Einzelne Unternehmen (Archiv)

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Zahlreiche Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland bieten Informationen zu ihrem Veständnis von und ihrem Einsatz für nachhaltige Entwicklung. Dazu zählen z.B. die Unternehmen, die einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt haben, wie (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

ABB AG: Bericht zur nachhaltigen Entwicklung 2001 ABB-Konzern, darin: "Unsere wichtigsten Prioritäten:

  • Einbeziehung des Nachhaltigkeitsaspekts in alle Managementsysteme
  • Stärkung des Problembewusstseins und des Engagements bei allen Mitarbeitern
  • Übertragung unseres Umweltmanagement-Systems auf Bereiche ausserhalb der Produktion
  • Weltweite Implementierung unserer Sozialpolitik mit Hilfe von Richtlinien und Indikatoren für die Erfolgsmessung
  • Beitrag zur Bekämpfung der Armut durch unser Programm Access to Electricity".
Allianz Group: Die Allianz-Nachhaltigkeitsplattform im Internet: Allianz informiert auf ihrer Webseite über ihre Nachhaltigkeitsstrategie. Hier sind Daten und Fakten zu den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales verfügbar. Ab dem 5. Oktober 2001 wurde die Allianz AG und ihre französische Tochter AGF (Assurances Générales de France) erstmals in den Nachhaltigkeitsindex DJSI World aufgenommen. "Nachhaltigkeit als Unternehmensziel: Nicht nur Umweltschutz... Das Konzept der »Nachhaltigen Entwicklung« mit ihren ethischen und ökologischen Aspekten – englisch "Sustainable Development" –, hat seither zunehmend Eingang ins Wirtschaftsleben gefunden. Als Anleger sind davon nicht zuletzt Versicherungsunternehmen betroffen – vor allem dann, wenn Fragen der nachhaltigen Entwicklung Einfluss auf den Ertrag und das Risiko des Kapitaleinsatzes haben.... Dennoch verfügen Finanzdienstleister wie die Allianz durchaus über Steuerungspotenzial – zum einen durch ihre Anlagepolitik, zum anderen, indem sie auf Kunden einwirken, ökologische und soziale Aspekte in ihre Geschäftstätigkeit einzubeziehen." Und dieses Potenzial setzt die Allianz gezielt ein – schon aus Eigeninteresse: Als einer der weltweit größten Investoren steht sie ständig im Fokus der Öffentlichkeit. Ihr Image wird nicht zuletzt davon bestimmt, ob sie als ein Unternehmen wahrgenommen wird, das seine gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt. Davon hängt viel ab – vom Identifikationsgrad der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen bis hin zum Aktienkurs an der Börse."

Deutsche Bank AG: Sustainability. Ökonomie, Ökologie, gesellschaftliche Verantwortung.

Deutsche Telekom AG:Nachhaltigkeitsbericht 2000/2001; Auszug: "Was der vorliegende Bericht leisten konnte, ist die parallele Betrachtung der drei Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales. Eine ausführliche Darstellung bieten wir für den Umweltbereich. Für die Bereiche Ökonomie und Soziales haben wir, da hier eigenständige Berichte veröffentlicht werden, auf eine weiter ausführende Darstellung verzichtet und die Aktivitäten vor allem unter dem Gesichtspunkt Nachhaltigkeit zusammenfassend beleuchtet. (...) Was wir noch nicht leisten konnten, ist eine systematische integrative Betrachtung der drei Elemente der Nachhaltigkeit, auch wenn mit Hilfe einiger Beispiele der nachhaltige Ansatz schon verdeutlicht wurde. Doch die Bereiche parallel zu betrachten, ist der erste Schritt dazu und zeigt zumindest in einem ersten Schritt die offensichtlichen Nachhaltigkeitschancen und -probleme auf. Schließlich ist es doch so: Ein nachhaltiges Unternehmen in einer nachhaltigen Gesellschaft würde ökonomische, ökologische und soziale Faktoren in der idealen Balance halten. In der heutigen nicht nachhaltigen Gesellschaft ist Nachhaltigkeit dagegen als ein ständiges Abwägen zwischen den drei Aspekten zu verstehen, das zu Kompromisslösungen führt. Als Beispiel lässt sich hier der notwendige Personalumbau aufführen, der unter dem Gesichtspunkt der Sozialverträglichkeit vonstatten gehen muss. Bei der Deutschen Telekom AG haben wir sogar auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet und mit dem Gesamtbetriebsrat für die Deutsche Telekom AG vereinbart, bis 2004 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen." Die Deutsche Telekom ist erneut sustainability leader im Dow-Jones Sustainability Group Index.

