Umweltverschmutzung

Einleitung

Eine Verschmutzung der Umwelt ist tagtäglich überall auf der Welt anzutreffen. Die Ursachen der Umweltverschmutzung liegen dabei in vielen verschiedenen Bereichen. Sie beginnt bei dem achtlosen Wegwerfen einer Dose und wächst heran durch den Ausstoß von Treibhausgasen und dem Entsorgen von (unbehandelten) Abfällen in der Natur. Die Verunreinigung kann generell in verschiedene Bereiche differenziert werden. So lässt sich zwischen Luftverschmutzung, Gewässerverschmutzung oder der Verunreinigung des Bodens unterscheiden. Bei der Umweltverschmutzung handelt es sich um Umweltbelastungen durch bestimmte stoffliche (feste, flüssige, gasförmige) Rückstände, im Allgemeinen nicht durch energetische Rückstände (Strahlen, Lärm, Erschütterungen). Das regionale Ausmaß der Umweltverschmutzung kann anhand bestimmter Umweltindikatoren gemessen werden. Die Definition von Umweltverschmutzung beinhaltet dabei jedoch keine räumliche Begrenzung.
Um die Umwelt zu schonen wurden zahlreiche additive Umwelschutzmaßnahmen getroffen. Die daraus resultierende End-of-Pipe Industrie trägt allerdings selbst zu großen Umweltproblemen bei (z.B. Platin in den Katalysatoren der Autos).

Umweltverschmutzung als Konsequenz

Eines der größten Probleme des 21. Jahrhunderts ist die zunehmende Verunreinigung unseres Planeten. Bei der Verschmutzung des Planeten handelt es sich um ein Symptom eines aus den Fugen geratenen Stoffaustausches zwischen Anthroposphäre und Biosphäre. Dieses Grundproblem äußert such in verschiedenen Teilproblemen, nämlich Umweltverschmutzung durch ungenutzte oder veränderte Rohstoffentnahmen, die in die Umweltmedien „entlassen“ werden.
Auch die CO2 Emissionen sind Ausdruck dieses Stoffaustauschproblems. Hier werden Kohlenstofflager, die sich in Hunderten Millionen Jahren gebildet haben, in wenigen Dekaden oxidiert und als CO2 in die Atmosphäre geblasen. Als Konsequenz der Umweltverschmutzung lässt sich der Klimawandel aufführen. Dieser ist ein Symptom des Zuwachses der CO2-Konzentration in der Atmosphäre.
Umweltverschmutzende Stoffe die täglich der diesen Trend unterstützen, sind unter anderem:

- Chemikalien
- Schwermetalle (aber auch andere Mineralstoffe wie Asbest und Beryllium), siehe Bleikinder und Gressenicher Krankheit
- Öl
- Dünger (Nitrat, Phosphat) bei unsachgemäßer Anwendung
- Pestizide, Herbizide, Fungizide in Landwirtschaft und Hausgärten bei unsachgemäßer Anwendung
- Kohlendioxid bei Freisetzung durch Verbrennung fossiler Brennstoffe
- Stickoxide, Ammoniak
- Schwefeldioxid
- Arzneimittel, Antibiotika
- Kohlenwasserstoffe wie Benzol
- Radioaktive Stoff

Luftverschmutzung

Die uns umgebende Luft ist eine der größten Leidträger der Umweltverschmutzung. Besonders dramatisch ist die Lage in China. Einem Bericht der New York Times zufolge hat die dortige Luftverschmutzung im Jahre 2010 zu rund 1,2 Millionen Todesfällen geführt. Ein Problem des Entgegenwirkens der Luftverschmutzung ist, dass sich die verschmutzenden Stoffe immer wieder verändern. So gibt es viele verschiedene Luftschadstoffe, die der Umwelt schaden. Werden Schadstoffe in die Luft freigesetzt, interagieren sie abhängig von Temperatur, Feuchtigkeit und anderen Umweltbedingungen auf komplexe Weise miteinander, und mit der Umwelt. Diese Schadstoffe können in zwei Parteien aufgesplittet werden:

  • Primärschadstoffe – die aus menschlichen Prozessen entstehen
  • Sekundärschadstoffe – die aus der Interaktion von Primärschadstoffen mit der Atmosphäre stammen
Quellen der Luftverschmutzung
Die Verschmutzung der Luft sorgt sowohl für Gefährdungen der menschlichen Gesundheit (z.B. durch Partikelbelastung und bodennahes Ozon) als auch für Umweltschäden (z. B. die Versauerung oder Eutrophierung von Ökosystemen). Die menschliche Aktivität ist die bedeutendste Quelle der Luftverschmutzung. Die Nutzung von Energie im eigenen Heim, in der Industrie, im Verkehr und in der Landwirtschaft sind die hauptsächlichen direkten Verursacher von Emissionen. Besonders im Verkehr kommt es zu starken Emissionen. Gase und Partikel werden in die Umgebungsluft abgegeben. Zusätzlich werden durch die Erosion der Straßen in Folge der täglichen Nutzung weitere Schadstoffe produziert. Stick- und Schwefeloxide aus Verbrennungsvorgängen werden in der Atmosphäre zu Säuren umgewandelt, die als „Saurer Regen“ die Böden versauern. In sauren Böden werden Aluminium-Ionen freigesetzt, die für die meisten Kulturpflanzen schädlich sind. Die europäische Umweltpolitik hat sich vorgenommen, gegen die verschiedenen Arten von Luftschadstoffen durch strengere Obergrenzen für die Schadstoffbelastung, sowie durch Senkung der Emissionshöchstmengen für die einzelnen Schadstoffquellen, vorzugehen. Zu diesen gehören zum Beispiel:

Verkehrsschadstoffe: von Fahrzeugen freigesetzte Gase und Partikel – umfassen eine komplexe Mischung aus vielerlei Schadstoffen. Auch die Erosion von Material auf Straßen und der Reifen- und Bremsabrieb können Schadstoffe erzeugen.

