VCI: Verband der Chemischen Industrie (Archiv)

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Der Verband der Chemischen Industrie stellt sich auf seiner Homepage im Kurzportrait vor: "Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen für 1.400 deutsche Chemieunternehmen und deutsche Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI vertritt mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2001 rund 134 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 467.000 Mitarbeiter. ...Die Verbandspolitik wird von einem ehrenamtlichen Präsidium und der Hauptgeschäftsführung unter Mitarbeit von mehr als 40 Fachausschüssen gestaltet."

Zwei wichtige Schlagworte auf der Homepage des VCI sind
  • Sustainable development
  • Responsible Care.
Unter Sustainable development werden Dokumente zu den Schlagworten "Agenda 21" und "Dialogveranstaltungen" angeboten, so
  • Position der chemischen Industrie zu Sustainable Development, vom 6. Oktober 1994 (online nicht mehr verfügbar); Auszug: "Die deutschen Chemieunternehmen bekennen sich zum Leitbild des Sustainable Development. Dieses muß im Sinne eines gemeinsamen Aktionsrahmens für alle Mitarbeiter durch unternehmensspezifische Programme konkretisiert werden. Dazu gehören Responsible Care-Programme und Systeme der Eigenüberwachung. Wir bauen damit auf der Charta für eine langfristige, tragfähige Entwicklung der International Chamber of Commerce (ICC) auf.Dabei kommen auch auf die Unternehmen neue Anforderungen für ein verantwortungsvolles Handeln zu. Sie müssen die Konsequenzen ihres Verhaltens für die Gesellschaft und künftige Generationen verstärkt berücksichtigen. So hat sich die deutsche Chemische Industrie verpflichtet, keine Stoffe und Vorprodukte zur Herstellung von Drogen oder Chemiewaffen zu liefern, und im Rahmen ihrer Tätigkeit keine Eingriffe in die menschliche Keimbahn vorzunehmen."
  • Broschüre: Was ist nachhaltig? Vorgeschichte, Verlauf und Ergebnisse der Bundestags-Enquetekommission "Schutz des Menschen und der Umwelt" , Stand: Oktober 1999 (nicht mehr online verfügbar); Auszug aus dem Fazit:"Sustainable development hat demgegenüber, wie das Kapitel über notwendige institutionelle Innovationen zeigt, von Ansatz her wenig mit der Lenkung von Stoffströmen und noch weniger mit der Befriedigung von Bedürfnissen künftiger Generationen, die wir gar nicht kennen können, zu tun. Vielmehr ist sustainable development der viel bescheidenere Versuch, drängende Probleme der Gegenwart und der bereits absehbaren Zukunft unserer Kinder wie etwa – global gesehen – die notwendige Verdoppelung der Nahrungsmittelproduktion in nur 25 Jahren oder – auf nationaler Ebene – die notwendige Anpassung der Systeme sozialer Sicherung an die Bedingungen der Globalisierung etwas klüger und weitsichtiger, das heißt strategiegeleitet und daher mit weniger unerwünschten Nebenwirkungen zu lösen als unsere Vorgänger."
"Responsible Care (verantwortliches Handeln) lautet weltweit das Motto der Verpflichtung der chemischen Industrie zu kontinuierlicher Verbesserung in allen Bereichen des Gesundheitsschutzes, der Sicherheit und des Umweltschutzes sowie zu einer offenen Informationspolitik in Bezug auf ihre Aktivitäten und Errungenschaften. Die nationalen Verbände der chemischen Industrie sind für die Umsetzung des Konzeptes des Responsible Care in ihren jeweiligen Ländern verantwortlich.“

Der VCI bietet auf seiner Homepage unter Responsible Care (RC) zahlreiche Dokumente zu den Begriffen


  • Anlagensicherheit
  • Arbeitsschutz
  • Chlorchemie, z.B.: Positionen zur Chemie mit Chlor (Web-Version). Ein deutscher Beitrag zur weltweiten Responsible Care Initiative der chemischen Industrie; Auszug: "Die chemische Industrie sieht in der Chlorchemie eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Technologie, die sich in das Konzept einer "nachhaltigen" Entwicklung nicht nur einfügen läßt, sondern viel mehr bereits heute den gestellten Anforderungen weitgehend genügt. Misst man die Chlorchemie an den oben definierten Kriterien einer "nachhaltigen" Entwicklung, so ergibt sich folgendes Bild: ..." Mehr dazu hier!
  • Klimaschutz, z.B.: Energie: Produktions- und Standortfaktor für die Chemie: "Die Chemie gehört zu den größten industriellen Energieverbrauchern in Deutschland. Im Unterschied zu anderen Branchen werden Energieträger aber in der chemischen Industrie vor allem als Rohstoff eingesetzt. Daher spielen die energiepolitischen Rahmenbedingungen und die Kostensituation eine besondere Rolle für ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit."
  • RC-Berichte, z.B.: RC-Bericht 2002 zum Summit in Johannesburg, deutsche Fassung - Stand 19.08.2002; Download: "Die Chemie hat die Herausforderungen von Rio angenommen und sich seit 1992 verstärkt bei den Themen Sustainable Development und Responsible Care engagiert. Über die weltweiten Aktivitäten hat der internationale Chemieverband ICCA in seinem Chemical Sector Report gegenüber United Nations Environment Programm (UNEP) ausführlich berichtet, für den der VCI wesentliche Beiträge geleistet hat. Auch in Deutschland hat sich der VCI intensiv an der Diskussion des Leitbildes einer nachhaltigen, zukunftsverträglichen Entwicklung im Rahmen zweier Bundestag-Enquete- Kommissionen und mit eigenen Projekten wie zum Beispiel mit dem Projekt "Bausteine für ein zukunftsfähiges Deutschland" beteiligt, das zusammen mit der deutschen Chemiegewerkschaft IG BCE durchgeführt wurde. Der VCI begleitet eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Schaffung eines Forschungsförderungsprogramms "Nachhaltige Chemie" und beteiligt sich am Forum Nachhaltige Entwicklung der deutschen Wirtschaft "econsense". Responsible Care wurde in Deutschland zu einer wirkungsvollen Initiative ausgebaut. Die internationale positive Anerkennung von Responsible Care war für die Unternehmen dabei Ansporn und Aufforderung zugleich."
  • RC-Politik, z.B. die zehn Grundgedanken der Initiative "Verantwortliches Handeln" von 1995
  • Responsible Care-Bericht 2007 und weitere Veröffentlichungen des VCI zum Thema
  • Position des VCI zu Selbstverpflichtungen
  • Produktverantwortung
  • TUIS, das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem der deutschen chemischen Industrie ; Download Broschüre vom 30.08.2002 (PDF, 0,67 MB)
Mehr Informationen zu Responsible Care hier.

Letzte Aktualisierung

03.12.2012 14:30

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