Heidelberger Druckmaschinen AG: "Report 2001/2002 - Ökonomie, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung", 4.9.2002; dazu die Meldung:"Zu den weiteren Fortschritten im zurückliegenden Geschäftsjahr gehört die Eröffnung der Print Media Academy in Kairo. Es ist der neunte Standort des Ausbildungs- und Kommunikationsnetzwerks weltweit. Zudem wurde mit Rochester/USA der 13. Produktions- und Entwicklungsstandort nach ISO 14001 umweltzertifiziert. Im sozialen Engagement von Heidelberg ist die Unterstützung für ein Straßenkinderprojekt in Kolumbien hervorzuheben. Als ökonomischer Meilenstein darf unter anderem der Verkaufsstart der digitalen Farbdruckmaschine NexPress 2100 gelten. Auch Analysten honorieren dieses breit gefächerte Engagement für Nachhaltigkeit: So wurde die Heidelberg-Aktie in die Dow Jones Sustainability Indizes WORLD und STOXX aufgenommen." Nachhaltigkeitsbericht 2003/2004 Bestellungen per eMail an .

Henkel KGaA, Düsseldorf:
Wir haben für Sie die Nachhaltigkeitsberichte der letzten fünf Jahre der Henkel KGaA analysiert. Folgen Sie einfach diesem Link zur Henkel KGaA.

METRO AG: Aus dem Vorwort des Nachhaltigkeitsberichtes (2002): "Als eines der führenden internationalen Handelsunternehmen ist der Metro-Konzern bereits in 24 Ländern tätig und somit weltweit gefordert, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft zu leisten. Diese Verantwortung nehmen wir ernst und suche_1508n den Kontakt zu allen Anspruchsgruppen - unseren Stakeholdern. Auf vielen Ebenen stehen wir dazu in Verbindung mit unseren Mitarbeitern, fordern Kunden zum kritischen Dialog auf und kommunizieren mit Lieferanten, Aktionären oder Verbänden. Dieser vielschichtige und kontinuierliche Dialog versetzt uns als Unternehmen schließlich in die Lage, Märkte, Politik und somit die Gesellschaft nachhaltig mitzugestalten. Unsere konkreten Maßnahmen zur Umsetzung von Nachhaltigkeit im Metro-Konzern sind vielfältig. Einige Beispiele: Mit ressourcenschonenden Logistikkonzepten oder modernen Transportverpackungen entlasten wir erfolgreich die Umwelt. Mit einer fortschrittlichen Tarifpolitik oder der Übertragung von mehr Verantwortung motivieren wir unsere Mitarbeiter. Wir nehmen auch teil an der Nachhaltigkeitsdiskussion auf politischer Ebene und unterstützen gleichzeitig lokale Projekte im In- und Ausland. In allen Bereichen einer nachhaltigen Entwicklung erarbeiten wir im Metro-Konzern Konzepte, die sich in der Praxis bewähren müssen und zum Unternehmenserfolg beitragen. (...) Wir sind uns der vielfältigen Anforderungen bewusst, die mit dem strategischen Ziel Nachhaltigkeit verbunden sind. Gleichzeitig wissen wir, dass mit den bisherigen Maßnahmen, aber auch mit dem vorliegenden Bericht erst ein Anfang gemacht ist (...)"

