Aachener Stiftung Kathy Beys

Der Inhalt des von Ihnen gesuchten Artikels wurde überarbeitet, um größtmögliche Aktualität zu gewährleisten. Den aktuellen Artikel finden Sie hier.

Dieser Artikel ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert


Kathy Beys-Baldin, eine Aachener Unternehmerin, war schon früh im Tier- und Naturschutz engagiert. Ein Jahr nach Erscheinen des Brundtland-Reports "Our Common Future" (1987) rief sie mit ihrem Mann aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus eine Stiftung unter dem Namen "Mensch und Natur" ins Leben. Diese förderte zuerst Naturschutzprojekte, später allgemein ökologische Projekte. Kathy Beys-Baldin starb 1995. Durch ihre testamentarischen Verfügungen wurde die Stiftung nach ihrem Tod mit einem umfangreichen Kapitalstock ausgestattet, die Stiftung wurde in "Aachener Stiftung Kathy Beys" umbenannt.
Die Aachener Stiftung Kathy Beys hat den Auftrag, einen Beitrag zur Erhaltung der natürlichen Umwelt und der Lebensbedingungen für Mensch und Tier (Satzung) zu leisten. Dabei versteht sie die Sicherung unserer Lebensbedingungen als Schnittpunktaufgabe ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte, so, wie dies auch die Enquete-Kommission des 13. Deutschen Bundestages "Schutz des Menschen und der Umwelt – Ziele und Rahmenbedingungen einer nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung" in ihren Berichten formuliert hat.

Fördertätigkeit:
  • Die Stiftung ist operativ tätig, d.h. sie entwickelt Projektideen und setzt Projekte selbst exemplarisch durch.
  • Die Stiftung sucht ökologisch innovative Ansätze bei wirtschaftlichen Vorgängen.
  • Die Stiftung sucht Akteure, die solche Ansätze beispielhaft umsetzen.
  • Die Stiftung will mit positiven Beispielen motivieren, anstatt durch Negativpublizistik zu frustrieren.
  • Die Stiftung betreibt intensive Öffentlichkeitsarbeit und bietet ökologisch engagierten Akteuren eine Plattform.
  • Die Stiftung will einen Beitrag zum Zusammenwachsen in der Euregio Rhein-Maas (Aachen-Maastricht/Heerlen-Lüttich) leisten.
  • Die Förderung von Anträgen soll die Ausnahme bleiben.
Neben dem vorliegenden Lexikon der Nachhaltigkeit fördert die Aachener Stiftung weitere Nachhaltigkeitsprojekte (Auswahl):
  • Faktor-X Das Internetportal Faktor-X führt die wichtigsten Informationen zum Thema Ressourcen intelligenter nutzen in einer attraktiven und allgemein verständlichen Präsentation zusammen; darüber hinaus stellt es die entscheidenden Links zu Wirtschaft, Wissenschaft und NGOs her. Weltweit gibt es immer mehr Angebote im Netz – eine zentrale Website Faktor-X existiert bisher nicht. Das Portal soll beides sein: Informations- und Kommunikationswerkzeug.
  • R.I.O. Innovationspreis (R.I.O. steht für Ressourcen Input Optimierung)
Der R.I.O. Innovationspreis wendet sich an Unternehmen, die heute nachhaltige Unternehmensführung als Chance im regionalen und globalen Wettbewerb von morgen verstehen. Er richtet sich an Produzenten, deren Produkte einen gleichen oder verbesserten Gebrauchsnutzen mit erheblich geringerem Ressourceneinsatz realisieren. Er prämiert Dienstleistungen, die Ressourcen verschwendende Produkte durch intelligente Dienstleistungen ersetzen. Die Verleihung des Preises für 2002 erfolgte am 26.06.2002. Die Jury entschied sich zur Prämierung folgender Projekte (komplette Dokumentation, Download als PDF, 0,65 MB):

  • 1. Preis: Bayer AG, Appeal®
  • 2. Preis: LIGU®-HolzBau Elemente
  • Anerkennung: Deutsche Telekom AG, T-NetBox, ECON-AIR® AG, Mehrweg Sprühdose, Präzitec GmbH, Vibrationsreinigung und ARGUS monitoring
Der R.I.O. Innovationspreis 2003 wurde im Herbst 2002 erneut ausgeschrieben. Die Jury entschied sich diesmal zur Prämierung folgender Projekte (komplette Dokumentation, Download als PDF, 0,61 MB):

  • 1. Preis – Thoma Holz GmbH
  • 2. Preis – AQUEX Schlammentwässerung GmbH
  • Anerkennung – Bubble Deck (Deutschland) GmbH
  • Anerkennung – eCO2 S.A.
  • Anerkennung – Maschinenfabrik Reinhausen GmbH
  • Anerkennung – METACAP GmbH
Mit dem R.I.O. Innovationspreis 2004 wurden folgende Projekte ausgezeichnet (komplette Dokumentation, Download als PDF, 0,89 MB):

  • 1. Preis – Solitem GmbH
  • Anerkennung - Berleburger Schaumstoff GmbH
  • Anerkennung – Eder Werbematten GmbH
  • Anerkennung – eStop GmbH
  • Anerkennung – IBU Ingeneurbüro für Umwelttechnik und Energiemanagement
  • Anerkennung – Linn High-Therm GmbH
  • Anerkennung - Puron AG
  • Anerkennung - Tigerwerk GmbH & Co. KG
Unternehmer und ihre Entwicklungsprojekte

In der Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer zu Aachen wurde eine Projektidee entwickelt, in der sich Unternehmer aus dem Kammerbezirk der IHK (Stadt und Kreis Aachen, Kreise Heinsberg, Düren, Euskirchen) mit ihren Aktivitäten zu Projekten im Sinne der Agenda 21 in sich entwickelnden Ländern vorstellen können. Zweck der gemeinsamen Veranstaltung von IHK Aachen und der Aachener Stiftung Kathy Beys ist es, einige dieser guten Beispiele zu kommunizieren und als Vorbilder für andere Unternehmer aus dem Aachener Raum zugänglich zu machen.Im einzelnen wurden am 12. November 2001 vorgestellt:

  • Nepal Hilfe Aachen e.V. (Helmut Falter)
  • CRN - Ernährungszentrum in Ecuador (Michael Wirtz)
  • Brasilienhilfe: Hilfe zur Selbsthilfe (Konsul Klaus Pavel)
  • Pontes do Amor e.V. in Brasilien (Martina Franck)
Weitere Projekte (Auswahl):

  • Aachener Umweltpreis, seit 1995 jährlich verliehen
  • Euregionaler Baupreis, seit 2001 jährlich verliehen
In den Jahren 2000, 2002, 2003 und 2005 hielten auf dem Aachener Forum namhafte Experten Beiträge zu Fragen der nachhaltigen Entwicklung:

  • 2005: Wackernagel, Northrop, Merbold
  • 2003: van Dieren, Meyer, Radermacher, Tremmel
  • 2002: Schmidt-Bleek, de Lardarel, Ferretti, Flatz, Viehoever und Fussler;
  • 2000: Meadows, Schmidt-Bleek, Stahel und Vahrenholt;

Letzte Aktualisierung

05.01.2015 14:42

Diesen Artikel: