Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Im Jahre 1953 wurde das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gegründet. Heute hat das BMFSFJ einen Dienstsitz in Berlin, sowie einen in Bonn.

Ziele und Aufgaben
"Das Familienministerium gestaltet Familienförderung, setzt sich innerhalb der Bundesregierung für die Berücksichtigung der Familieninteressen ein und schafft bessere Bedingungen für partnerschaftliche Elternverantwortung von Vätern und Müttern." Eine ausführliche Beschreibung der Aufgaben und Ziele finden Sie hier.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist zuständig für die Politikbereiche

Leitung und Organisation
Das BMFSFJ wird von der derzeitigen Bundesministerin Manuela Schwesig geleitet, die durch parlamentarische Staatssekretäre unterstützt wird.

Abteilungen
Die Abteilungen sind entlang der thematischen Ausrichtung des Ministeriums bezeichnet.

  • Zentralabteilung
  • Familie: Diese Abteilung beschäftigt sich zum Beispiel mit Familienförderung und nachhaltiger Familienpolitik, besseren Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit und Konzepten zur Reduzierung von Kinderarmut.
  • Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege, Engagementpolitik: Es sollen zum Beispiel die Potenziale älterer Menschen als Arbeitskräfte und Verbraucherinnen und Verbraucher, Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen seniorenpolitischen Handelns und Seniorenorganisationen gestärkt, sowie die Rahmenbedingungen für bürgerliches Engagement verbessert werden.
  • Gleichstellung, Chancengleichheit: Es werden Bundesgesetze zur Durchsetzung der Gleichstellung erarbeitet und Einfluss auf die Gesetzesvorhaben anderer Bundesministerien, soweit sie Frauen- beziehungsweise Gleichstellungsfragen berühren, genommen.
  • Kinder, Jugend: Themen sind hier zum Beispiel der Ausbau der Kinderbetreuung in Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege, Kinderschutz und das Miteinander und der Austausch der Generationen.
  • Bundesbeauftragter für den Zivildienst
nachgeordnete Behörden und Beiräte
  • Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM)
  • Bundesamt für Zivildienst (BAZ)
  • Beirat für Familienfragen
  • Bundesjugendkuratorium
  • Beirat für Zivildienst
Zudem besteht eine Antidiskriminierungsstelle des Bundes, dessen Aufgaben sind:

  • Informationen, Beratung und auf Wunsch Unterstützung von Betroffenen bei einer gütlichen Beilegung
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Maßnahmen zur Verhinderung von Benachteiligungen,
  • Durchführung wissenschaftlicher Untersuchungen,
  • regelmäßige Vorlage eines Berichtes an den Deutschen Bundestag
Unabhängige Beauftragte zur Aufbereitung des sexuellen Kindesmissbrauchs

Ihre Aufgabe ist es, Anlaufstelle für Betroffene sexuellen Kindesmissbrauchs zu sein, Missbrauchsfälle in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich aufzuarbeiten, die Bundesregierung zu beraten und Empfehlungen für materielle und immaterielle Hilfen für die Opfer gegenüber dem Runden Tisch auszusprechen.

Europäischer Sozialfonds: ESF

Mit Hilfe des Europäischen Sozialfonds (ESF) wird die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in den Mitgliedstaaten der EU gefördert. Der ESF unterstützt die Menschen in Europa bei der Verbesserung ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt und trägt zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei. Für Deutschland werden aus dem ESF von 2007 bis 2013 insgesamt 9,38 Milliarden Euro bereitgestellt. Das Geld soll die Bundesregierung und die Länder dabei unterstützen, die Ziele der Europäischen Beschäftigungsstrategie besser zu erreichen.


Das BMFSFJ und Nachhaltigkeit'

Betrachtet man das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit wird deutlich, dass auch das Thema „Soziales“ eine wichtige Rolle spielt, womit die im Aufgabenbereich des BMFSFJ liegenden Themen wie zum Beispiel die Familienpolitik, die Gleichstellungspolitik und Schnittmengen mit Sozialpolitik Verbindung zum Thema Nachhaltigkeit aufweisen. Eines der Ziele der Agenda 21 besteht zudem darin „allen Menschen ..mit besonderer Vordringlichkeit die Möglichkeit zur nachhaltigen Sicherung ihrer Existenz“ zu gewähren, womit auch eine klare Aufgabenstellung an das BMFSFJ gestellt wurde. Auch in der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie werden Veränderungen in der Gesellschaft in den Blick genommen.

Beispiele hierfür sind:
  • Jugend denkt Zukunft: Bundesfamilienministerin als Schirmherrin
  • Wettbewerb „Generationendialog in der Praxis – Bürger initiieren Nachhaltigkeit“ 2009 in Zusammenarbeit mit dem BMG und dem BMVBS
  • Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten: freiwilliges, ökologisches Jahr
  • Gutachten der Sachverständigenkommission für den ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung: Neue Wege - Gleiche Chancen, wo es um das Thema der sozialen Nachhaltigkeit geht.
Zudem ist allgemein eine nachhaltige Familienpolitik Ziel des Ministeriums und ebenfalls im Umkehrschluss soll Familienpolitik Nachhaltigkeit gewährleisten, sozialen Zusammenhalt und begrenzte Ressourcen sichern. Nachhaltigkeit bedeutet für das BMFSFJ „Lebenspläne zu ermöglichen, die sich an den Wünschen der Menschen und den Gegebenheiten der heutigen Wissensgesellschaft orientieren. Nachhaltigkeit bedeutet besonderes Augenmerk für die Entwicklung von Humanvermögen. Nachhaltigkeit beinhaltet die demografische Sicherung. Nachhaltigkeit beinhaltet auch eine Politik, die die Menschen befähigt und ermutigt, überhaupt Familien zu gründen und elementare Werte einer Gesellschaft an die nächste Generation weiterzugeben.“

Dokumente
Organigramm des BMFSFJ

Interne Links
*Bundesministerien
Externe Links
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Schlagworte

Bundesebene, Bundesministerium, Frauen, Ministerium

Letzte Aktualisierung

29.09.2015 08:57

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