Öko-Mode / Eco-Fashion

Einleitung

Viele Menschen assoziieren mit dem Wort "Öko-Mode" die Auswirkungen einer ganzen Ökobewegung, wie zum Beispiel neben ethisch und ökologisch korrekt hergestellter Kleidung ebenfalls Produkte wie Hafermüsli, Birkenstock und unförmige Flatterkleider. Öko-Mode wurde damals zur Schau gestellt, denn man handelte moralisch vorbildlich. Das Modebewusste blieb dabei oftmals auf der Strecke, weshalb Öko-Mode heutzutage noch einen eher schlechten Ruf hat.

Doch hingegen aller Vorurteile, präsentiert sich Öko-Mode heutzutage nicht nur ökologisch und ethisch korrekt, sondern auch mit modischen Formen, Farben und Schnitten. Öko-Mode, im englischen auch als Eco Fashion bezeichnet, wird in erster Linie mit deutlich weniger CO2 und Chemie als herkömmliche Kleidung hergestellt und spart überdies große Mengen an Wasser ein. Somit ist Öko-Mode nicht nur nachhaltig und umweltschonend, sondern zeichnet sich auch durch ihre gute Hautverträglichkeit aus.

Umweltsymbole von Gudrun Sjödén

Die Öko-Modedesignerin Gudrun Sjödén entwirft Mode für anspruchsvolle Frauen, die von der Öko-Mode erwarten, dass diese ihre Persönlichkeit zum Ausdruck bringt, lange Freude macht und einen Beitrag zum Umweltschutz liefert. Die Mode von Gudrun Sjödén versucht diese Anforderungen seit 1990 u.a. mit der Produktion biologisch abbaubarer Öko-Baumwolle zu erfüllen.

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Im Laufe der Jahre hat Gudrun Sjödén ein Verfahren entwickelt zur Kennzeichnung der Nachhaltigkeit ihrer Produkte:

Das 3-Blätter-Symbol
Bei dem 3-Blätter-Symbol bestehen die Kleidungsstücke aus 100% Öko-Baumwolle und sind über alle Produktionsschritte von GOTS zertifiziert. Alle Produktionsschritte, wie Baumwollanbau, Spinnen, Wirken, Färben mit Pflanzen- oder anderen umweltfreundlichen Farbstoffen, Zuschneiden und Nähen sind von GOTS zertifiziert und von Control Union oder der IMO geprüft, dem Institut für Marktökologie, beide international anerkannte Prüfinstitutionen. Von den Herstellern wird außerdem regelmäßig die Vorlage der Prüfzertifikate verlangt.

Das 2-Blätter-Symbol
Das 2-Blätter-Symbol bezeichnet Modelle, die zu mindestens zwei Dritteln aus ökologischem Material bestehen. Die übrigen Produktionsschritte sind nicht zertifiziert. Manchmal tragen Materialmischungen mit Öko-Baumwolle das 2-Blätter-Symbol und auch einige der von Sjödén produzierten Regeneratfasern sind so umweltverträglich, daß sie das 2-Blätter-Symbol verdienen. Kleidungsstücke aus Materialmischungen tragen das 2-Blätter-Symbol, wenn sie zu mindestens zwei Dritteln aus Öko-Baumwolle, Öko-Wolle oder Modal, zertifiziert von Lenzing* bestehen (beispielsweise aus 50% Öko-Baumwolle und 50% Lyocell oder Modal, zertifiziert von Lenzling oder aus beispielsweise 55% Öko-Baumwolle & 45% Öko-Wolle). Der Lenzing-Produktionsprozeß TCF (Totally Chlorine Free) ist vollkommen einzigartig und hat den Europäischen Umweltpreis gewonnen. Das Rohmaterial Holz stammt aus zertifizierten Wäldern und auch der Produktionsprozeß ist Öko-zertifiziert. Modal von Lenzing erhält daher das 2-Blätter-Symbol.

Das 1-Blätter-Symbol
Umweltfreundliche Alternativmaterialien, wie beispielsweise Seide, Leinen, Lyocell oder Modal, tragen bei Gudrun Sjödén das 1-Blatt-Symbol. Sie dürfen bis zu einem Drittel mit konventioneller Baumwolle oder anderen, nicht umweltfreundlichen Fasern, gemischt sein. Dies können Modelle aus mehr als zwei Dritteln Lyocell, Leinen, Seide, Bambus, Jute, Kokosbast, Hanf oder Recyclingfasern oder Modelle aus Öko-Baumwolle mit nichtzertifiziertem Modal, Viskose oder Leinen sein.

Ohne Blätter-Symbol
Modelle mit dem "Ohne-Blätter-Symbol" sind aus konventioneller Baumwolle, nichtzertifiziertem Modal oder auch Modelle aus beispielsweise 50% konventioneller Baumwolle und 50% zertifiziertem oder nichtzertifiziertem Modal oder andere Fasern.