NOVARTIS Deutschland: Bericht 2000 zu Gesundheit, Sicherheit und Umwelt: Nachhaltigkeit und der UN Global Compact
(Download, PDF, 2,1 MB); sowie Link zur Novartis-Stiftung für nachhaltige Entwicklung (siehe auch NGO/Stiftungen). Auszug aus dem Bericht 2000: "Wir sind uns bewusst, dass die Auswirkungen unserer unternehmerischen Tätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt grundsätzlich positiv wie auch negativ sein können. Es ist unser oberstes Ziel, mit fortschrittlichen Produkten dazu beizutragen, dass sich die Lebensqualität der Menschen verbessert. Ebenso müssen wir auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen achten und die langfristigen Folgen unserer Innovationen richtig einschätzen.In Zeiten des schnellen Wandels und der Globalisierung sind immer mehr Menschen beunruhigt über den Einfluss, den multinationale Konzerne auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft ausüben. Während innovative Technologien ungeahnte Möglichkeiten für neue medizinische Behandlungen eröffnen, wachsen auch die Bedenken über die ethischen Auswirkungen dieser Entwicklungen. Als pharmazeutisches Unternehmen, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Leben zu verbessern und zu retten, will sich Novartis aktuellen Fragen wie Zugang zu den Medikamenten, Preispolitik, Medikamentensicherheit und Innovation stellen. Denn der langfristige Geschäftserfolg des Konzerns lässt sich nur dann sicherstellen, wenn wir von der Gesellschaft als verantwortungsbewusster Partner anerkannt sind. (...)Auf globaler Ebene hat sich Novartis verpflichtet, den "Global Compact" der Vereinten Nationen zu unterstützen, den UN-Generalsekretär Kofi Annan initiiert hat, um die Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und den Umweltschutz weltweit zu stärken. Wir wollen Kofi Annans Bemühungen unterstützen, die Prinzipien der Marktwirtschaft mit der Autorität universeller Grundwerte zu vereinen. Intern haben wir damit begonnen, die Grundsätze des «Global Compact» in unsere Geschäftsaktivitäten einfliessen zu lassen.Ich freue mich, dass wir im abgelaufenen Jahr die meisten unserer ehrgeizigen Ziele im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (GSU) konzernweit erneut erreicht haben. Die Unfallhäufigkeit ist weiter gesunken. Besonders erfreulich ist für mich, dass es zu keinen tödlichen Unfällen gekommen ist. Durch die weitere Senkung unseres Energieverbrauchs haben wir wiederum zum Rückgang der Emissionen beigetragen. Die Ziele im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt werden bei uns Teil der kurz- und langfristigen Leistungsziele. Mehr noch: Die Entlöhnung der verantwortlichen Manager wird mit der Erreichung dieser Ziele verknüpft."

Shell: Report "People, planets and profits" 2001, Download (englisch, PDF gezippt, 1,8 MB); Auszug (Seite 16/17): "Generating robust profitability: Successful financial performance is essential to our sustainable future and contributes to the prosperity of society. We use recognised measures to judge our profitability. We seek to achieve robust profitability by, for example, reducing costs,improving margins, increasing revenue and managing working capital effectively.Delivering value to customers: Customers are the lifeblood of our business. We seek constantly to strengthen existing customer relationships and develop new ones. We strive to meet and exceed customer expectations by designing and delivering highly attractive and innovative products and services.Protecting the environment: The natural environment supports all human activity. We continually look for new ways to reduce the environmental impact of our operations, products and services throughout their life.Managing resources: Efficient use of natural resources - for example, energy, land, water - reduces our costs and respects the needs of future generations. We constantly look for ways to minimise their use.Respecting and safeguarding people: We aim to treat everyone with respect. We strive to protect people from harm from our products and operations. We aim to respect and value personal and cultural differences and try to help people realise their potential.Benefiting communities: Wherever we work we are part of a local community. We will constantly look for appropriate ways to contribute to the general wellbeing of the community and the broader societies who grant our licence to operate.Working with stakeholders: We affect - and are affected by - many different groups of people, our stakeholders. We aim to recognise their interest in our business and to listen and respond to them."Shell-Report 2002: Meeting the energy challenge. Download (englisch, PDF, 823 KB); Auszug (S. 34):"Human rightsSupport for fundamental human rights is embedded in our Business Principles. It also needs to be matched by clear action. Increasingly, that means promoting human rights among our contractors and wider society, as well as continuing to respect the human rights of individual Shell employees. In 2002, we issued 5,000 copies of our new training guide on Human Rights Dilemmas, after a successful pilot in Oman and reviews by Amnesty International and Pax Christi. The guide helps managers understand their responsibilities and identify actions they can take to support human rights. It is now part of our Business Principles training.We also developed a new human rights compliance tool for Shell companies, based on tools developed by the Human Rights and Business project of the Danish Centre for Human Rights (see http://www.humanrightsbusiness.org/). First piloted in South Africa in 2001, this was revised in 2002 to give managers a practical step-by-step approach to help them avoid violating the basic human rights of employees, local communities and others directly affected by our operations. It now also covers compliance aspects by contractors and aligns with our business management processes. In 2003, we are planning further tests, before deciding how to roll it out."

