Schleswig-Holstein: Agenda 21

Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft hat die Servicestelle InfoNet-Umwelt bei der Akademie für Natur und Umwelt in Neumünster eingerichtet, welches Informationen weitergibt, Umsetzungsmaßnahmen anregt und vernetzt.

Unter Federführung des Umweltministeriums wird von der Arbeitsgruppe Agenda 21 ein Handlungsprogramm zur Umsetzung der Agenda 21 in Schleswig-Holstein erstellt. Es strukturiert den Umsetzungsprozess, setzt Schwerpunkte und ordnet Ziele und Maßnahmen einander zu.

Best-Practice-Projekte Schleswig-Holstein

Auf der Homepage des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt findet sich eine Liste mit Projekten, die im Rahmen der Agenda 21 in Schleswig-Holstein umgesetzt wurden. Weitere Informationen bietet das InfoNet-Umwelt in dem Umwelt-Akteure wie Landesbehörden, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Verbände, Vereine und Einzelpersonen sich vorstellen, informieren und über aktuelle Umweltthemen diskutieren. Agenda-aktive Kommunen, Kreise und landesweite Aktivitäten in Schleswig-Holstein findet man hier untergliedert in
  • Akteure auf Kreisebene
  • Akteure in den Kommunen Schleswig-Holsteins
  • Akteure mit landesweiten Projekten
Klimaschutzberichte
Auf dem Umweltgipfel am 6. März 1997 wurde die AG Agenda 21 damit beauftragt, in regelmäßigen Abständen den Umsetzungsfortschritt zur Agenda 21 in Schleswig-Holstein auszuwerten. Ein erster |Zwischenbericht wurde im April 1999 erstellt. Seitdem wird zum Ende einer jeden Legislaturperiode ein Klimaschutzbericht veröffentlicht, der die Fortschritte der Agenda21 in Schleswig-Holstein dokumentiert.

Klimaschutzbericht 2009:
Der aktuelle Klimaschutzbericht 2009 für die letzte Legislaturperiode fällt positiv aus:
"Schleswig-Holstein steht bei wichtigen Indikatoren besser da als der Bundesdurchschnitt. Der Kohlendioxidausstoß ist von 1990 bis 2006 um 20 Prozent zurückgegangen (Bund: 18 Prozent). Der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) am Stromverbrauch liegt in Schleswig-Holstein bei 17 Prozent (Bund: 14 Prozent). Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch lag hier bereits in 2006 bei zehn Prozent (Bund: acht Prozent). Besonders bemerkenswert ist, dass Schleswig-Holstein bis 2020 einen Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch von über 50 Prozent erreichen kann – das ist fast dreimal so viel wie das offizielle Ziel der Bundesregierung von 18 Prozent."

Klimaschutzbericht 2004:
Auf dem Landesportal für Landwirtschaft und Umweltschutz der Landesregierung findet sich der Klimaschutzbericht 2004 (auch als Kurzfassung).

Zwischenbericht 1999:
"Von einer integrativen und konsistenten Fortentwicklung ganzer Handlungsfelder im Hinblick auf das Leitbild der Nachhaltigkeit ist der Agenda 21-Prozeß in Schleswig-Holstein ebenso wie Deutschland insgesamt noch weit entfernt. Dazu trägt auch das Fehlen eines verbindlichen, übergreifenden nationalen Planes für die Nachhaltigkeit bei. Auch gegenüber der Landesregierung wurde mehrfach kritisiert, dass eine übergreifende Ausrichtung der Ressortpolitiken auf das Leitbild der Nachhaltigkeit fehle."

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Schleswig-Holstein

Letzte Aktualisierung

12.11.2015 10:26

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