Stationäre Quellen: die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, etwa Kohle und Öl in Kraftwerken und zu Hause, stellen ebenfalls eine wichtige Ursache der Luftverschmutzung dar.

Sonstige Quellen: Waldbrände und die Verbrennung lebender oder vor kurzem abgestorbener Organismen (Biomasse) stellen eine weitere Emissionsquelle dar.

Verschmutzung von Gewässern

Gewässern werden oft durch unbefugte Abwassereinleitungen, Abfall, Öl und giftige Stoffe, verschmutzt. Anzeichen für eine Gewässerverschmutzung können z.B. tote Fische oder schillernde Filme auf der Wasseroberfläche sein. Besonders problematisch sind Verschmutzungen der Gewässer, aber auch des Bodens mit sogenannten wassergefährdenden Stoffen. Wassergefährdende Stoffe sind feste (Plastik), flüssige (Öl) und gasförmige Stoffe (NO2, Schwermetalle), die geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische und biologische Beschaffenheit von stehenden und fließenden oberirdischen Gewässern, sowie von Grundwasser, nachteilig zu verändern.
Die Gewässer werden in Güteklassen von 1 bis 5 eingeteilt. In diesem Zusammenhang bedeutet Güteklasse 1 sehr sauber und 5 sehr schmutzig. Häufig ist der Mensch als Quelle der Verschmutzung auszumachen. Flüssige umweltgefährdende Abfälle werden einfach in den Garten geschüttet, diese sickern dann in den Boden und gelangen in das Grundwasser. Manchmal werden auch unbemerkt giftige Abwässer von Fabriken einfach in Flüssen oder Seen entsorgt. In Deutschland gehören die Elbe und die Saale zu den schmutzigsten Gewässer.
Heute wird oberflächennahes Grundwasser kaum noch zur Trinkwassergewinnung genutzt, da nicht mehr als 50g Nitrat/Liter im Trinkwasser vorhanden sein darf. Deshalb werden immer tiefere Grundwasservorkommen zur Trinkwassergewinnung genutzt, was ein Absinken des Grundwassers zur Folge hat und sich dies somit auch auf die Pflanzenwelt auswirkt.

Bodenverunreinigung

Bodenverunreinigung begeht, wer unter Verletzung verwaltungsrechtlicher Pflichten, Stoffe in den Boden einbringt, eindringen läßt oder freisetzt und diesen dadurch

  1. in einer Weise, die geeignet ist, die Gesundheit eines anderen, Tiere, Pflanzen oder andere Sachen von bedeutendem Wert oder ein Gewässer zu schädigen, oder
  2. in bedeutendem Umfang verunreinigt oder sonst nachteilig verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Erosion

Ein großes Problem stellt Erosion dar. Die Erosion, der Abtrag von Boden durch Wind und Wasser, ist ein natürlicher Vorgang, der jedoch durch die Landwirtschaft stark fortgeschritten ist - heute ist der Mensch für 60-80 Prozent der Bodenerosion verantwortlich, die auf über 25 Milliarden Tonnen pro Jahr geschätzt wird. An Stellen wo die Erosion besonders stark ist, kann sie schließlich dazu führen, dass ganze Regionen für die Landwirtschaft verloren gehen.
Hauptursachen der Erosion sind das Abholzen von Wäldern, dem Klima nicht angepasste landwirtschaftliche Praktiken und die Nutzung ungeeigneter Flächen für die Landwirtschaft. Kahlschläge in gebirgigen Regionen führen oft dazu, dass beim nächsten Starkregen der nun ungeschützte Boden abgetragen wird. Erosion betrifft nicht nur Acker-, sondern auch Weideland. Das gesamte Weideland der Erde beträgt bis zu 46 Millionen Quadratkilometer. Auf 10 Millionen Quadratkilometern ist der Boden durch Überweidung so geschädigt, dass die Produktivität eingeschränkt ist.

Top 10 der schmutzigsten Orte (2007)

Die New Yorker Oganisation Blacksmith Institute brachte für die Jahre 2006 und 2007 eine List mit den verschmutztesten Orten weltweit hervor. Zu den Top 10 gehören:

  • Sumgait, Aserbaidschan
  • Linfen, China
  • Tianying, China
  • Sukinda, Indien
  • Vapi, Indien
  • La Oroya, Peru
  • Dschersinsk, Russland
  • Norilsk, Russland
  • Tschernobyl, Ukraine
  • Kabwe, Sambia

Dokumente

6. Aktionsprogramm der EG für die Umwelt
Einstellung der europäischen Bürger zur Umwelt

Interne Links

Externe Links

The 2012 World's Worst Pollution Problems Report
Luftverschmutzung
Wasserverschmutzung
Bodenverschmutzung
Klimawandel

Schlagworte

Abfall, Boden, Emission, Ökosystem, Probleme, Risiko, Umwelt, Umweltverschmutzung, Verschmutzung

Letzte Aktualisierung

03.11.2015 11:03

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