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Sonstiges

Brandenburg


Landesregierung

Am 27. September 2009 wurde der fünfte Landtag Brandenburg seit der Wiedervereinigung 1990 gewählt. Eine Koalition aus SPD und Die Linke stellt die Landesregierung unter Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und löst damit eine große Koalition aus SPD und CDU ab. Platzeck tritt mit dieser rot-roten Koaltition seine dritte Amtszeit als Ministerpräsident an.

Nachhaltigkeit im Regierungsprogramm

Der Koalitionsvertrag zur fünften Legislaturperiode (2009-2014) der beiden Regierungsparteien unter dem Motto "Gemeinsinn und Erneuerung: Ein Brandenburg für alle" legt den Fokus auf soziale Gerechtigkeit sowie gesellschaftliche Solidarität. Auch der Bereich Nachhaltigkeit findet in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht Beachtung. Da "Nachhaltigkeit im Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde [...] immer mehr zum Markenzeichen einer erfolgreichen Volkswirtschaft" werde, müsse "das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung in allen Fachpolitiken Berücksichtigung finden."

  • Bildung, Jugend, Sport
  • Wirtschaft, Energie
  • Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie
  • Landwirtschaft, Umwelt, Verbraucherschutz
Nachhaltigkeit in der Regierungserklärung

In starker Anlehnung an den Koalitionsvertrag hat Ministerpräsident Platzeck am 18. November 2009 die erste Regierungserklärung der rot-roten Koalitionsregierung gehalten.
Platzeck betont das "solidarische Gemeinwesen" und damit "den Zusammenhalt der Gesellschaft" zu stärken, denn nur der Zusammenhalt ermögliche eine Zukunft. Er verspricht Regierungsverantwortung zu übernehmen, worunter er den Einsatz für soziale Gerechtigkeit, die Verbesserung der Bildungschancen und den Ausbau einer sicheren und zunehmend klimafreundlicheren Energieversorgung versteht. Denn nur solche "nachhaltige[n] Zukunftsinvestitionen" könnten gesellschaftliche Probleme dauerhaft bekämpfen und das Land, die Gesellschaft und die Umwelt zukunftsfähig machen. Deshalb soll "das vorhandene Geld [...] vordringlich für besonders zukunftswirksame Investitionen in Bildung, Wissenschaft und Innovation genutzt werden."

Landesweite Nachhaltigkeitsstrategie

Die Landesregierung wird ihre Politik am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung ausrichten. Am 08.02.2011 wurden Eckpunkte für eine Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Dieses Eckpunktepapier beschreibt die politische Ausgangssituation und beschreibt Handlungsfelder und Arbeitsschritte für folgende Schwerpunkte:
  • Wirtschaft und Arbeit
  • Lebensqualität für zukunftsfähige Städte und Dörfer
  • Brandenburg als Vorreiter im Umgang mit Energie und Klimawandel
  • Zukunftsfähige Finanzpolitik
  • Kommunikation Nachhaltiger Entwicklung und Förderung einer nachhaltigen Bildungslandschaft.
Mit dem Schwerpunkt "zukunftsfähige Finanzpolitik" grenzt Brandenburg sich von anderen Nachhaltigkeitsstrategien der Bundesländer ab. Die jeweiligen Eckpunkte basieren auf Empfehlungen des im April 2010 berufenen Beirates für Nachhaltige Entwicklung. Die weitere Planung sieht nun vor, bestehende Pläne und Programme auf Übereinstimmung mit den Eckpunkten zu überprüfen, konkrete Modellprojekte vorzuschlagen und zu einem öffentlichen Diskussionsprozess der einzelnen Akteure aufzurufen.

Nachhaltigkeit in der Praxis

Im Rahmen der Agenda 21 betreiben brandenburgische Städte und Gemeinden zahlreiche Projekte und Aktivitäten, die sich an den Kriterien der Agenda-Konferenz in Rio orientieren.

Das Land Brandenburg beteiligt sich mit zahlreichen Aktivitäten an der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung. Viele Projekte sind als offizielle Dekadeprojekte ausgezeichnet worden.

1999 haben die Landesregierung und die Wirtschaft, die Umweltpartnerschaft Brandenburg ins Leben gerufen, mit dem Ziel, "die Rahmenbedingungen für eine umweltgerechte, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in Brandenburg zu verbessern".

Im Mai 2008 hat das Kabinett die Energiestrategie 2020 beschlossen, die energiewirtschaftliche und energiepolitische Leitlinien des Landes Brandenburg festschreibt. Ihre wichtigsten Ziele sind die dauerhafte "sichere und wirtschaftliche Energieversorgung" sowie die "Senkung der CO2-Emissionen".


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Schlagworte

Brandenburg, Politik in Deutschland

Letzte Aktualisierung

15.11.2011 13:11