Artikel
- Weltpolitik
- Abkommen und Bündnisse seit 1992
- Aalborg Charta, 1994
- Aarhus Konvention, 1998
- Abkommen und Bündnisse seit 1992
- Agenda 21
- Baltic 21
- CEDAW: Frauenrechtsübereinkommen
- CSD: UN Kommission für Nachhaltige Entwicklung, 1992
- HABITAT, Vancouver 1976 / HABITAT II, Istanbul 1996
- Inselstaatenkonferenz, Barbados 1994
- IPF: Zwischenstaatliches Waldforum, 1995
- Klima Bündnis
- Kyoto Protokoll
- Ostseerat
- Regenwälder: Abkommen
- Rio Deklaration über Umwelt und Entwicklung
- Umweltkonferenz, Oslo 1994
- UN Klimarahmenkonvention (UNFCCC)
- WACLAC: Weltversammlung der Städte und Gemeinden
- Welternährungsgipfel in Rom, 1996
- Weltfrauenkonferenz, Peking 1995
- WHO Programm: Globale Strategie für Gesundheit und Umwelt, 1993
- Abkommen und Bündnisse vor 1992
- Länderprofile
- Politik international
- UNO
Welternährungsgipfel in Rom, 1996
Der Welternährungsgipfel WFS (World Food Summit)
Hintergründe für diesen Weltgipfel waren insbesondere die bei weiten Teilen der Weltbevölkerung vorhandene Unterernährung und die beschränkten Kapazitäten der Landwirtschaft, die Nahrungsmittelbedarfe der Zukunft zu decken. Die Weltvorräte an Getreide waren Mitte der 90er Jahre auf ihrem tiefsten Stand seit den frühen 70er Jahren, die Preise waren enorm gestiegen, die Nahrungsmittelhilfslieferungen waren in den Jahren von 1993 bis 1996 auf beinahe die Hälfte gefallen.
Zwar hatte es in einigen Ländern bemerkenswerte Fortschritte gegeben und die Unterernährung geht in vielen Entwicklungsländern langsam zurück. Aber die FAO schätzt, dass, wenn der Prozess nicht beschleunigt wird, im Jahr 2010 immer noch ca. 680 Millionen an Hunger leiden werden, mehr als 250 Millionen von ihnen im Afrika unterhalb der Sahara. Theoretisch reicht die Weltproduktion an Nahrungsmitteln aus, um alle Menschen zu ernähren, doch die Ärmsten der Armen haben hierauf oftmals keinen Zugriff. Nach Schätzungen der FAO muss die Nahrungsmittelproduktion in den nächsten 30 Jahren um über 75 % gesteigert werden, um eine adäquate Nahrungsmittelversorgung der Weltbevölkerung von dann ca. 8,3 Milliarden Menschen sicherzustellen.
Am Ende des Gipfels wurde eine Deklaration zur Sicherstellung der Welternährung
Der Aktionsplan umfasst sieben (Selbst-)Verpflichtungen:
- Nachhaltige Sicherstellung der Welternährung durch Schaffen der besten Bedingungen für die Ausrottung der Armut und für dauerhaften Frieden bei voller und gleicher Beteiligung von Frauen und Männern. (Hypertext: We will ensure an enabling political, social, and economic environment designed to create the best conditions for the eradication of poverty and for durable peace, based on full and equal participation of women and men, which is most conducive to achieving sustainable food security for all.)
- Umsetzung diesbezüglicher Politik zur Sicherstellung von ausreichender, ausgewogener und sicherer Versorgung mit Nahrungsmitteln. (Hypertext: We will implement policies aimed at eradicating poverty and inequality and improving physical and economic access by all, at all times, to sufficient, nutritionally adequate and safe food and its effective utilization.)
- Partizipatorische (Hypertext: Beteiligende) und nachhaltige Politik der Entwicklung von u.a. Land- und Forstwirtschaft und Bekämpfung von Schädlingen, Dürre und Wüstenbildung. (Hypertext: We will pursue participatory and sustainable food, agriculture, fisheries, forestry and rural development policies and practices in high and low potential areas, which are essential to adequate and reliable food supplies at the household, national, regional and global levels, and combat pests, drought and desertification, considering the multifunctional character of agriculture.)
- Ein faires und marktorientiertes Welthandelssystem. (Hypertext: We will strive to ensure that food, agricultural trade and overall trade policies are conducive to fostering food security for all through a fair and market-oriented world trade system.)
- Vermeidung von, bessere Vorbereitung auf und Bekämpfung von durch Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Hungersnöte. (Hypertext: We will endeavour to prevent and be prepared for natural disasters and man-made emergencies and to meet transitory and emergency food requirements in ways that encourage recovery, rehabilitation, development and a capacity to satisfy future needs.)
- Gezielte Lenkung des Einsatzes von Investitionen. (Hypertext: We will promote optimal allocation and use of public and private investments to foster human resources, sustainable food, agriculture, fisheries and forestry systems, and rural development, in high and low potential areas.)
- Umsetzung, Überwachung und Fortführung dieses Aktionsplans auf allen Ebenen in Kooperation mit der internationalen Gemeinschaft. (Hypertext: We will implement, monitor, and follow-up this Plan of Action at all levels in cooperation with the international community.)
Dokumente
Interne Links
Externe Links
- WFS (World Food Summit)
- Homepage des Welternährungsgipfels - FAO: (Food and Agricultural Organization of the United Nations)








