrebt werden. Zu diesem Zweck will der WBCSD die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Regierung und Nichtstaatlichen Organisationen verstärken.

Der WBCSD formuliert vier Ziele d seiner Arbeit:
  • Marktführerschaft (Business Leadership: To be the leading business advocate on issues connected with the environment and sustainable development.)
  • Politikentwicklung (Policy Development: To participate in policy development in order to create a framework that allows business to contribute effectively to sustainable development.)
  • Beste Praktiken (Best Practice: To demonstrate progress in environmental and resource management in business and to share leading-edge practices among our members.)
  • Globaler Wirkungskreis (Global Outreach: To contribute through our global network to a sustainable future for developing nations and nations in transition.)


Zur Umsetzung hat der WBCSD (gemeinsam mit EPE d , den europäischen Partnern für die Umwelt, European Partners for the Environment ) und mit Unterstützung der EU Generaldirektion Industrie d ) und verschiedenen europäischen Regierungen die Europäische Öko-Effizienz-Initiative (European eco-efficiency initiative (EEEI d )) entwickelt.

Für den Weltgipfel in Johannesburg hat der WBCSD zwei Initiativen gestartet:

Das Jungmanager-Team (Young Managers' Team d ): Hier geht es darum, den Idealismus und das Engagement junger Menschen, die nicht nur beruflich Karriere machen wollen, zu fördern. ("Today, young people who enter the business world have many goals. They not only want to have a rewarding and fulfilling job, but are also increasingly dedicated to making a difference - in their company, in their country and in the world.Companies that ignore these values risk losing talented young people. Companies that encourage them will inspire creativity and commitment not only among their employees, but also with customers and other stakeholders. This will become increasingly important cornerstone of success in the global marketplace.")Unternehmenshandeln für nachhaltige Entwicklung (Business Action for Sustainable Development (BASD) d ): BASD ist eine gemeinsame Initiative des WBCSD und der Internationalen Handelskammer (ICC, International Chamber of Commerce) mit eigener Webseite d (Link derzeit nicht aktiv; 10.10.2003). BASD hat drei Aufgaben d :
  1. sicherzustellen, dass die Stimme der Wirtschaft bei den Vorbereitungen zum Weltgipfel 2002 Gehör findet,
  2. die Stellen zu identifizieren, an denen die Wirtschaft eine konstruktive Rolle für eine nachhaltige Zukunft spielen kann,
  3. zu demonstrieren, dass die Wirtschaft bereits aktiv engagiert ist in Initiativen und Partnerschaften, um die nachhaltige Entwicklung voranzubringen.


Unter dem Stichwort Case Studies d findet man Fallbeispiele von Unternehmensaktivitäten zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung in ihrem Unternehmen. Es ist eine Reihe europäischer Unternehmen vertreten, wie u.a.
  • adidas Salomon d : Supply-chain management (Stichworte: Acountability & Reporting, Corporate Social Responsibility)
  • Aventis d : Partnerschaft für Gesundheit (i.S. Impfstoffe) (Stichworte: Capacity Building, Corporate Social Responsibility)
  • Bayer AG d : Integrated crop management capacity building projects (Stichworte: Capacity Building, Corporate Social Responsibility, Sustainable Livelihoods)
  • Daimler-Chrysler d : Natural fibre car components (Stichworte: Capacity Building, Eco-Efficiency, Forest Products, Innovation & Technology, Mobility)Sustainability & Markets, Sustainable Livelihoods)
  • DaimlerChrysler, Shell, and Norsk Hydro d : the Iceland experiment (Stichworte: Electricity Utilities, Energy & Climate, Innovation & Technology)
  • Deutsche Bank d : Micro credit Development Fund (Stichworte: Capacity Building, Financial Sector, Sustainable Livelihoods)
  • Dow Jones Sustainability Indexes d (Stichworte: Advocacy & Communications, Financial Sector); mehr zum Index hier
  • Gerling d : Providing clean drinking water for a small Mediterranean island (Stichworte: Innovation & Technology, Sustainable Livelihoods, Urban Water Services)




Weitere Berichte, Jahresrückblicke sowie den vierteljährlich erscheinenden Nachrichtenbrief SUSTAIN d erreicht man hier d .

Einen historischen Rückblick aus Sicht von Stephan Schmidheiny, Gründer des Business Council for Sustainable Development, über die Anfänge (in Auszügen) finden Sie hier d .

[ Zuletzt geändert: 04.06.2008 19:03:07 ]