Artikel
Schweiz
Nachhaltigkeit in der Landespolitik
„Gemeinsam mit 181 anderen Staaten verpflichtete sich die Schweiz 1992 am Erdgipfel von Rio de Janeiro (Brasilien), sowohl national als auch international Strategien für eine nachhaltige Entwicklung zu entwerfen und umzusetzen. (...) Schwerpunkte bilden die Erarbeitung und die Umsetzung der Strategie "Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz", die Mitarbeit in internationalen Organisationen, das Engagement für wirksame umweltbezogene Konventionen und Vereinbarungen sowie die aktive Zusammenarbeit sowohl mit den Ländern Ost- und Mitteleuropas als auch des Südens.“ (Quelle: BAFU
Der Schweizer Bundesrat hat am 1. März 1993 die Verantwortung für die Ausrichtung und Koordination aller Folgearbeiten der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung und damit auch der nachhaltigen Entwicklung einem eigenen Ausschuss übertragen. In diesem Interdepartementalen Ausschuss Rio (IDARio) sind 20 verschiedene Bundesstellen vertreten. Sein Vorsitz wechselt jährlich zwischen dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco)
Der IDARio (Interdepartementaler Ausschuss Rio) hat Anfang 1996 seinen Bericht „Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz“ dem Bundesrat vorgelegt, der diesen Bericht in seiner Sitzung am 28. Februar 1996 offiziell zur Kenntnis genommen und dem IDARio den Auftrag erteilt hat, einen schweizerischen Aktionsplan zur nachhaltigen Entwicklung auszuarbeiten. Mit dieser Aufgabe sind sieben Persönlichkeiten betraut worden. Dieser „Conseil du développement durable“ hat seinen Bericht „Nachhaltige Entwicklung - Aktionsplan für die Schweiz“
Am 9. April 1997 hat der Bundesrat den Bericht Strategie „Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz" gebilligt. In diesem Aktionsplan für nachhaltige Entwicklung hat der Bundesrat Maßnahmen in acht Aktionsfelder definiert. Es sind dies
- Internationales Engagement
- Energie
- Wirtschaft
- Konsumverhalten
- Sicherheitspolitik
- Ökologische Steuerreform
- Bundesausgaben sowie
- Umsetzung und Erfolgskontrolle.
Zur Umsetzung der Beschlüsse von Rio, hier speziell der Klimarahmenkonvention, in der Schweiz hat der Bundesrat das CO2-Gesetz
Im März 1998 hat die Regierung zudem den Schweizer Rat für nachhaltige Entwicklung
Im Juni 2001 wurde das "Forum Nachhaltige Entwicklung
Im Jahr 1997 wurde eine Strategie der Nachhaltigen Entwicklungbeschlossen und im Jahr 2002, 2008 und 2012 weiterentwickelt. Neben konzeptionellen Leitlinien enthält die Strategie in zehn Handlungsfeldern insgesamt 22 wirkungsorientierte Massnahmen. Zeitgleich wurden auch Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung erarbeitet.
Das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung ist seit dem 26.10.1999 auch in der Bundesverfassung verankert:
„Art. 73 Nachhaltigkeit
Auf der Basis des Kapitels „Schutz und Förderung der menschlichen Gesundheit“ der Agenda 21 und gestützt auf den an der zweiten Europakonferenz Umwelt und Gesundheit 1994 in Helsinki verabschiedeten Aktionsplan Umwelt und Gesundheit für Europa hat eine Arbeitsgruppe, zusammengesetzt aus Vertretern mehrerer Bundesämter, Kantone und Gemeinden sowie aus verschiedenen Interessengruppen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit und Umwelt einen „Aktionsplan Umwelt und Gesundheit (APUG)“ erarbeitet und Anfang 1997 dem Parlament zur Kenntnis gegeben. 1999 ist bereits ein erster Zwischenbericht nach Abschluss der Pilotphase erschienen. Ein weiterer ist für das Jahr 2003 geplant. Der Aktionsplan ist mittlerweile mit einer eigenen Webseite im Internet vertreten: www.apug.ch
Der aktuelle Schweizer Umweltbericht 2011
Dokumente
- Bundesamt für Umwelt: Schweizer Umweltbericht 2011
(PDF) (elektronisches Dossier
) - Bundesamt für Umwelt: Umweltstatistik 2010
(PDF) - Bundesamt für Umwelt: Schweizer Umweltbericht 2009
(PDF)
- Schweiz: Indikatoren
- Schweiz: Lokale Agenda
- Schweiz: Nachhaltigkeitsstrategie, 1997-2001
- Schweiz: Nachhaltigkeitsstrategie, 2002-2007
- Schweiz: Nachhaltigkeitsstrategie, 2008-2011
- Schweiz: Nachhaltigkeitsstrategie, 2012-2015
- Schweiz: OECD-Bericht
- Schweiz
beim Auswärtigen Amt - Portal der Schweizer Bundesbehörden

- Schweizerische Bundesversammlung
(Parlament) - Schweizerischer Bunderat
(Regierung) - Schweizer Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)
, dort: Forum Nachhaltige Entwicklung
- Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
(Schweizer Umweltministerium]] - Das Eidgenössisches Büro für Konsumentenfragen (BFK)

- Schweizer Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL)

- Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)

- Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG)

- Aktionsplan Umwelt und Gesundheit APUG

- PUSCH - Praktischer Umweltschutz Schweiz

- drei länder frauen
- Die Gleichstellungsstellen Liechtenstein, St. Gallen/Schweiz und das Frauenreferat der Vorarlberger Landesregierung/Österreich - Schweizerischer Städteverband

- Schweizerischen Vereinigung für den Rat der Gemeinden und Regionen Europas (SVRGRE)

- Erklärung von Bern
- Die EvB ist eine parteipolitisch und konfessionell unabhängige Organisation (Verein) für solidarische Entwicklung. - Die Schweiz und die UNO








