Holokratie

Einleitung

Holokratie (engl. holocracy) ist ein Verfahren der Organisation von Unternehmen und wurde von dem Unternehmer Brian Robertson, aus Philadelphia, USA in seiner Firma "Ternary Software Corporation" entwickelt. Somit ist Holokratie eine Möglichkeit, um in großen und vielschichtigen Unternehmen die Entscheidungsfindung transparent zu gestalten, um stets anpassungs- und wandlungsfähig zu bleiben und im Rahmen ihrer unternehmerischen Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) im Kerngeschäft öko-sozial und ethisch verantwortlicher zu wirtschaften.

Entwicklung

Der Erfinder Brian Robinson entwickelte das Modell einer eher organischen Organisation, dass auf Führungsprinzipien statt auf Führungskräfte setzt. Heutzutage
findet bisher vor allem in Unternehmen Anwendung, die aus dem Technologie Bereich kommen und von einer startup Kultur geprägt wurden und diese auch im Wachstum weiterhin beibehalten möchten bzw. müssen. Das amerikanische Unternehmen Zappos, das als Vorbild für Zalando gilt, ist heutzutage eines der bekanntesten Unternehmen, welches auf Holokratie setzt.
Dabei erhalten Organisationen ein neues Betriebssystem, das sie im Umgang mit Komplexität besser macht. Innerhalb dieser Systemik,
werden Prinzipien der Selbstorganisation, Ideen aus der Kybernetik, agile Methoden und kollektive Intelligenz genutzt. Das Betriebssystem der Organisation ist eine Plattform auf der alle Mitglieder der Organisation die gleichen Regeln und Prinzipien nutzen und danach handeln.
Es gibt keinen klassischen Geschäftsführer mehr und auch kein Management. Die Stellung innerhalb der Hierarchie ist kein Kriterium für eine Entscheidung bzw. für die Durchsetzung einer Meinung oder einer Idee. Durch die strikte Ausrichtung am Zweck und am Kunden können Mitarbeiter selbstständiger handeln und dürfen Probleme lösen, ohne auf Hierarchien Rücksicht zu nehmen. Sie haben die Autortität zu handeln und als Entrepreneure zu agieren.

Fünf Grundprinzipien der Holokratie

Drei Verfahren und Tools

1. Eine eigene Verfassung
2. Regelmäßige Meetings
  • Strategische Meetings entscheiden über die großen Fragestellungen und den leitenden Zweck.
  • Steuerungsmeetings finden in den Teams statt und entscheiden über Rollen und Verantwortlichkeiten. Jeder kann dieses Meeting einberufen und schließlich operative Meetings für die Projektabwicklung mit dem Ziel immer schnelle Ergebnisse zu liefern. Alle Meetings laufen nach festen Strukturen und sind am Zweck der Organisation ausgerichtet
3. Integrative Entscheidungsverfahren
Bei Entscheidungen, können nur sachlich begründete Einwände diese stoppen oder verändern. Wenn es keinen Einwand mehr gibt, erfolgt die Entscheidung und wird so von allen mit getragen.
Das Verfahren der Holokatrie ist noch sehr jung, sodass man in Deutschland bisher sehr wenig Veröffentlichungen zum Thema und kaum Anwender findet.

Interne Links

Wirtschaft

Externe Links

holacracy.org
"Interview zum Organisationsmodell Holocracy" cidpartners.de
"Die Organisation der Zukunft" karrierenews.diepresse.com
"Die Zukunft der Banken statt Hierarchie" financezweinull.de

Schlagworte

Finanzen, Holokratie

Letzte Aktualisierung

18.08.2015 13:01

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