Bildung und Weiterbildung

Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB)Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) hat ein Portal Nachhaltigkeit als interaktive Informations- und Kommunikationsplattform für alle Beteiligten an der Berufsbildung. Es entstand in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Das BIBB fördert aus Mitteln des Bundesmi¬nisteriums für Bildung und Forschung (BMBF) Projekte zur "Beruflichen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" mit einem Finanzvolumen von drei Millionen Euro. Dies ist eingebunden in die zweite Hälfte der UN-Dekade "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" (2005 - 2014). Mittlerweile geben zahlreiche Praxisbeispiele Anregungen, wie Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung umgesetzt werden kann. Viele tragen ebenfalls den Titel "Offizielles Projekt der UN-Dekade". Zur systematischen Förderung des Lernens aus gelungener Praxis existiert die BIBB-Good-Practice-Datenbank "Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung".
www.bibb.de/nachhaltigkeit
Geld mit Sinn„Geld mit Sinn“ wurde im Sommer 2010 als bundesweite Anleger-Bildungsinitiative mit Sitz in München gegründet. Auf Anstoß von Anlegerinnen und Vermögensverwalterinnen entstanden, verfolgt sie das Ziel, Anlegern Orientierung zum Thema nachhaltige Geldanlagen zu vermitteln und das gesellschaftliche Gestaltungspotential dieser Anlageform aufzuzeigen. Die Initiative wurde 2011 als offizielles Projekt der UN-Dekade für nachhaltige Bildung ausgezeichnet. Damit würdigt die UN ihr Engagement, Bewusstsein für die ökologische und soziale Wirkung nachhaltiger Geldanlagen zu schaffen und die Finanzkompetenz von Anlegerinnen und Anlegern zu stärken.Die Plattform will Finanzkompetenz stärken, indem sie wenig erfahrenen oder von den Finanz- und Staatschuldenkrise 2008- 2011 verunsicherten Anlegerinnen und Anlegern neue Perspektiven für ihre Geldanlagen aufzeigt und den Dialog mit erfahrenen Anlegern ermöglicht. Sie öffnet den Blick für verantwortliche Anlagen und klärt über deren Leistungsfähigkeit und Potenziale auf und Kontakte zu ausgesuchten Anbietern nachhaltiger Investments aus der Region. In regelmäßigen zielgruppenspezifischen Veranstaltungen in verschiedenen Städten Deutschlands können sich Frauen, junge Leute, ältere Menschen oder Vermögende mit Experten austauschen. Eine Internetseite informiert zum nachhaltigen Finanzsektor; Ziel ist es, dort auch ein Verzeichnis aller Finanz- und Vermögensberatungen zu erstellen, die über eine nachhaltige Beratungskompetenz verfügen. Künftig soll die Seite auch Erfahrungsberichte und Diskussionsmöglichkeiten bieten. Insbesondere viele Frauen neigen immer noch dazu, ihre Entscheidungen zur Altersvorsorge zu verschieben, weil sie sich kein sicheres Urteil zutrauen. Das will „Geld mit Sinn“ ändern und Sparerinnen die Unsicherheit nehmen, indem sie ihnen einen verständlichen und anregenden Einstieg ins Thema bietet.
www.geldmitsinn.de/
EcoanlageberaterDer Online-Fernlehrgang „Ecoanlageberater“ bietet eine berufsbegleitende Qualifizierung für Anlageberater bei Banken, Versicherungen und anderen Finanzdienstleistern. Er lehrt die Teilnehmer, den Markt der nachhaltigen Geldanlage zu überblicken, entsprechende Finanzprodukte sachgerecht zu bewerten und Interessenten qualifiziert zu beraten. Ziel des Lehrgangs ist es, Anlageberatern umfassende Kenntnisse zu vermitteln über den Markt des nachhaltigen Investments, seine Mechanismen, die prägenden Akteure und die Angebote. Er endet nach drei Monaten mit dem Abschlusszertifikat „Fachberater für nachhaltiges Investment“. Die Deutsche Kommission der UNESCO (DEK) hat den Weiterbildungsgang als eines der offiziellen deutschen Dekadeprojekte ausgewählt. Eine Karte zeigt Interessenten, wo sie Finanzberater mit einer entsprechenden Zusatzbildung finden können.
www.ecoanlageberater.de
European Academy of Business in SocietyDie European Academy of Business in Society (EABIS) ist eine 2001 gegründete Allianz aus Unternehmen, Business Schools und akademischen Institutionen. Sie bietet unter anderem Kompetenztrainings zur Integration von Nachhaltigkeit ins Kerngeschäft an, eine Online-Bibliothek, eine Vernetzung sowie wissenschaftliche Forschungen und Bildungsprojekte, für die zwischen 2011 und 2010 mehr als 10 Millionen Euro eingesetzt wurde. Seit der Finanzkrise hat sich das Forschungsspektrum erweitert.
