DIHT: Deutscher Industrie- und Handelstag (Archiv)

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Der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) ist die Spitzenorganisation der 82 Industrie- und Handelskammern. Der DIHT ist beteiligt an dem Umweltkommunikations- und Informationssystem IHK-UMKIS.

Zum Thema Nachhaltigkeit bietet der DIHT das Positionspapier "Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit in Umwelt- und Energiepolitik. Forderungen der Wirtschaft zur Bundestagswahl 2002":
"Um zukunftsfähig zu bleiben, braucht Deutschland mutige Reformen. Dies gilt auch für die Umweltpolitik der kommenden Legislaturperiode. Der Umweltschutz hat sich stärker als bisher am Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung zu orientieren. Deutschland muss seinen Einfluss auf die internationale und die EU-Umweltpolitik erhöhen und zugleich im eigenen Rechtssystem eine höhere Flexibilität schaffen, um internationale Regelungen wirtschaftsverträglich umsetzen zu können.


Die Wirtschaft erwartet, dass auch im Umweltschutz stärker als bisher auf die Eigenverantwortung und auf die Kraft des Marktes gesetzt wird. Notwendig ist ein neuer Umweltdialog als intensive Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft, um die Potenziale für freiwilliges Handeln für den Umweltschutz und für einen Abbau von Bürokratie gemeinsam zu nutzen.

Wir fordern:

1. Die Integration der Umweltpolitik in die Politik der nachhaltigen Entwicklung muss verbessert werden. "Mehr..."
2. Der Einfluss auf die internationale und europäische Umweltpolitik muss verstärkt werden. "Mehr..."
3. Das deutsche Umweltrecht muss modernisiert werden. "Mehr..."
4. Privatisierungspotenziale müssen vorurteilsfrei erschlossen werden. "Mehr..."
5. Die Belastung durch Umweltabgaben muss vermindert werden. "Mehr..."
6. Beim Klimaschutz muss weiter auf Freiwilligkeit gesetzt werden. "Mehr..."
7. Wirtschaftlichkeit muss gleichrangiges Ziel nachhaltiger Energiepolitik werden. "Mehr..."
8. Die Verpackungsverordnung muss novelliert werden. "Mehr..."
9. Chemikalienpolitik muss mit Augenmaß betrieben werden. "Mehr..."
10. Die Umwelthaftung muss kalkulierbar gestaltet werden. "Mehr..."
11. Die Regelungen zum Biotopschutz müssen korrigiert werden. "Mehr..."

Das Umweltmanagementsystem EMAS hatte in den ersten Jahren erfreulichen Zuspruch in der Wirtschaft. Seit Anfang 2001 gehen die Teilnehmerzahlen in der Wirtschaft deutlich zurück. Die Unternehmen können nicht mehr erkennen, warum sie ihr Umweltmanagement nach einem staatlich geregelten System organisieren und prüfen lassen und die Ergebnisse veröffentlichen sollen, wenn dem keinerlei Vorteile gegenüberstehen. Die zugesagte Deregulierung ist bislang nicht erreicht. Die unlängst beschlossene Privilegierungsverordnung ist selbst als Einstieg in die Deregulierung unzureichend. EMAS als gemeinsame Initiative von Staat und Wirtschaft muss schnellstens die versprochene angemessene staatliche Würdigung durch Überwachungserleichterungen, Gebührensenkungen oder andere Maßnahmen erfahren. Bleibt dies aus, braucht sich niemand zu wundern, wenn die Unternehmen sich zurückziehen."'>12. Ein neuer Umweltdialog zwischen Wirtschaft und Staat muss begonnen werden. "Mehr..."


Weitere Pressemitteilung der DIHK mit Nachhaltigkeitsbezug:


  • "Global Compact" durch Landes-Umweltallianzen umsetzen.
  • Rot-grünes Mehrheitsvotum gefährdet Wirtschaftsstandort Deutschland. DIHK zur Enquete-Kommission "Nachhaltige Energieversorgung".
  • DIHK lehnt EU-Vorschlag zum CO2-Emissionshandel ab.

Letzte Aktualisierung

15.02.2012 11:57

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