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Nachhaltigkeitsberichte & CSR-Berichte
Zu nachhaltigem Wirtschaften und unternehmerischer Verantwortung Corporate Social Responsibility (CSR) gehört unabdingbar Transparenz. Das bedeutet die Offenlegung derjenigen Informationen, die wichtig sind für die wesentlichen Anspruchsgruppen/Stakeholder eines Unternehmens oder einer Organisation. Dies gewinnt Bedeutung, weil vor dem Hintergrund europäischer und globaler Entwicklungen die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung - Corporate Social Responsibility (CSR) - eine zunehmende Gewichtung in der öffentlichen Wahrnehmung von Unternehmen gewonnen hat. Gesellschaftlich verantwortungsbewusst handelnde Unternehmen wollen mit Nachhaltigkeits- oder CSR-Berichten gegenüber ihren Stakeholdern ein Zeichen setzen.
Nach Freeman (1983) hat das Stanford Research Institute (SRI) 1963 zum ersten Mal den Begriff "stakeholder" benutzt, um deutlich zu machen, dass Aktionäre (stockholders) nicht die einzige Zielgruppe sind, die vom Management beachtet werden muss. Freeman definiert "stakeholder" als Gruppe oder Individuen, die die Zielerreichung einer Organisation beeinflussen können oder von dieser betroffen sind. Diese Anspruchgruppen sind vor allem die Arbeitnehmer im Unternehmen und in der Wertschöpfungskette, die Anteilseigner und Investoren, die Kunden (Geschäftskunden und private Verbraucher), die Zulieferer, Regierungen und Behörden sowie Nichtstaatliche Organisationen wie Umwelt- und Entwicklungsverbände, Verbraucherschutzorganisationen und Wissenschaftler.
Um diese Anspruchsgruppen zu erreichen, veröffentlichen Unternehmen CSR-Berichte oder Nachhaltigkeitsberichte – beide Begriffe werden inzwischen synonym verwendet. Unternehmen tun das nicht immer aus eigenem Antrieb, sondern Anspruchsgruppen fordern, dass sie Informationen offen legen sollen, die wichtig sind, um die Nachhaltigkeits- oder CSR-Leistungen von Unternehmen beurteilen zu können. Bei der Erstellung von CSR- oder Nachhaltigkeitsberichten gibt es inzwischen die international anerkannten und auch auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Branchen zugeschnittenen Standards der Global Reporting Initiative (GRI).
Dieses Gebot der Transparenz hat einen großen Rückkoppelungseffekt: Viele Unternehmen haben bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten (englisch Sustainability Report) oder CSR-Berichten gemerkt, dass sie zwangsläufig auch ihre Erfassungs- und Kontrollmethoden anpassen sowie die interne Kommunikation verbessern müssen. Daraus zogen sie oftmals Schluss, dass sie auch ihre Strategie und Managementsysteme neu orientieren müssen, um den Ansprüchen an nachhaltigere Wirtschaftsweisen gerecht zu werden. Für manches Unternehmen waren Nachhaltigkeitsberichte der Anstoß zu einem umfassenden Nachhaltigkeitsmanagement.
Die Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung thematisiert bereits die Agenda 21.
Vor dem Hintergrund europäischer und globaler Entwicklungen hat die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung - Corporate Social Responsibility (CSR) - eine zunehmende Gewichtung in der öffentlichen Wahrnehmung von Unternehmen gewonnen. Gesellschaftlich verantwortungsbewusst handelnde Unternehmen wollen gegenüber den Stakeholdern ein Zeichen setzen.
Stakeholder, mit denen die Unternehmen in einer Wechselbeziehung stehen, sind vor allem die Arbeitnehmer, die Anteilseigner und Investoren, die Verbraucher, die Behörden und auch Nichtstaatliche Organisationen wie Umwelt- und Naturschutzverbände, Verbraucherschutzorganisationen und Dritte-Welt-Initiativen. Die Unternehmen wollen dabei an ihre Stakeholder kommunizieren, dass sie mehr tun, als nur das gesetzlich geforderte Mindestmaß zu erfüllen. Sie sehen ihr freiwilliges Engagement als Zukunftsinvestition, die letztlich auch dazu beitragen soll, ihre Ertragskraft zu steigern.
Seit einigen Jahren existieren verschiedene internationale Projekte und Initiativen, in denen sich Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung bewusst sind und dieses auch kommunizieren wollen, zusammengefunden und einer entsprechenden Selbstverpflichtung unterworfen haben. Auch von staatlicher Seite (OECD, EU) wird an entsprechenden Kodizes gearbeitet.
Einen Überblick über Nachhaltigkeitsberichte bietet die Internetseite der GRI: "Susainability Disclosure Database
Interne Links
- Stakeholder
- OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
- EU-Grünbuch Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen
- Europäisches Bündnis für soziale Verantwortung der Unternehmen, 2006
- Corporate Responsibility
- Business for Social Responsibility
- Netzwerk Corporate Social Responsibility (CSR) Europe
- Initiative CSR Austria
- Corporate Citizenship - unternehmerisches Bürgerengagement
- Nachhaltigkeitsberichte – CSR-Berichte
- Global Reporting Initiative (GRI)
- Nachhaltigkeitsberichterstattung & Finanzmarkt
- Lageberichte
- Schlüsselkriterien für Nachhaltigkeit
- Integrierte Berichterstattung
Susainability Disclosure Database
Loew und Braun: Organisatorische Umsetzung von CSR: Vom Umweltmanagement zur Sustainable Corporate Governance?
Loew: CSR in der Supply Chain: Herausforderungen und Ansatzpunkte für Unternehmen.
BMU-Broschüre: Corporate Social Responsibility - Eine Orientierung aus Umweltsicht
BMU-Broschüre: "Mehr Glaubwürdigkeit durch Testate? Internationale Analyse des Nutzens von Testaten in der Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichterstattung"
Loew et. all: Studie "Die Bedeutung der CSR-Diskussion für Nachhaltigkeit und die Anforderungen an Unternehmen"
Der Beitrag der Integrierten Kommunikation zum Unternehmenserfolg am Beispiel der Stadtwerke Hannover AG. Auf dem Weg zu 100 Prozent Positiver Energie







