Naturschutz

Einleitung

Im Laufe der letzten Jahre hat der Eingriff des Menschen in die Umwelt stetig zugenommen. Dabei wurden weite Teile der Natur unwiederbringlich zerstört. Mittlerweile sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Das Wirken des Menschen geht sogar so weit, dass das ganze Ökosystem Erde gefährdet ist. Obwohl die erste internationale Konferenz für Naturschutz schon 1913 in Bern stattfand, hat sich der Zustand der Umwelt global weiter verschlechtert. Es ist deswegen von größter Bedeutung den Naturschutz voranzutreiben und weiter auszubauen.
Die Definition des Begriffes 'Naturschutz' umfasst sämtliche Maßnahmen zum Erhalt und der Wiederherstellung der Natur. Generell kann dabei jedoch zwischen drei unterschiedlichen Zielsetzungen differenziert werden. Gemeint sind die Erhaltung der Vielfalt der Natur, die Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Natur sowie die Erhaltung der Biodiversität bezogen auf die Ebene der Arten. Fachlich ist der Naturschutz zwischen den Artenschutz und Biotopschutz einzuordnen.

Um die Umwelt zu retten schließen sich immer häufiger Menschenmassen zusammen. Namenhafte Vertreter des Naturschutzes sind Patrick Moore, Paul Watson und Jack Johnson
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Wozu Naturschutz betreiben ?

1. Naturschutz belebt die Wirtschaft

Naturschutz schafft Arbeitsplätze. Allein im Ökolandbau arbeiten 30.000 Menschen. Circa 120.000 Menschen verdienen ihr Geld mit erneuerbaren Energien. Auch der Besuch von Nationalparken bringt Geld. So konnte zum Beispiel durch die große Zahl der Nationalpark-Touristen im Jahre 2004 an der Müritz rund 13,4 Millionen Euro in die Kassen gespült werden. Zudem wurden hier 630 Arbeitsplätze geschaffen.

2. Naturschutz unterstützt Erfinder

Die Natur kann als genialer Lehrmeister dienen. Wenn die Menschheit die verknüpfte "Denkweise" der Natur übernehmen könnte, währe die Welt frei von Müllbergen, Raubbau und verschärftem Klimawandel. Die Natur übt sich schon seit jeher in einer perfekten Kreislaufwirtschaft. Weitblickende Menschen erkennen dies und lernen von der Natur, indem sie ihre Erfindungen nachbauen. Ein Beispiel mit langer Geschichte ist das Fliegen. Leonardo da Vinci und Otto Lilienthal haben sich mit ihren frühen Skizzen von Flugmaschinen stets am Beispiel eines Vogelflügels orientiert. Mit jeder aussterbenden Art gehen den Menschen viele Innovationen verloren.

3. Naturschutz gibt ein gutes Gefühl

Die Natur dient dem Menschen dazu, sich von stressigen Alltagssituationen zu erholen. Sportliche Aktivitäten wie das Wandern oder Joggen fördert einen gesunden Körper und Geist. Ein Großteil der Urlauber, die jährlich eine Reise antreten sind dabei auf der Suche nach einem Naturerlebnis. So verändert sich der Trend im Tourismus immer mehr in Richtung Naturerlebnis. Für 82 Prozent der Feriengäste in Schleswig-Holstein war im Jahr 2000 das Urlaubsmotiv: Natur erleben, schöne Landschaft, reine Luft, sauberes Wasser. Besonders Kinder können durch die Natur inspiriert werden das Haus zu verlassen.

4. Naturschutz ist nachhaltig

Naturschutz schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern schützt uns auch vor Naturkatastrophen. Wie sich der Klimawandel in Zukunft genau auswirken wird, ist noch nicht messbar, durch die vorausschauende Nutzung von Rohstoffen kann jedoch die Stärke der Auswirkung reduziert werden. So müssen alte Wälder, Moore und Feuchtgebiete erhalten bleiben, da in diesen Ökosystemen große Kohlenstoffvorräte gespeichert sind. Überflüssiger Verkehr lässt sich vermeiden, indem man auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreift und die Menschen nah ihrer Heimat natürliche Areale finden in denen sie sich erholen können.

5. Naturschutz führt zusammen

Eine Naturschutzpolitik, die nur bis zu der Grenze eines Landes reichen würde, währe zum Scheitern verurteilt. Deswegen ist es wichtig das sich die Länder zusammentun und gemeinsam für eine saubere Umwelt kämpfen. Deutschland hat sich aus diesem Grund in vielen in vielen internationalen Abkommen zum Schutz seiner Naturgüter verpflichtet und setzt sich darüber hinaus für das Bewahren von Umwelt-Ressourcen weltweit ein. Die Bundesrepublik ist derzeit an neun globalen Abkommen und elf regionalen Übereinkommen und Programmen beteiligt, die sich auf den Naturschutz beziehen. Die Zahl der zwischenstaatlichen Regierungs- oder Ressortabkommen in Sachen Naturschutz ist mittlerweile auf 27 angewachsen.

Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Gründe die für den Naturschutz sprechen: Warum Naturschutz ?

