Sachsen: Umweltallianz
Die Umweltallianz Sachsen Umwelt und Wirtschaft ist ein freiwilliges Bündnis zwischen der sächsischen Staatsregierung und der sächsischen Wirtschaft, das sich zur Aufgabe gemacht hat, die regionale Wirtschaft zu stärken und gleichzeitig die Umwelt zu entlasten. Grundlagen sind Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation, um eine umweltverträgliche Wirtschaftsentwicklung unter dem Leitbild der Nachhaltigkeit zu erreichen.
Zielsetzung
- Ausbau des gegenseitigen Vertrauens zwischen Wirtschaft und Verwaltung
- Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen für eine nachhaltige Entwicklung
- Stärkung der Eigenverantwortung der Unternehmen
- Stärkung des Wirtschaftsstandortes Sachsen durch effektive und effiziente Lösungen für den Umweltschutz
Einzelunternehmen, Verbände, Organisationen sowie sonstige Einrichtungen der Wirtschaft und Verwaltung mit Standort in Sachsen, die einen freiwilligen Beitrag zum Umweltschutz leisten, können teilnehmen.
Vorteile der Unternehmen
- Eigeninitiative bezüglich Umweltschutz statt bloßer Reaktion auf Vorschriften
- Aufdeckung und Beseitigung ökologischer und ökonomischer Schwachstellen, Imagegewinn und Mitarbeitermotivation
- Langfristige strategische Vorteile
- Umweltmanagementsysteme decken Gefahrenquellen auf und minimieren Haftungsrisiken
- Öffentlichkeitswirksame Dokumentation des Engagements für die Umwelt durch Nutzung des Logos der Umweltallianz
- Verwaltungsrechtliche Erleichterungen für EMAS-validierte Unternehmen und Organisationen sowie 30 Prozent Gebührenermäßigung bei Zulassung und Überwachung von Anlagen im Abfall-, Immissionsschutz- und Wasserbereich
- Möglichkeit der kostenlosen Teilnahme an an Fortbildungsveranstaltungen zu aktuellen Themen sowie Erstattung von Teilnahmegebühren für ausgewählte Fachveranstaltungen
- Möglichkeit der kostenlosen Nutzung des Internetdienstes von umwelt.online.de, das bedeutet Zugang zu allen Gesetzen und Verordnungen des Umweltrechts der EU, des Bundes und des Freistaates Sachsen sowie der anderen Bundesländer
Seit ihrer Gründung im Jahr 1998 ist die Allianz zwei Mal für fünf Jahre fortgeschrieben worden und konnte sich zu einer anerkannten Vereinbarung etablieren.
1998-2003
"Der Freistaat Sachsen geht neue Wege für eine umweltverträgliche und zukunftsfähige Wirtschaftsentwicklung. Dies haben am 16. Juni 1998 in Dresden die Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Verbände der Wirtschaft sowie das Umwelt- und Wirtschaftsministerium durch Unterzeichnung der "Umweltallianz Sachsen" vereinbart. Ziel ist es, die Eigenverantwortung der Unternehmen zu erhöhen und sie von behördlichen Berichts- und Dokumentationspflichten zu entlasten. Dieser "Rückzug" von Staat und Ordnungsrecht (Deregulierung) soll seitens der Unternehmen mit effizientem und zukunftsweisendem betrieblichen Umweltschutz honoriert werden.", so hieß es auf der entsprechenden Webseite des sächsischen Umweltministeriums zur Umweltallianz.
- Bilanz der Jahre 1998-2003 (derzeit nur über Bibliotheken zu beziehen: http://www.smul.sachsen.de/de/wu/umwelt/download/bilanz_98-03.pdf)
Mit der Unterzeichnung der Fortschreibung Umweltallianz Sachsen „Umwelt und Wirtschaft“ am 08.07.2003 wurden die Weichen für weitere 5 Jahre gestellt. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für eine umweltgerechte Wirtschaftsentwicklung weiter zu verbessern, Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und die Eigenverantwortung der Unternehmen zu erhöhen.
"Im Gegenzug für das verstärkte Umweltengagement der Unternehmen minimiert die Verwaltung die Bürokratie und stärkt damit die Eigenverantwortung der Unternehmen. So sind in einem Katalog mehr als 60 verwaltungsrechtliche Erleichterungen festgeschrieben. Dazu gehören unter anderem erleichterte Berichtspflichten beim Immissionsschutz und beim Abfall- und Wasserrecht. Auch aus wirtschaftlichen Gründen entscheiden sich immer mehr Unternehmen, Umweltmaßnahmen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zu erbringen.
Bei der fortgeschriebenen Umweltallianz gibt es einige Neuerungen. "So müssen künftig die Leistungen für die Umwelt bei Antragstellung bereits erbracht worden sein. Bisher reichte es, wenn eine Verpflichtung dazu mit konkretem Termin vorlag. Neu ist auch die Würdigung indirekter Umweltleistungen, wie sie z.B. Bildungseinrichtungen leisten können, indem sie dem Umweltmanagement bei der Ausbildung künftiger Führungskräfte einen hohen Stellenwert einräumen. Damit ist es jetzt auch Behörden oder Hochschulen möglich, an der Umweltallianz teilzunehmen. Die EU-Osterweiterung kommt als neues Tätigkeitsfeld hinzu. So überreichte der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU
- Vertragstext in der Fassung vom 08.07.2003 (PDF, 4,5 MB
)
- Katalog verwaltungsrechtlicher Erleichterungen zugunsten öko-auditierter Unternehmen im Freistaat Sachsen, aufzufinden im Anhang des Vertragstextes
- Publikationen der Umweltallianz

- Bilanz 2003-2008 hier als PDF

- Rechenschaftsbericht 2003-2008

Am 06.11.2008 wurde die Umweltallianz Sachsen Umwelt und Wirtschaft auf der 6. Sächsischen Umweltmanagement-Konferenz für Wirtschaft, Landwirtschaft und Verwaltung
Die stetig steigende Zahl der Teilnehmer
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