Schleswig-Holstein: Nachhaltigkeitsstrategie

In den Jahren 2000 bis 2003 wurde unter wechselnder Federführung zwischen Umweltministerium und Staatskanzlei die [http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/BNUR/_documents/zukunftsfaehigesSH.html|Nachhaltigkeitsstrategie "Zukunftsfähiges Schleswig-Holstein"]] erarbeitet, und am 16.12.2003 vom Landtag zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Strategie wurde auf 3 Themenschwerpunkte eingegrenzt. Im Dialog mit den gesellschaftlichen Akteuren hatten sich 12 Zukunftsfelder herauskristallisiert, in denen nachhaltigen Entwicklungen in Schleswig-Holstein nachgespürt wurde.

Die 12 Zukunftsfelder der Nachhaltigkeitstrategie
  • Arbeiten und Produzieren
    • Schleswig-Holstein als Standort für zukunftsfähige Technologien
    • Nachhaltige Gestaltung und Bewirtschaftung von Gewerbegebieten
    • Familiengerechte Arbeitsstrukturen
  • Zusammen Leben
    • Demokratiekampagne - Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
    • Bildung für nachhaltige Entwicklung
    • Gewaltfreiheit der Gesellschaft
    • Bürgergesellschaft
    • Nachhaltige Stadtentwicklung
  • Das Land nutzen
    • Transparente Produktion gesunder Nahrungsmittel
    • Potenziale einer multifunktionalen Landwirtschaft
    • Effiziente und ressourcenschonende Energiebedarfsdeckung
    • Verbesserungen im öffentlichen Personennahverkehr
Für die Bewertung und Verfolgung einer zukünftigen Nachhaltigen Entwicklung haben sich als Mess- oder Kenngrößen sogenannte Indikatoren bewährt. Der Indikatorenkatalog ist wesentlicher Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie und ermöglicht ein kontinuierliches Monitoring. Er umfasst 22 Ziele und 39 Indikatoren.

Nachhaltigkeitsbericht 2009
Im Juli 2010 wurde der Nachhaltigkeitsbericht 2009 veröffentlicht. Er sollte die Nachhaltigkeitsstrategie von 2002 weiterentwickeln und enthielt eine erste Bestandsaufnahme der 39 Indikatoren. Die vorherigen 12 Zukunftsfelder, die in 3 Hauptthemen unterteilt waren wurden durch 5 Leitthemen ersetzt, nach denen die Indikatoren der Nachhaltigkeitsstrategie geordnet wurden:
  1. Strategien zum Klimawandel
  2. Gestaltung des demographischen Wandels für ein zukunftsfähiges Wohnen, Leben und Arbeiten
  3. Qualitatives Wachstum und Innovation
  4. Bildung für nachhaltige Entwicklung und Ausbildung als Basis der Zukunftsgestaltung
  5. Zusätzliche Stärke durch Kooperation
Der Bericht stellte fest, dass viele der gesetzten Ziele erreicht werden können, bzw. schon erreicht wurden und es kaum Zustandsverschlechterungen gegeben habe. Es wurde aber auch herausgestellt, dass einige Indikatoren schlecht geeignet oder sogar ungeeignet waren, da die Datenverfügbarkeit nicht gewährleistet werden könne. Die Indikatoren wurden im Bericht deswegen angepasst, sollten aber in Zukunft weiter geprüft werden und "mit neuesten Erkenntnissen aus der Indikatoren-Diskussion und der bundesweiten Indikatorentwicklung gemeinsam" diskutiert und abgeglichen werden.


Maritimer Aktionsplan Schleswig-Holstein
Zur Umsetzung einer innovativen und integrativen Meerespolitik hat die Landesinitiative „Zukunft Meer“ den [http://cor.europa.eu/en/news/events/Documents/b2d219ac-60ac-45d1-82c2-966b85f7b596.pdf|"Maritimen Aktionsplan für Schleswig-Holstein"]] entwickelt. Er enthält die zentralen Leitlinien, anhand derer das Meer auch als Ressource für die Wirtschaft Schleswig-Holsteins genutzt werden kann und gleichzeitig für einen nachhaltigen Schutz des Ökosystems Meer gesorgt wird.

Dokumente
Bündnis für den Norden Neue Horizonte für Schleswig-Holstein
Naturschutz 2020 - "20 Punkte für die natürliche Vielfalt"
Nachhaltigkeitsstrategie "Zukunftsfähiges Schleswig-Holstein"
Maritimer Aktionsplan für Schleswig-Holstein
Tom Baumeister: Der Nachhaltigkeitsstrategieprozess des Landes Schleswig-Holstein, Auszug aus der Diplomarbeit: Die Rolle der Landnutzung in den Nachhaltigkeitsstrategien von Brandenburg und Schleswig-Holstein

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Schleswig-Holstein

Letzte Aktualisierung

12.11.2015 10:26

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