Meadows u.a.: Grenzen des Wachstums. Das 30-Jahre-Update, 2006

In dem 2006 erschienenen Buch "Grenzen des Wachstums. Das 30-Jahre-Update" definieren die Autoren Nachhaltigkeit wie folgt:

"Nachhaltigkeit lässt sich auf vielfache Weise definieren. Einfach ausgedrückt: Eine nachhaltige Gesellschaft kann über alle Generationen hinweg bestehen; sie ist weitsichtig genug, flexibel genug und weise genug, dass sie ihre eigenen materiellen oder sozialen Existenzgrundlagen nicht untergräbt. [...]

Aus Sicht der Systemforschung ist eine Gesellschaft nachhaltig, wenn sie mit Informationsmechanismen, sozialen und institutionellen Strukturen ausgestattet ist, die diejenigen positiven Rückkopplungen unter Kontrolle halten, die exponentielles Wachstum von Bevölkerung und Kapital verursachen. [...] Damit eine Gesellschaft nachhaltig ist, müssen Bevölkerung, Kapital und Technik so aufeinander abgestimmt sein, dass ein angemessener, fair verteilter materieller Lebensstandard für jeden Einzelnen gewährleistet ist. Um materiell und energetisch nachhaltig zu sein, müssen für alle Durchsätze der Wirtschaft die folgenden drei von Herman Daly formulierten Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Verbrauchsraten der erneuerbaren Ressourcen dürfen nicht deren Erneuerungsraten übersteigen.
  • Die Verbrauchsraten der nicht erneuerbaren Ressourcen dürfen nicht die Rate überschreiten, mit der nachhaltig erneuerbare Ressourcen als Ersatz dafür erschlossen werden.
  • Die Raten der Schadstoffemissionen dürfen nicht die Aufnahmefähigkeit der Umwelt für diese Schadstoffe übersteigen
Eine solche Gesellschaft, deren ökologischer Fußabdruck auf Dauer tragbar wäre, würde sich in mancher beziehung ganz erheblich - fast unvorstellbar - von der Gesellschaft unterscheiden, in der die meisten Menschen heute leben." (Quelle: Meadows u.a.: Grenzen des Wachstums. Das 30-Jahre-Update. Signal zum Kurswechsel. Stuttgart 2006, S. 264f.)

„Die globale Herausforderung“, so die Autoren des Buches, “kann man einfach zusammenfassen: Um eine Entwicklung tragfähig zu gestalten, muss die Menschheit das Konsumniveau der Armen dieser Welt anheben, gleichzeitig aber den ökologischen Fußabdruck der Menschheit insgesamt senken. Dazu braucht es technologischen Fortschritt, personelle Veränderungen und längere Planungshorizonte.“

Interview auf dem World Resources Forum Davos, 2009
Dennis Meadows: Growth versus development

 
Dennis Meadows
Die Grenzen des Wachstums:
Das 30-Jahre-Update




Interne Links
Externe Links
Ökonews
Faktor X:
Meadows: Growth vs. development
Originaltöne Meadows
Worum es geht: Faktor X (Kurzfassung), Langfassung (Teil 1), (Teil 2)
Davos Gespräche: World Resources Forum 2009

Schlagworte

Club of Rome, Grenzen des Wachstums, Literatur, Meadows, Randers, Wachstum

Letzte Aktualisierung

03.11.2015 11:06

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