Einleitung

Parallel zum Veganismus-Trend, verzichten immer mehr Designer auf tierische Materialien wie Pelz, Wolle, Seide, Daunen oder Leder. Sie entwerfen vegane Kleidung aus natürlichen oder recycelten Materialien und synthetischen Stoffen. Diese Stoffe fühlen sich dann nicht nur gut an, sondern können auch optisch beeindrucken. Den Desigern und ihren Kunden ist bei veganer Mode oder zu Englisch Vegan Fashion, vor allem wichtig, dass die Tiere nicht leiden müssen.

Vegane Mode, damals oftmals als zu "öko" abgestempelt, kann heutzutage bunt, elegant oder aufregend sein. Demnach reicht sie von Schuhen über Brautmode bis hin zu Unterwäsche. Doch vegan bedeutet nicht gleichzeitig fair und umweltfreundlich produziert. Im folgenden Artikel wird zunächst auf die Probleme bei der Herstellung veganer Mode hingewiesen, und daraufhin vier vegane Modedesigner vorgestellt, die alle veganen und gleichzeitig nachhaltigen Attribute in ihrer Mode vereinen.

Probleme einer veganen Modeproduktion

Durch den Verzicht auf tierische Materialien, muss bei der Herstellung auf Alternativen zurückgegriffen werden. Diese sind aber oft nicht nachhaltig: Dies ist zum Beispiel der Fall bei Plastik als Stoffalternative, da dessen Produktion auf Erdöl basiert. Hersteller verwenden außerdem oft gesundheitsschädliche Weichmacher, um das Material elastischer zu machen. Etwas umweltfreundlicher ist Polyuerthan, das Hersteller als Gewebe für den Lederersatz bei Schuhen verwenden, da es dehnbar und atmungsaktiv ist.

Umweltfreundlich und gesund sind natürliche tierfreie Materialien wie Hanf, Kork, Algen oder Gummi und innovative Fasern aus Naturstoffen. Neuere nachhaltige Stoffe sind Lyocell/ Tencel und Modal. Lyocell, auch als Tencel bekannt, ist biologisch abbaubar und fühlt sich angenehm glatt an. Es wird aus Eukalyptusholz hergestellt und wurde im Jahr 2000 mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet. Die Faser Modal wird aus zerkleinertem Buchenholz hergestellt und ist knitterarm und elastisch.

Vegane Modedesigner

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Modemagazin Nouveaux
Mithilfe des ersten deutschen Modemagazin "Nouveaux", will Julia Akra-Laurien Modestrecken zeigen und Ernährungstrends aufspüren. Die Motivation fand die Gründerin und Chefredakteurin Akra-Laurin im Rahmen einer Anti-Pelz-Kampagne (Kunstpelz ist Echt), die sie für Animals’ Liberty gemacht hatte. Dabei fiel ihr auf, dass es keine Zeitschrift gibt, die schönes Design und "frei von tierischen Produkten" miteinander vereinbart.
Der Titel " Noveaux " bildet demnach Wortspiel aus zwei Begriffen, dem englischen no - und dem französischen veaux - Kälber. Denn Kalbsleder ist nach wie vor das beliebteste Leder für hochwertige Schuhe. Außerdem wird Noveaux in einer fairen und veganen Druckerei produziert.
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Interne Links

Externe Links

sueddeutsche.de
Umasan
Goodsociety
W&V
Recolution
Beyondskin
green shirts

Schlagworte

Mode, Vegetarismus

Letzte Aktualisierung

22.06.2015 11:59

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