Katholische Sozialakademie Österreichs (KSOE)Die Katholische Sozialakademie Österreichs (KSOE) bietet in ihrer Informations- und Bildungsinitiative auf der Plattform „Geld und Ethik“ umfangreiche Informationen für Anleger. Zusätzlich organisiert sie Lehrgänge für kirchliche Investoren sowie Finanzdienstleister. Dabei richtet sich die KSOE am Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden aus, der mit über 800 Bewertungskriterien als das weltweit umfassendste Kriteriensystem für ethische Investments gilt. Neu hat es 2013 einen Lehrgang „Ethische Geldanlage. Lehrgang für FinanzakteurInnen“ geschaffen. Er bietet Grundlagen für die kompetente Bewältigung der Herausforderungen, die das komplexe Themenfeld Geld & Ethik stellt. Absolventen sollen rinr fundierte Urteilsfähigkeit und verbesserte Handlungsgrundlagen erlangen.
www.geldundethik.org
Master in Social BankingDas „Institute für Social Banking - Training und Research“ betreibt seit 2006 unter anderem den dreijährigen Master-Studiengang zu „Social Banking“. Er ist berufsbegleitend, international ausgerichtet und endet mit dem europaweit anerkannten Abschluss „Master in Social Banking“. Das Institut, das auch weitere Bildungsangebote hat, ist eine Kooperation verschiedener europäischer Banken, die ethisch, ökologisch und sozial orientiert sind. Es ist ein UN-Dekade-Projekt zu Nachhaltigen Bildung.
www.social-banking.org
Sustainable Investment and Finance Association (UK SIF)Die britische Sustainable Investment and Finance Association (UK SIF) ist eine Mitgliedernetzwerk für Akteure des nachhaltigen Investments. Es unterstützt verantwortliche Geldanlagen und andere Finanzierungsformen, die eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, die Lebensqualität und den Umweltschutz fördern. UK SIF engagiert sich auch dafür dass Privatanleger und institutionelle Investoren ihre Wertvorstellungen auch in ihren Geld- und Kapitalanlagen umsetzen. Dafür bietet das Netzwerk Schulungs- und Bildungsmaterialien für unabhängige Finanzberater, private Anleger und institutionelle Anleger.
Sustainable Investment and Finance Association (UK SIF)
US SIF – The Forum for Sustainable and Responsible InvestmentEs ist eine Vereinigung für nachhaltige und verantwortliche Geldanlagen in den USA, deren Mitglieder Finanzprofis, Unternehmen, Institutionen und Organisationen sind, die entsprechende Investments anbieten oder das Thema voranbringen wollen. US SIF und seine Mitglieder treiben Praktiken voran, die Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekte beachten, um langfristige wettbewerbsfähige Renditen zu erzielen sowie positive gesellschaftliche Wirkungen.
www.socialinvest.org
Zukunft einkaufenDie Kirchen in Deutschland haben einen Leitfaden zu nachhaltigen Investments herausgegeben. „Geld kann duften" (PDF) erklärt, was ethisch nachhaltiges Geldanlegen konkret bedeutet, schlägt ökologische und soziale Kriterien zur Orientierung vor, gibt Tipps zur Vorbereitung auf Bank-Beratungsgespräche und macht Vorschläge, wie Kirchengemeinden und andere Organisationen das Thema aufnehmen können. Die Broschüre wurde entwickelt von dem Projekt „Zukunft einkaufen“ der Umweltbeauftragten in der Evangelischen und Katholischen Kirche und der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland (WGKD). Zudem haben Testeinrichtungen der kirchlichen Großverbraucher Diakonie und Caritas inzwischen viel Nützliches und konkretes Know-how hinsichtlich einer ökofairen Beschaffung gesammelt, die sie auf dieser Plattform weitergeben und multiplizieren. Hintergrund: Die Katholische und Evangelische Kirche haben als zweitgrößter Arbeitgeber Deutschlands, mit ihren Kirchengemeinden, Bildungshäusern, Verwaltungsstellen sowie diakonischen und caritativen Einrichtungen eine große Nachfragemacht. "Zukunft einkaufen" will seinen Beitrag dazu leisten, dauerhaft die Beschaffung der Kirchen an ökologischen und sozialen/ fairen Standards auszurichten und dabei die kirchliche Glaubwürdigkeit zu stärken. Gleichzeitig sollen wichtige Impulse für den privaten Konsum gesetzt werden.
www.zukunft-einkaufen.de


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Bildung, Informationsquelle, Weiterbildung

Letzte Aktualisierung

30.09.2015 08:31

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