UBA: Umweltbundesamt

Einleitung
Das Umweltbundesamt (UBA) wurde 1974 per Gesetz errichtet und ist die wissenschaftliche Umweltbehörde des BMU. Seine Aufgaben bestanden damals vornehmlich in der Erledigung von Verwaltungsaufgaben auf dem Gebiet der Umwelt und der gesundheitlichen Belange des Umweltschutzes, u.a. Messung der großräumigen Luftbelastung, Koordinierung der Umweltforschung des Bundes und Unterstützung bei der Prüfung der Umweltverträglichkeit von Maßnahmen des Bundes. Hinzu kamen die zentralen Informations- und Dokumentationsdienste und die Aufklärung der Öffentlichkeit in Umweltfragen.

Die Schwerpunkte der Umweltpolitik haben sich im Lauf der Jahre verändert, nicht zuletzt auch durch das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung, wodurch Aspekte der globalen Umweltvorsorge verstärkt hinzukamen. 1994 wurde das Amt neu organisiert und in neue Fachbereiche unterteilt, die diese neue Aufgabenstellung widerspiegeln.

Ziele
  • die natürlichen Lebensgrundlagen nachhaltig zu schützen
  • nachhaltige Entwicklung voranzubringen
  • Umweltschutz als selbstverständlich zu berücksichtigende Komponente im Denken und Handeln der Menschen zu fördern.
Aufgaben
Mittlerweile hat sich der Aufgabenbereich des UBA erweitert. Das UBA sieht sich als eine Art "Frühwarnsystem" zu Umweltfragen und Fragen der Beeinträchtigung des Menschen. Hierzu arbeitet das UBA transdisziplinär und versucht so gute Lösungen zu Umweltproblemen auszuarbeiten, um die Umwelt und die Menschen vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen.

Das UBA ist zuständig für:
  • die wissenschaftliche Unterstützung der Bundesregierung (u. a. Bundesministerien für Umwelt, Gesundheit, Forschung, Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung)
  • der Vollzug von Umweltgesetzen (z. B. Emissionshandel, Zulassung von Chemikalien, Arznei- und Pflanzenschutzmitteln)
  • die Information der Öffentlichkeit zum Umweltschutz.
Zudem ist das UBA als beauftragte Behörde u.a. nationale Verbindungsstelle zu einigen internationalen Organisationen wie zum Beispiel zur UNESCO (UN Educational, Scientific and Cultural Organization) für Umwelterziehung und deutsche Anlaufstelle für die Europäische Umweltagentur (EEA, European Environment Agency) und zur WHO.

Aktivitäten
Die Arbeiten des Umweltbundesamtes sind sehr umfangreich in dessen Jahresberichten (aktueller Bericht: Schwerpunkte 2014) dokumentiert. Sie können von der UBA-Homepage heruntergeladen oder dort als Printversion bestellt werden.

Hier finden Sie eine Übersicht der Schwerpunktberichte:
Schwerpunktbericht 2014
Schwerpunktbericht 2013
Schwerpunktbericht 2012
Schwerpunktbericht 2011
Schwerpunktbericht 2010

Umweltforschungsplan 2012: "Das Umweltbundesamt (UBA) beabsichtigt einen Teil der Projekte des Umweltforschungsplans 2012 (UFOPLAN 2012) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit selbst zu vergeben." (Ausschreibungen)
Umweltinnovationsprogramm: Gefördert werden großtechnische Anlagen mit Demonstrationscharakter und "bauliche, maschinelle oder sonstige Investitionen einschließlich Kosten der Inbetriebnahme sowie ggf. mit den Investitionen in Zusammenhang stehende Messungen zur Erfolgskontrolle in den folgenden Bereichen:
    • Ressourceneffizienz/Materialeinsparung
    • Abwasserreinigung/Wasserbau
    • Abfallvermeidung, -verwertung und –beseitigung sowie die Sanierung von Altablagerungen
    • Bodenschutz
    • Luftreinhaltung (einschließlich Maßnahmen zur Reduzierung von Gerüchen)
    • Minderung von Lärm und Erschütterungen
    • Klimaschutz: Energieeinsparung, Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien
    • Umweltfreundliche Energieversorgung und -verteilung"
  • Bericht "Nachhaltige Entwicklung in Deutschland", 2002: Im Februar 2002 hat das UBA seinen Bericht "Nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Die Zukunft dauerhaft umweltgerecht gestalten" vorgelegt. UBA-Präsident Prof. Andreas Troge dazu: "Die neue Zukunftsstudie (...) zieht Bilanz der vergangenen 5 Jahre und diskutiert die weiteren Schritte von Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Weg in eine nachhaltige Entwicklung. (...) Im Ergebnis zeigt die Studie, dass eine dauerhaft umweltgerechte Entwicklung möglich ist, ohne die Gesellschaft als ganze zu überfordern oder den Einzelnen unzumutbare Opfer abzuverlangen. Zwar ist eine nachhaltige Entwicklung nur möglich, falls es neben einer starken Erhöhung der Energie- und Materialeffizienz auch zu Veränderungen bei den Einstellungen und Verhaltensweisen der Bürgerinnen und Bürger kommt. Diese mentalen Veränderungen sollten jedoch nicht zum sauertöpfischen Verzicht führen. Die Orientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung ist vereinbar mit einer freiheitlichen Gesellschaft und mit einem beachtlichen Konsumniveau; sie erhöht die Spielräume für ein aktives und selbstbestimmtes Leben, anstatt diese einzuschränken. "Nicht weniger, sondern anders konsumieren!" muss es heißen." Hier erfahren Sie mehr zum UBA-Bericht. (Die Langfassung des Berichts ist im Erich-Schmidt-Verlag, Berlin 2002, erschienen.)
weitere
Das UBA arbeitet/arbeitete an folgenden Projekten:
Dokumente
Organigramm des UBA
Studie: "Nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Die Zukunft dauerhaft umweltgerecht gestalten", 2002

Interne Links
Externe Links
Homepage des Umweltbundesamt (UBA)
Virtuelle Zeitreise in die Geschichte des UBA

Schlagworte

Deutscher Umweltindex, Gutachten, Umweltamt, Umweltbericht

Letzte Aktualisierung

14.10.2015 12:05

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