Öko-Mode von Lana

Die Erfinder des Öko-Modeunternehmen sind Herrmann und Anne Kohnen aus Aachen. Zu Beginn waren sie auf der Suche nach schadstofffreier Kleidung. Als sie keine finden konnten, stellten sie selber welche her, sodass aus der Heimwerkstatt das Unternehmen Lana entstand - ein Vorreiter der Naturtextilbranche. Das internationale Öko-Siegel GOTS bescheinigt auch bei "Lana" die ökologisch- und sozialverträgliche Produktion von Garnen, Stoffen und Kleidungsstücken.
Für den Kunden schafft der GOTS-Standard ebenfalls Sicherheit – er kann darauf vertrauen, dass entsprechend gekennzeichnete Kleidung aus kontrolliert biologischer Baumwolle und mit umweltschonenden Verfahren gefertigt wurde. Und nicht nur das – Das Label setzt auch in sozialer Hinsicht Maßstäbe.

Das Unternehmen hat sich ebenfalls auf Bio-Baumwolle spezialisiert, die durch den ökologischen Anbau produziert wird. Dieser verzichtet auf Pestizide und chemische Dünger, erhält die Bodenqualität und reduziert dadurch den Wasserverbrauch. Deshalb stammt bei Lana sämtliche Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau. Auch die Schafswolle ist überwiegend aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT).

Für die Produzenten Kohnen ist wichtig, dass die Kollektionen den Kunden gefallen. Mode muss begeistern. Die Ressourcenschonung und die Förderung sozialer Gerechtigkeit sehen sie beim Kauf und Verkauf nur als Zusatznutzen: "Wenn ich als Verbraucher Naturmode kaufe, ist das ein ganz kleiner Baustein dafür, dass Menschen, die nach diesen Prinzipien arbeiten, ein Stück ihrer Existenz gesichert bekommen und damit auch zur nachhaltigen Bewirtschaftung unseres Planeten beitragen.“

Öko-Mode von Green-Shirts

Mit dem fairen Modelabel Green Shirts, das der Jungunternehmer Niklas Astor seit Beginn 2013 online vertreibt, möchte er junge und modebewusste Leute erreichen, um diese für ökologische Produktionsbedingungen zu sensibilisieren. Bereits in jungen Jahren hat er sich für Nachhaltigkeit in der Lebensmittelbranche sowie für Fairtrade interessiert. Gleichzeitig entschied er sich dazu ökologisch und fair hergestellte Kleidung zu tragen. Dabei stellte er schnell fest, dass es schwer ist, modische und fair gehandelte Kleidung zu finden, die massentauglich und demnach gesellschaftlich akzeptiert würde. Um sich mit dem Fairtrade-Thema besser auseinanderzusetzen, ging er nach dem Abitur für zwei Monate in den Kamerun und arbeitete dort für ein Projekt für die Aufforstung der Wälder. Währenddessen kam er in Kontakt mit Kakaobauern, deren Absatzmärkte im Westen liegen. Zu der Zeit beschloss er, einer der westlichen Händler zu werden, der gute Produktionsbedingungen einfordern möchte. Daher stammt die Baumwolle von seinen Shirts von Bauern aus Indien, die sich dazu verpflichtet haben, keine Pestizide einzusetzen ebenso wie auf Kinderarbeit zu verzichten. Die Bewässerung der Felder wird fast ausschließlich durch den Monsun getätigt und auch die Farbe für die Motive auf den Shirts basiert auf Wasser. Mithilfe seiner fair-gehandelten und ökologisch produzierten Kleidungsstücke, möchte Niklas Astor den ökologischen Fussabdruck verbessern.

Dabei sind die größten Unterscheidungsmerkmale von Green Shirts gegenüber konventionellen Modelabelsbeispielsweise die Verwendung von vertrauenswürdigen Zertifikate (GOTS, Fair Wear, Soil Association), GOTS zertifizierter Stoffe sowie Druck sowie die Einbindung einzigartiger Designs auf den Shirts von Künstlern aus Wien, München und Berlin. Außerdem ist Green Shirts bedacht auf eine ökologische Produktions- und Distributionswegsoptimierung und die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Schweinfurt.

Interne Links

Externe Links

gudrunsjoeden.de
peopleforfuture.de
hessnatur.com
gudrunsjoeden.de
lanius-koeln.de
wunderwerk.com
kirstenbrodde.
greenpeac.de
utopia.de
green shirts
futurefashionguide.com
gruenemode.com
getchanged.net
label-online.de
rankabrand.de
saubere-kleidung.de
fairwear.org
engel-natur.de
naturtextil.de

Schlagworte

Eco, Mode, Ökologie

Letzte Aktualisierung

19.06.2015 23:15

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