Weitere Unternehmen mit Engagement im Bereich Nachhaltigkeit:
  • Sanofi-Aventis Deutschland GmbH und Hoechst GmbH: Die Hoechst GmbH ist seit Juli 2005 ein Unternehmen der Sanofi-Aventis Gruppe. Auf deren Webseite findet man Verschiedenes zu Umwelt & Sicherheit, u. a. den Umweltbericht 2004. Sanofi-Aventis hat eine Sozial-Charta entworfen, in der es sich u.a. zum Global Compact bekennt. Hoechst war von 1997-2005 Mitglied im World Business Council for Sustainable Development und hatte zusammen mit dem Öko-Institut das Projekt "Hoechst nachhaltig" (Öko-Institut e.V. (Hrsg.): Hoechst Nachhaltig. Sustainable Development: Vom Leitbild zum Werkzeug. Klaus Fichter & Jens Clausen (Hrsg.): Schritte zum nachhaltigen Unternehmen) durchgeführt.
  • IKEA und IKEA Deutschland: hier z.B. Soziale und Umweltprojekte oder Kooperation mit dem Centre for Sustainability Management an der Universität Lüneburg
  • Karstadt Warenhaus AG: Meilensteine des Umweltschutz-Engagements und Umweltbericht 2000/2001; Vorwort von Umweltminister Trittin: "Die Karstadt Warenhaus AG zeigt mit ihren Kampagnen für zum Beispiel Bio- und TransFair-Lebensmittel, umweltfreundlichere Schulmaterialien oder Energie sparende Elektrogeräte eine fortschrittliche Unternehmensführung in Sachen Nachhaltigkeit. Der Handel ist wichtiger Akteur bei der Umsetzung des Leitbildes der Nachhaltigkeit im täglichen Leben. Hier werden die Produkte für den Verbraucher angeboten und können Informationen an die Käufer weitergegeben werden.Der Handel hat Gatekeeper-Funktion. Die Karstadt Warenhaus AG nimmt diese Position aktiv an und nutzt sie für die Umweltkommunikation mit ihren Kunden. Besonders herauszuheben sind hierbei aus meiner Sicht die »neuen« Allianzen, die die Karstadt Warenhaus AG mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND e.V.) und dem Umweltbundesamt zur Förderung »nachhaltiger Konsummuster« eingegangen ist. Im Interesse einer nachhaltigen Wirtschaftsweise benötigen wir diese "neuen" Allianzen, die ich nachdrücklich befürworte.Mit den gemeinsam erfolgreich durchgeführten Aktionen "Ökologischer Schulanfang" und "Klimaschutz - Energiesparwochen bei Karstadt-Hertie-Wertheim" zeigten die Partner, dass ökologische und ökonomische Effizienz keine Widersprüche sind. Zwischen Wirtschaftsinteressen und Umweltbewegung entstanden durch Kooperation "win-win-Projekte".
  • Solvay und Solvay Deutschland: Umweltbericht 2000/2001, Umweltbericht Solvay Deutschland 1999/2000. Nachhaltigkeit bei Solvay, sowie Umweltschutz mit 8 Leitlinien für Responsible Care (siehe auch Seite im Lexikon zu "Verantwortliches Handeln"), sowie auf englisch: What is sustainable development? Auszug aus dem Umweltbericht: "Ökologischer Fortschritt, ökonomischer Erfolg und die Befriedigung sozialer Bedürfnisse, das sind die drei Säulen, auf denen unsere Zukunft ruht. Keine dieser Säulen darf zu kurz, aber auch keine zu lang werden - sonst gerät das System in Schieflage. Um dieser Forderung gerecht zu werden, sind oft genug Kompromisse nötig, die immer wieder mühsam im Dialog zwischen allen Beteiligten ausgehandelt werden müssen - einer der Gründe, weshalb das Thema "Dialog" den roten Faden im aktuellen Umweltbericht der deutschen Solvay-Gruppe bildet."

Letzte Aktualisierung

04.08.2015 15:34

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