ELER: Landwirtschaftsfond

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

Mit Hilfe des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, wird die Entwicklung des ländlichen Raums in der Europäischen Union unterstützt. Dies entschied der Agrarrat am 20.09.2005. ELER konzentriert sich auf drei Schwerpunkte (Achsen):
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft
  • Verbesserung der Umwelt und der Landschaft
  • Lebensqualität im ländlichen Raum und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft
Die ELER-Verordnung ist die rechtliche Grundlage für die als zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bezeichnete Politik für ländliche Räume Europas in den Jahren 2007 bis 2013. Parallel zu den Strukturfondsverordnungen wurde die ELER-Verordnung als weitgehend einheitlicher Programmplanungs-, Finanzierungs- und Bewertungsrahmen vorgelegt. Alle von der EU unterstützten Maßnahmen der ländlichen Entwicklung werden seit 2007 im Unterschied zur Programmplanungsperiode 2000 bis 2006 nur noch aus einer Quelle, dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), finanziert.

Strategie 2014-2020
Die Strategie "Europa 2020" formuliert mehrere Ziele aus die durch die folgenden 6 europaweiten ELER-Prioritäten präzisiert werden sollen:

  • Förderung von Wissenstransfer und Innovation in der Land- und Forstwirtschaft und den ländlichen Gebieten
  • Förderung der Wettbewerbsfähigkeit aller Arten von Landwirtschaft und des Generationswechsels in den landwirtschaftlichen Betrieben
  • Förderung der Organisation der Nahrungsmittelkette und des Risikomanagements in der Landwirtschaft
  • Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung von Ökosystemen, die von der Land- und Forstwirtschaft abhängig sind
  • Förderung der Ressourceneffizienz und Unterstützung des Agrar-, Ernährungs- und Forstsektors beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen und klimaresistenten Wirtschaft
  • Förderung der sozialen Eingliederung, der Bekämpfung der Armut und der Wirtschaftlichen Entwicklung in den ländlichen Gebieten
ELER in Deutschland
Für Deutschland stehen zusammen mit Modulationsmitteln und Mitteln aus der Tabakreform rund acht Milliarden Euro an ELER-Mitteln für den Zeitraum 2007 bis 2013 zur Verfügung. Die Umsetzung von ELER in Deutschland und die Durchführung der Maßnahmen liegt in der Verantwortung der Bundesländer. Folgende Länder setzen die ELER-Verordnung in eigenen Programmen durch:
Baden-Württemberg (MEPLII)
Bayern (BayZAL)
Brandenburg (EPLR)
Hamburg (Stadt-Land-Fluss)
Hessen (EPLR)
Mecklenburg-Vorpommern (EPLR M-V)
Niedersachsen (PROFIL)
Nordrhein-Westfalen ("ländlicher Raum")
Rheinland-Pfalz (PAUL)
Saarland (EPLR Saar)
Sachsen (EPLR)
Sachsen-Anhalt (EPLR)
Schleswig-Holstein (ZPLR)
Thüringen (FILET)
Eine Übersicht über die ELER-Umsetzung der deutschen Bundesländer finden Sie auf der Homepage des "dvs: Netzwerk ländlicher Räume".

Externe Links
dvs - Netzwerk ländlicher Raum
Übersicht über die ELER-Umsetzung

Schlagworte

Landwirtschaft, Raumentwicklung

Letzte Aktualisierung

26.08.2015 14:50

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