Naturschutzgebiete

Um das Ökosystem in Teilen der Erde zu schützen, werden diese Flächen als Naturschutzgebiete festgelegt. Sie dienen im Rahmen des Naturschutzes dem besonderen Schutz von Natur und Landschaft. Wild lebenden Tieren und Pflanzen soll dadurch die Möglichkeit gegeben werden ungestört aufzuwachsen. Häufig wird aber auch auf die Entwicklung oder Wiederherstellung von Biotopen oder Lebensgemeinschaften gezielt. Auch aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit können Gebiete unter Naturschutz gestellt.
Zusammen mit Nationalparken stellen Naturschutzgebiete die nach nationalem Naturschutzrecht am strengsten geschützten Gebiete dar. Sämtliche Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Beeinflussung des Naturschutzgebiets führen können, sind verboten.

Allein in der Städteregion Aachen sind 123 Naturschutzgebiete ausgewiesen (stand April 2010). Insgesamt nehmen sie eine Fläche von ca. 98 Quadratkilometer ein. Ein Großteil der Naturschutzgebiete wurde durch die Landschaftspläne I-VI ausgewiesen. Es gibt aber fünf Gebiete, die außerhalb der Landschaftspläne liegen und durch einzelne Verordnungen unter Schutz gestellt wurden.

Die konkreten Vorschriften, die in dem jeweiligen Naturschutzgebiet einzuhalten sind, können aus dem Textteil der Landschaftspläne bzw. der Schutzgebietsverordnung entnommen werden.

Die Aachener Waldflächen sind wegen der siedlungsnahen Lage und der damit verbundenen Beanspruchung durch Industrialisierung, Straßenbau und unmittelbar angrenzende Bebauung in den letzten dreißig Jahren sehr gefährdet und belastet worden. Trotz alle dem konnte ein natürliches Gefüge erhalten bleiben, dass auf einer Fülle ökologisch hochwertiger Flächen und eine große Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten aufweist. Ziel der forstlichen Arbeit und der Jagd ist es, eine hohe ökologische Qualität in möglichst der ganzen Fläche zu sichern: hierzu gehört auch die Erhaltung der heimische Schalenwildarten (Schwarz- und Rehwild, im Münsterwald auch Rotwild) in einer dem Lebensraum angepassten Stückzahl. Durch geplante und sinnvolle Jagd wird der Wildbestand so reguliert, dass Schäden an Jungbäumen, an Baumrinden und auf angrenzenden Landwirtschaftsflächen auf ein erträgliches Maß begrenzt werden. (Quelle: Aachen - Naturschutz und Jagd

Die Verteilung der Naturschutzgebiete in Aachen finden Sie unter diesem Link: Naturschutzgebiete in Aachen


Bundesamt für Naturschutz

Um dem Schutz der Umwelt einen rechtlichen Rahen zu geben hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) im August 1993 seine Arbeit aufgenommen. Das BfN ist eine Fusion aus der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie und aus Artenschutzbehörden des Bundesamtes für Ernährung und Forstwirtschaft. Es trägt die Aufgaben des Artenschutzes welches ihm aus dem Bundesamt für Wirtschaft übertragen wurde. Das Bundesamt für Naturschutz ist zudem die zentrale wissenschaftliche Behörde des Bundes für den nationalen und internationalen Naturschutz und die Landschaftspflege.

Der Sitz des BfN befindet sich in Bonn. Zudem gibt es Außenstellen in Leipzig und auf der Insel Vilm. Ein Bestandteil der Außenstelle Vilm ist die internationale Naturschutzakademie Insel Vilm. Insgesamt hat das BfN 290 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Zu den Aufgaben des Bundesamtes für Naturschutz zählen:

  • die Beratung der Bundesregierung
  • die Betreuung von Bundesförderprogrammen
  • die Genehmigung von Ein- und Ausfuhr geschützter Tiere und Pflanzen
  • das Betreiben von Eigenforschung und dem Vergeben von Forschungsaufträgen
  • Veröffentlichen der Ergebnisse
Die Ergebnisse der Arbeit des BfN dienen als Entscheidungshilfe für die Gesetzgebung und unterstützen die praktische Arbeit Verwaltungen und Naturschutzverbänden.
Das Bundesamt für Naturschutz betreibt eine bundesweite Literaturdoku- und information und ein Landschaftsinformationssystem. Dadurch werden wichtige Voraussetzungen für ein systematisches und wissenschaftliches Arbeiten geschaffen. Das Bundesamt ist unter anderem in das UNESCO-Programm "Der Mensch und die Biosphäre" eingegliedert. Regelmäßig wird außerdem die Zeitschrift "Natur und Landschaft" veröffentlicht.


Naturschutzorganisationen

Im folgenden finden Sie einige Verlinkungen zu Umweltorganisationen:

Greenpeace
WWF
PETA
NABU
All At Once* Bund
Grüne Liga
Robin Wood

Weitere Organisationen finden Sie unter: NGO - Zivilgesellschaft

Dokumente

Bund - Naturschutz
Kommunikation im Naturschutz
Natur im Wandel Auswirkungen des Klimawandels auf die biologische Vielfalt in Nordrhein-Westfalen


Interne Links

Externe Links

BMU
Bundesamt für Naturschutz
Naturschutz NRW
Naturschutz Bund

Schlagworte

Nachhaltigkeit, Natur, Naturschutz

Letzte Aktualisierung

14.10.2015 10:25

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