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Anfänge Der Weg von Stockholm nach Rio Rio
Weltgipfel Johannesburg 2002 |
WalddeklarationIn den 80er Jahren gingen pro Jahr im Mittel 15.400.000 Hektar an tropischem Regenwald verloren, in einem Jahrzehnt (1981 - 1990) insgesamt über 150 Mio. ha. Im gleichen Zeitraum wurden nur knapp 44 Mio. ha neu gepflanzt, weniger als 31 Mio. ha gelten als erfolgreich aufgeforstet. Die Abholzung der Tropenwälder, die eine Gefährdung der Artenvielfalt und auch des Weltklimas nach sich zieht, hat viele Gründe und Ursachen:
Sie führen dazu, dass immer mehr Wälder zugunsten der Landwirtschaft oder anderer Zwecke abgeholzt werden. Die Tropenwaldländer können ohne fremde Hilfe (auch der Staaten, die wirtschaftlich von diesem Raubbau profitieren) diese Spirale der Zerstörung ihrer wirtschaftlichen und ökologischen Grundlagen und der wirtschaftlichen Abhängigkeit nicht allein beenden. Die Walddeklaration von Rio (Waldgrundsatzerklärung) stellte Leitsätze für die Bewirtung, Erhaltung und nachhaltige Entwicklung der Wälder der Erde auf. Gemäß dieser eher unverbindlichen Absichtserklärung sollen Wälder nach ökologischen Maßstäben bewirtschaftet, erhalten und geschützt werden. Hierfür wurde eine Reihe von Grundsätzen vereinbart, u.a.:
Eine verbindlichere Wald-Konvention, wie sie von den Industriestaaten gewünscht wurde, scheiterte am Widerstand der Entwicklungsländer. Diese beriefen sich vor allem auf ihre Souveränität über die nationale Ressource; sie betrachteten den Wald nicht ausschließlich als wichtigen Faktor für das ökologische Gleichgewicht, sondern insbesondere auch als Wirtschaftsfaktor. Die Walddeklaration wurde in weiteren Verhandlungen konkretisiert, wobei auch die wirtschaftlichen Interessen der Staaten der Dritten Welt stärker berücksichtigt wurden. Weitere Links:
[ Zuletzt geändert: 11.04.2005 15:41:58 ]
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