Grundlagen

In der Unterkategorie "Grundlagen", die unter "Umwelt" zu finden ist, soll über grundlegende Umweltthemen berichtet werden. Darunter befinden sich Artikel über den CO2 Fußabdruck, ökologischen Rucksack oder Wasser Fußabdruck.


CO2-Fußabdruck
Bei dem CO2 Fußabdruck (carbon footprint) handelt es sich um die Menge an CO2-Emissionen, die ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht. Diese CO2-Bilanz zeigt auf, wie man im Durchschnitt dasteht: Bei einem großen Fußabdruck, werden überdurchschnittlich viele Emissionen verursacht; ein kleiner Fußabdruck hingegen impliziert ein klimafreundliches Leben. Möchte man wissen, wie die eigene Klimabilanz aussieht, kann man den CO2 Fußabdruck berechnen. Hierzu sind einige Angaben zum Stromverbrauch, Heizbedarf, Konsumverhalten, Essgewohnheiten und Transport notwendig. Bei dem CO2-Fußabdruck handelt es sich um ein eindimensionalen Ansatz der Ökobilanzierung. Entwickelt wurde das Modell des CO2-Fußabdruckes von Wackernagel und Rees im Jahre 1994.


Ökologischer Rucksack
Der Begriff des "unsichtbaren Rucksacks" hat sich parallel neben dem Begriff des "ökologischen Rucksacks" (engl. ecological rucksack) entwickelt, der von Friedrich Schmidt-Bleek, früherer Vizepräsident des Wuppertal Instituts und der heutige Präsident des Factor-10-Instituts in Carnoules, Frankreich, geprägt wurde. Der Begriff des "ökologischen Rucksacks", beschreibt den engen Zusammenhang zwischen materiellem Wohlstand und den damit verbundenen Stoffströmen. Das bedeutet, dass jeder Rohstoff, jedes Produkt und sogar jede Dienstleistung einen ökologischen Rucksack mit sich herum schleppt: Nämlich in Form von Ressourcen, die zwar einst der Natur entnommen worden sind, um beispielsweise ein bestimmtes Produkt herzustellen, aber letztendlich nicht zum Bestandteil des Produktes wurden. Als Beispiel kann man die bei der Energieproduktion verbrannten Mengen an Kohle, Öl oder Gas auflisten, die zwar zur Herstellung von Produkten gebraucht werden, jedoch anschließend kein materieller Bestandteil davon werden.


Wasser Fußabdruck
Im Alltag nutzt der Mensch auf direkte und indirekte Weise große Mengen an Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen und weitaus mehr noch zur Herstellung von Gütern wie Nahrung, Papier, Kleidung, etc.. Der "Wasser-Fussabdruck" (Water-Footprint) ist also ein Indikator für diesen direkten und den indirekten Wasserverbrauch eines Konsumenten oder eines Produzenten. Insofern versteht man unter dem Wasser-Fussabdruck die Wassermenge, die insgesamt von den Einwohnern eines Landes beansprucht wird. Der direkte Wasser-Fussabdruck beschreibt die Nutzung der heimischen Wasservorkommen (Kochen und Trinken, Putzen und Waschen, Abwässer). In Deutschland werden dafür 60 Mrd. m³ Wasser pro Jahr verwendet. Der indirekte Wasser-Fussabdruck kann intern und extern verlaufen: Intern für die Produktion von Waren, die in Deutschland genutzt werden und extern für den Wasserverbrauch in anderen Ländern für Produkte, die in Deutschland genutzt werden.

Durch den Export von Gütern wird virtuelles Wasser in andere Länder exportiert. Unter virtuellem Wasser versteht man das bei der Herstellung und dem Transport von Industriegütern und Lebensmitteln verbrauchte, verdunstete oder verschmutzte Wasser. [p]Mehr...|"Bei der Berechnung des virtuellen Wassergehaltes eines Produktes wird dabei jeder einzelne Schritt im Herstellungsprozess einbezogen.


Dokumente
Der Wasser-Fussabdruck Deutschlands WWF, (PDF)
Scientific assessment and evaluation of the indicator “Ecological Footprint“


Interne Links
Externe Links
Footprintnetwork.org
Europäische Kommission: Sustainable Management of Resources
Jill Jäger: Was verträgt unsere Erde noch?

Schlagworte

Umwelt

Letzte Aktualisierung

30.01.2015 21:49

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